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Universität Hamburg

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Bild:Siegel-Univ-HH.JPG
Basisdaten
Präsident: Monika Auweter-Kurtz (seit 2006)
Kanzler: Katrin Vernau (seit 2006)
Gründungsjahr: 1919
Ort: Hamburg
Studiengänge: > 90 (2005)
Fakultäten: 6 (2007)
immatrikulierte Studenten: 38.893 (WS 06/07)
flächenbez. Studienplätze: 23.701 (WS 03/04)
ausl. Kooperationen: ca. 40 (2005)
Abschlüsse pro Jahr: Diplom u.ä.: ca. 3200
Promotionen: ca. 820
Habilitationen: ca. 70 (2002/03)
Frauenquote: Erstsemester: 58,3%
Doktoranden: 39,6%
Professuren: 14,0% (2002/03)
Mitarbeiter: 10.102 (2007)
davon wissenschaftliche
Mitarbeiter:
3.706 (2007)
Hochschultyp: staatlich
Jahresetat (ohne UKE): 250 Mio. Euro (2005)
Drittmittel (ohne UKE): 93 Mio. Euro (2004)
Anschrift: Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg
Website: http://www.uni-hamburg.de/
Bild:Hamburg-university-2005-05.png
Hauptgebäude, Seitenflügel (2005)

Die Universität Hamburg ist die kopfreichste Hochschule in Hamburg und eine der größten in Deutschland. Sie wurde 1919 gegründet und hat ihren Sitz im Stadtteil Hamburg-Rotherbaum (Bezirk Hamburg-Eimsbüttel).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgründungszeit

Als Johannes Bugenhagen 1529 in Hamburg war, um der protestantisch gewordenen Stadt eine neue Schul- und Kirchenordnung zu geben, gründete er im ehemaligen Kloster St. Johannis Hamburgs erste höhere Lehranstalt, die Gelehrtenschule des Johanneums. Aus Anlass der Gründung wird auch die städtische Bibliothek (von 1479) erneuert.

Wegen des starken Zulaufes zum Johanneum und um die Abwanderung von jungen Leuten an die Gymnasien in Stade und Bremen einzudämmen, wurde 1613 das Akademische Gymnasium gegründet. Dort konnte man sich in zweijährigen Studien auf den Besuch einer Universität vorbereiten. Das Kollegium bestand aus vier, später sechs Professoren. Bekanntester Rektor dieser beiden Institutionen war der geborene Lübecker Arzt Joachim Jungius, der von 1628-1657 in Hamburg wirkte. Danach vernachlässigten Rat und Bürgerschaft Jahrhunderte lang die öffentliche akademische Bildung in Hamburg. Hamburg war eine Handelsrepublik mit überseewirtschaftlichen Interessen und die Bildungsbedürfnisse seines Patriziats selbst – Hauslehrer und private Akademien – konnte dieses aus eigener Tasche befriedigen. Die bedeutendsten Einrichtungen waren die Handelsakademie Hamburg, die 1768 unter maßgeblicher Beteiligung von Johann Georg Büsch gegründet wurde und deren bedeutendster Absolvent Alexander von Humboldt war, sowie die Hamburger Sternwarte von 1801, denn hier ging es um Navigation.

Das modernere Christianeum im benachbarten Altona, von der dänischen Krone kräftig gefördert, verstärkte ab 1738 den Schwund von Interessenten an den öffentlichen höheren Schulen. 1837 hatte die Gelehrtenschule 125 Zöglinge, das Akademische Gymnasium 18 (Einwohner Hamburgs 1806: 130.000).

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde das glücklose Akademische Gymnasium geschlossen und durch den Senat ein Allgemeines Vorlesungswesen zur Weiterbildung und Verbreitung der Wissenschaft gegründet, das heute noch besteht. Der Lehrkörper bestand aus Gastdozenten und den Direktoren der wissenschaftlichen Anstalten Hamburgs (chemisches Staatslaboratorium, Institut für Physik, botanischer Garten, Laboratorium für Warenkunde). 1900 kam noch das Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten hinzu. 1910 genehmigte der Senat die ersten beiden öffentlichen höheren Mädchenschulen in Hamburg, nachdem bereits seit sechzig Jahren auch nicht-Protestanten an den höheren Schulen aufgenommen werden konnten.

Gründungszeit

Anfang des 20. Jahrhunderts strebten vermögende Privatleute die Gründung einer staatlichen Universität an, Anträge an Senat und Bürgerschaft blieben aber ohne Erfolg. Gegen diesen Schritt sprach sich u.a. die einflussreiche Handelskammer aus. Die Befürworter gründeten die Hamburgische wissenschaftliche Stiftung 1907 und das Kolonialinstitut 1908. Erstere Institution unterstützte die Anwerbung von Gelehrten für die Lehrstühle des Allgemeinen Vorlesungswesen und die Finanzierung von Forschungsreisen, letztere war für alle Bildungs- und Forschungsfragen für alle überseeischen Gebiete zuständig. In demselben Jahr bewilligte die Bürgerschaft einen Bauplatz auf der Moorweide für die Errichtung des von Edmund Siemers gestifteten Vorlesungsgebäudes für das allgemeine Vorlesungswesen. Das Gebäude wurde am 13. Mai 1911 von Siemers an den damaligen Bürgermeister Max Predöhl feierlich übergeben[1]. Heute ist das Gebäude der Sitz der Verwaltung der Universität. Der Erste Weltkrieg unterbrach die Bemühungen um die Errichtung einer Universität in der Hansestadt.

Nach Kriegsende machte die erste frei gewählte Bürgerschaft 1919 mit Werner von Melle einen der bekanntesten Universitäts-Befürworter zum Ersten Bürgermeister und beschloss ein Vorläufiges Gesetz über eine Hamburgische Universität und Volkshochschule. Die Zahl der ordentlichen Hamburger Professuren wurde von 19 auf 39 erhöht. Neben den Staatsinstituten gingen das Kolonialinstitut, das Allgemeine Vorlesungswesen und das allgemeine Krankenhaus Eppendorf in der Universität auf.

1919 bis 2006

In der Weimarer Republik erlebte die Universität ihre erste Blüte. Mehrere tausend Studenten waren ständig an den vier Fakultäten eingeschrieben, renommierte Gelehrte wie Albrecht Mendelssohn-Bartholdy, Aby Warburg und Ernst Cassirer kamen an die aufstrebende Universität. Die Zahl der ordentlichen Professoren wuchs bis 1931 auf 75. Weil besonders Studenten unter der schlechten Wirtschaftslage zu leiden hatten, die im Deutschen Reich zu jener Zeit herrschte, wurde 1922 der Verein Hamburger Studentenhilfe gegründet. Der Verein eröffnet im Herbst in der Elsässer Straße in Dulsberg das erste Studentenwohnheim in Hamburg und im Sommer des darauffolgenden Jahres in der Rentzelstraße die erste Mensa der Stadt.

In der Zeit des Nationalsozialismus trug die gleichgeschaltete Universität den Namen „Hansische Universität“. Massive politische Einflussnahme führte auch in Hamburg zur Entfernung von Büchern unliebsamer Autoren aus den Bibliotheken und zu Schikanen gegen vermeintliche Gegner des Volkes. Etwa fünfzig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mussten die Universität verlassen (darunter Ernst Cassirer und William Stern), mindestens sieben Studenten wurden der Zusammenarbeit mit der Weißen Rose überführt oder verdächtigt und starben deswegen in Gefängnis- bzw. Lagerhaft. Der Hamburger Chemiestudent Hans Conrad Leipelt, Mitglied der Weissen Rose, wurde am 29. Januar 1945 in München-Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet.

Bild:Uni-hh-philo-turm.JPG
„Phil-Turm“ auf dem Campus (2004)

Nach dem Krieg wurde die Universität 1945 als Universität Hamburg wieder eröffnet, der Lehr- und Forschungsbetrieb langsam wieder aufgebaut. Zu den vier Gründungsfakultäten (Rechts- und Staatswissenschaften, Medizin, Philosophie und Naturwissenschaften) kamen 1954 die (evangelische) Theologische Fakultät und (durch Abspaltung von der Fakultät für Rechts- und Staatswissenschaften) die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften hinzu. Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre wurden das Auditorium Maximum (Audimax) und der „Philosophenturm“ („Phil-Turm“) am Von-Melle-Park eingeweiht, die Botanischen Institute und der Botanische Garten wurden nach Klein Flottbek verlegt. Mit dem Studenten-Boom der 70er Jahren kamen das Geomatikum, die Gebäude am Martin-Luther-King-Platz sowie das der Wirtschaftswissenschaften (der Wiwi-Bunker) und andere bis heute markante Gebäude hinzu. Dennoch reichte der Platz am Hauptcampus nicht aus und so benutzt die Universität heute Liegenschaften im gesamten Hamburger Stadtgebiet. Im Herbst 1998 wurde der vom Ehepaar Hannelore und Helmut Greve gestiftete "Flügel West" am Hauptgebäude der Universität an der Edmund-Siemers-Allee bezogen. Weitere Einrichtungen der Universität befinden sich in anderen Stadtteilen; das Universitätsklinikum in Eppendorf, der neue Botanische Garten und das Institut für Allgemeine Botanik in Flottbek, das Institut für Schiffbau in Barmbek, das Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft in Altona in der Nähe von Hafen und Elbe, die Sternwarte in Bergedorf und einige Physikalische Institute in Bahrenfeld, wo auch das weltbekannte Deutsche Elektronensynchrotron (DESY) arbeitet. Seit 1994 ist die Informatik in Stellingen zusammengefaßt (Informatikum).

Ende der 60er Jahre kam es im Zuge der 68er-Bewegung auch an der Universität Hamburg zu Studentenprotesten und zur Bildung einer „außerparlamentarischen Opposition“. 1969 verabschiedete die Bürgerschaft ein neues Universitätsgesetz, das die Fakultäten auflöste und durch 15 Fachbereiche ersetzte. Die Selbstverwaltung der Universität wurde gestärkt, die Mitbestimmung von Studenten und Mitarbeitern gesetzlich verankert. Das Amt des Rektors wurde abgeschafft und durch das Amt des Präsidenten ersetzt. Im Hochschulgesetz von 1979 wurden Teile dieser Reformen auf richterliche Weisung wieder rückgängig gemacht.

Die Zahl der Fachbereiche war bis auf 19 angewachsen, als die Fachbereiche Rechtswissenschaft I und Rechtswissenschaft II (reformierte Rechtswissenschaften) im Jahr 2000 zum gemeinsamen Fachbereich Rechtswissenschaft (FB 02) zusammengeführt wurden. Seither gab es keinen Fachbereich mit der Nummer 17 mehr.

Seit Mitte der 1990er Jahre wurde der Etat der Universität regelmäßig gekürzt, gleichzeitig wurden Maßnahmen zur Verringerung der durchschnittlichen Studiendauer und zur Verringerung der Abbrecherquote gesucht. Anstrengungen zur Harmonisierung der europäischen Hochschullandschaft (Bologna-Prozess) erforderten zusätzliche Strukturmaßnahmen sowohl an der Verwaltung als auch an den Studienordnungen. Der Reform- und Sparprozess dauert bis heute an.

2002 schlug die sogenannte Dohnanyi-Kommission unter der Leitung des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Klaus von Dohnanyi (SPD) im Auftrag des Hamburger Senats massive Veränderungen an Hochschulstruktur und -verwaltung vor.

Als Folge der von dieser Kommission erarbeiteten Empfehlungen wurde am 1. April 2005 die Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) gegen den Willen der beiden beteiligten Universitäten per Gesetz zu einem Teil der Universität Hamburg gemacht. Die bisherigen 17 Fachbereiche und die HWP wurden zu sechs Fakultäten zusammengefasst.

Am 28. Juni 2006 hat die Hamburger Bürgerschaft mit dem Studienfinanzierungsgesetz allgemeine Studiengebühren an den Hamburger Hochschulen eingeführt, die ab dem Sommersemester 2007 erhoben werden.

Jüdische Vergangenheit des Universitätsviertels

Die Universität liegt geografisch im früheren und heutigen Zentrum der jüdischen Kultur Hamburgs, dem Stadtteil Grindel im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel. Am Rande des heutigen Campus' der Universität stand bis 1939 die während der Reichspogromnacht zerstörte Bornplatz-Synagoge.

Auf dem früheren Standort der Bornplatz-Synagoge wurde 1988 zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht mit Granitsteinen das frühere Deckengewölbe der Synagoge im Originalmaßstab im Boden nachgebildet. Der von Margit Kahl gemeinsam mit Bernhard Hirche gestaltete Platz bekam den Namen des letzten Hamburger Oberrabbiners vor dem Kriege Joseph Carlebach, der 1941 mit seiner Gemeinde deportiert und 1942 umgebracht wurde.

2003, am 120. Geburtstag Carlebachs, stiftete die Universität Hamburg den Joseph-Carlebach-Preis, der seit dem Jahre 2004 alle 2 Jahre verliehen wird. Der Preis wird für herausragende wissenschaftliche Beiträge aus dem Hamburger Raum zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur, an junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vergeben.

Am Institut für Germanistik der Universität kann auch die jiddische Sprache studiert werden.

Zur aktuellen politischen Situation

Siehe Politik in Hamburg – Hochschulpolitik

Forschung

Fakultäten

Seit dem Sommersemester 2005 sind folgende sechs Fakultäten, die sich in Fachbereiche und Departments unterteilen, an der Universität Hamburg untergebracht (zuvor waren diese in 18 Fachbereiche unterteilt):

Fakultät für Rechtswissenschaften

  • Rechtswissenschaften

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

  • Department Wirtschaftswissenschaften
  • Department Sozialwissenschaften
  • Department Wirtschaft und Politik

Fakultät für Medizin

  • Medizin

Fakultät für Erziehungswissenschaften, Psychologie und Bewegungswissenschaften

  • Fachbereich Erziehungswissenschaften
  • Fachbereich Psychologie
  • Fachbereich Bewegungswissenschaften

Fakultät für Geisteswissenschaften

  • Fachbereich Evangelische Theologie
  • Departments Sprache, Literatur, Medien
  • Departments Philosophie und Geschichtswissenschaft
  • Departments Kulturgeschichte und Kulturkunde
  • Asien-Afrika-Institut

Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften

  • Department Biologie
  • Department Chemie
  • Department Geowissenschaften
  • Department Informatik
  • Department Mathematik
  • Department Physik
  • Zentrum für Bioninformatik (ZBH)

Institutionen

Neben den Angeboten der Fakultäten und Departments gibt es an der Universität sechs Sonderforschungsbereiche, von denen fünf von der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, einer von der Fakultät für Medizin und einer von der Fakultät für Geisteswissenschaften gertagen werden. Darüber hinaus gibt es je 6 DFG-Forschergruppen und Graduiertenkollegs, zwei Max Planck International Research Schools, 13 Nachwuchsgruppen (Emmy-Noether-Programm, BMBF, etc.) sowie viele große Forschungsprojekte, die von EU, BMBF, DFG, Volkswagen Stiftung und anderen forschungsfördernden Institutionen finanziert werden. Insgesamt wirbt die Universität Hamburg jährlich ca. 85 Mio. Euro an Drittmitteln ein.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurden in der ersten Ausschreibungsrunde zwei Konzepte für die Förderlinie Exzellenzcluster zu Vollanträgen ausgearbeitet. Dabei handelt es sich mit "Light and Matter" sowie "Atomically Tailored Materials and Quantum Nanoprobes" jeweils um Anträge aus dem Umfeld der Physik. Einen Antrag in der 3. Förderlinie (sog. "Elite-Universität") hat die Universität Hamburg in der ersten Antragrunde nicht gestellt. In der zweiten Ausschreibungsrunde wurde die Universität Hamburg aufgefordert, einen Vollantrag für ein Exzellenzcluster "Integrated Climate System Analysis and Prediction (CliSAP)" zu stellen.

Außerdem betreut die Universität sechs Schausammlungen und einen Botanischen Garten in Hamburg-Klein Flottbek.

Bedeutende wissenschaftliche Persönlichkeiten der Universität und ihrer Vorgänger

Joachim Jungius Naturwissenschaften1587-1657Logica Hamburgensis
Johann Georg Büsch Wirtschaftswissenschaften1728-1800
Leo Raape Zivilrecht1878-1964
Otto Stern Physiker1888-1969Physik-Nobelpreisträger 1943
Wolfgang Pauli Physik1900-1958Physik-Nobelpreisträger 1945
Wolfgang Paul Physik1913-1993Physik-Nobelpreisträger 1989
J. Hans D. Jensen Physik1888-1969Physik-Nobelpreisträger 1963
Bernhard Nocht Medizin1857-1945
Aby Warburg Kunstgeschichte1866-1929
William Stern Psychologie1871-1938
Albrecht Mendelssohn-Bartholdy Geschichte und Politik
Ernst Cassirer Philosophie1874-1945
Agathe Lasch Germanistik1879-1942
Erwin Panofsky Kunstgeschichte1892-1968
Egmont Zechlin Geschichte und Journalismus 1896-1992 1947-1967 in Hamburg, Gründungsdirektor des Hans-Bredow-Institutes ab 1950
Fritz Fischer Geschichte1908-1999
Peter Drucker Betriebswirtschaft1909-2005
Karl Schiller Volkswirtschaft1911-1994
Helmut Schelsky Soziologie1912-1984
Carl Friedrich von Weizsäcker Physik, Philosophie1912-1957-1970 in Hamburg
Alfons Maria Jakob Medizin1919-1931 Entdecker der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
Kuno Lorenz Philosophie1932-19891970-1974 in Hamburg
Eberhard Schorsch Sexualwissenschaft1935-1999
Hans Peter Bull Verwaltungsrecht1936-1973-2005 in Hamburg (mit Unterbrechungen)
Wolfgang Hoffmann-RiemRechtswissenschaft1940-1974-1999 in Hamburg
Friedemann Schulz von Thun Psychologie & Kommunikationswissenschaften 1975 -
Peter Reichel (Politologe) Politologe 1942-1983 - 2007 in Hamburg

Bibliotheken

Neben der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky gibt es noch 65 weitere Bibliotheken an den Fachbereichen und weiteren Einrichtungen. Eine der größten ist die Rechtsbibliothek, die 2005 fertiggestellt wurde und sich über 5 Etagen erstreckt. Sie wurde an das alte Rechtshaus angegliedert und stellt mit ihrer grün-gelben Glasfassade einen Blickfang an der Rothembaumchaussee dar.

Kooperationen und Mitgliedschaften

Die Universität Hamburg ist Mitglied in sechs Forschungs-Vereinigungen, 19 weitere Einrichtungen unterhalten Vertretungen an der Uni.

Lehre

Seit Mai 2005 gliedert sich die Universität in 6 Fakultäten und sieben senatsunmittelbare Einrichtungen. Die Fakultäten gliedern sich in Fachbereiche bzw. Departments (Siehe Punkt 1.5.1). Größter Einzelfachbereich ist die Medizin mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Der ganz überwiegende Teil der Studiengänge an der Universität Hamburg wird in den Jahren 2005-2007 auf das Bachelor-/Master-System umgestellt. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Umstellung der Lehramtstudiengänge dar, die sämtlich zum Wintersemester 2007 unmgestellt werden. Zudem gibt es zahlreiche Aufbaustudiengänge und berufsbezogene Weiterbildungsstudiengänge.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, an sechs Graduiertenkollegs ein forschungsorientiertes Promotionsstudium aufzunehmen.

Bildung

Ein „Allgemeines Vorlesungswesen“, das sowohl eigene Veranstaltungen durchführt als auch geeignete universitäre Lehrveranstaltungen zusammenfasst, steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Universitätsleben

Campus

Die Liegenschaften der Uni Hamburg sind über das gesamte Stadtgebiet verstreut. Das Hauptgebäude mit den Flügelbauten steht am Bahnhof Dammtor unweit des Hauptcampus (Von-Melle-Park) mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, dem Audimax sowie einigen weiteren Lehrgebäuden. Auf der anderen Seite der Grindelallee sind weitere Lehrgebäude um den Martin-Luther-King-Platz gruppiert. Den Abschluss im Westen bildet das Geomatikum nahe dem U-Bahnhof Schlump. Das Department Physik ist auf die Standorte Jungiusstr., Bergedorf (Hamburger Sternwarte) Bahrenfeld (DESY und weitere Einrichtungen) verteilt. Die Biologie unterhält Standorte in Klein Flottbek (Botanischer Garten) und am Martin-Luther-King-Platz. Die Informatik wurde 1991 nach Stellingen verlegt. Die medizinische Fakultät befindet sich im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Mensen

Auf dem Campus gibt es drei Mensen, die Philosophenturm-Mensa, die Campusmensa im "Wiwi-Bunker" und die Stundentenwerkmensa, welches die größte der drei ist. Jene wird aktuell umgebaut, um dort einen Kindergarten für Studentenkinder einzurichten.

Sonstiges

Universitätsnahe Institutionen

Bild:Hh-unibibliothek.jpg
Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Teile der Universitätsbibliothek sind in dem ehemaligem Schulgebäude des Wilhelm Gymnasiums untergebracht.

Quellen

  1. Übergabe des Hauptgebäudes von Siemers an Max Predöhl

siehe auch

Weblinks

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Koordinaten: 53° 34' 1" N, 9° 59' 2" O

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