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United States Army Criminal Investigation Command

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CIC Abzeichen

Das United States Army Criminal Investigation Command (CIC) ist die Militärstrafverfolgungsbehörde der US Army, der die Criminal Investigation Divisions (CID) unterstehen. Dies ist möglich, da in den USA Soldaten einem besonderen Militärgesetz, dem Uniform Code of Military Justice (UCMJ), unterliegen. Das CIC ist ein Hauptkommando der US Army.

Inhaltsverzeichnis

Auftrag

CID-Marke
CID-Marke

Das US Army Criminal Investigation Command, die Kommandoebene der Criminal Investigation Divisions, wurde als Hauptkommando der US Army konzipiert, um auf allen Ebenen unabhängig ermitteln zu können. CID Agenten ermitteln alle Fakten eines Falls, bringen sie in eine logische Struktur und übergeben sie dann dem Kommandeur der Einheit, in der ermittelt wurde, oder direkt einem US-Staatsanwalt. Der Kommandeur entscheidet dann, als Disziplinarvorgesetzter, wie weiter mit dem Fall verfahren wird und empfiehlt gegebenenfalls die Überstellung an ein Militärgericht bzw. an das Judge Advocate General's Corps der US Army.

Der Kommandeur des CIC untersteht direkt dem Chief of Staff of the Army und dem „Armeeminister“ (Secretary of the Army, bedingt durch die spezielle amerikanische Regierungsstruktur kein Minister im deutschen Sinne, sondern eher mit einem Staatssekretär vergleichbar). Dies bedeutet, dass die Agenten bzw. Ermittler der CIDs den Status als Bundesagenten haben und daher in Fachfragen außerhalb der Befehlshierarchie der US Army stehen. Diese Voraussetzungen gewährleisten eine Autonomie, die nötig ist, um bei Kriminaldelikten ermitteln zu können.

Die Hauptermittlungsfelder der CIDs sind Morde, Sexualdelikte, Drogenkriminalität, bewaffnete Überfälle, Computerstraftaten und Kriegsverbrechen. CID-Agenten unterstützen auch die Anti-Terrorermittlungen mit z.B. straftatrelevanten Informationen für die Nachrichtendienste. Sie sind ebenso eingesetzt für den Schutz von Einsatzkräften und Basen, für forensische Laborarbeit und den Schutz der Führung der US Army.

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Tatortarbeit durch Beamte das CIC

Geschichte

Heute

Unabhängig von der Art der Straftaten, die von den CIDs ermittelt werden, seien es Drogen- oder Beschaffungskriminaliät oder Gewaltstraftaten, ist der Standard der Ermittlungen derselbe wie der anderer Strafverfolgungsbehörden des Bundes.

Das Hauptquartier des CIC ist in Fort Belvoir (Virginia). Im Jahre 2003 am 29. Oktober wurde nach 29 Jahren die Position des Provost Marshal General (dt. etwa Leitender Polizeichefgeneral) wiederbesetzt. Den Posten übernahm Donald J. Ryder, der während des Irak-Krieges 2003 auch im Abu-Ghuraib-Folterskandal ermittelte.

Derzeitiger Kommandierender General des CIC und Provost Marshal General ist seit dem 14. Juli 2006 Brigadier General Rodney L. Johnson. Ihm unterstehen weltweit ca. 2.000 Soldaten und zivile Angestellte und ca. 900 Spezial Agenten. Diese Spezial Agenten sind entweder Unteroffiziere oder zumeist Warrant Officer.

Entstehung

Während des Amerikanischen Bürgerkriegs verabschiedete der US-Kongress den enrollment act, welcher eine Art Wehrpflicht einführte, um die Unionsarmee der Nordstaaten mit genügend Wehrpflichtigen zu versorgen. Weil dieses Gesetz zu Aufständen und Protesten führte, entschied der US-Kriegsminister Edwin M. Stanton, dass eine Polizeitruppe erforderlich wurde, um das neue Gesetz durchzusetzen. Daher wurde im März 1863 das Provost Marshal General's Bureau (dt. etwa: Büro des Leitenden Polizeichefgenerals) gegründet. Dieses war zuständig für die Durchsetzung des Wehrpflichtgesetzes und um Deserteure zu verhaften.

Während des Krieges wurden Ermittlungen von Kriminaldelikten in der Army, wie Diebstahl der Soldkasse oder Mord, von privaten Ermittlungsagenturen, wie der Pinkerton Detective Agency, durchgeführt. Major Allan Pinkerton wurde dann von Major General George McClellan bevollmächtigt, die erste Criminal Investigation Division aufzubauen.

Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg blieb das Provost Marshal General's Bureau bis zum Einmarsch US-amerikanischer Truppen in Frankreich (1917) während des Ersten Weltkriegs, größtenteils unverändert erhalten.

Als die Zahl der US-amerikanischen Soldaten in Frankreich stieg, wurde auch eine höhere Anzahl von Polizeikräften notwendig. Im Oktober 1917 wurde das Military Police Corps (MP Corps) geschaffen. Aus diesem Korps entstand die heutige Militärpolizei. Obwohl das MP Corps, mit seinen uniformierten Poizeikräften während des Ersten Weltkriegs, seiner Rolle gerecht wurde, stieg die Verbrechensrate dennoch an, daher wurde eine Abteilung für Ermittlungsarbeiten benötigt.

Im November 1918 befahl General John Pershing, dass der Provost Marshal General der US-amerikanischen Invasionstruppen eine Criminal Investigation Division innerhalb des MP Corps aufstellen sollte, um Straftaten im US-amerikanisch besetzten Gebiet aufzudecken und zu verhindern. Der CID war ein Divisionskommandeur vorgesetzt, der als Berater des Provost Marshal General in administrativen und technischen Belangen fungierte. Das operative Kommando blieb jedoch bei den einzelnen Leitendenen Polizeidirektoren („provost marshals“). Es gab somit keine zentrale Kontrolle der Ermittlungsanstrengungen innerhalb der CID. Die einzelnen Ermittler waren schlecht ausgebildet und unerfahren, denn sie wurden aus den Reihen des jeweiligen Militärpoizeikommandos rekrutiert. In dieser Phase war die CID für die Ermittlung von Straftaten von Soldaten der US-Streitkräfte und Straftaten von anderen auf die Alliierten Streitkräfte verantwortlich.

Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde das Personal der US Army stark reduziert, daher wurde auch eine Ermittlungsbehörde nicht mehr gebraucht.

Nach dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 veränderte sich die US Army rapide zu einer Streitkraft in Millionengröße. Da die US Army eine eigene Gesellschaft war und diese nun stark anwuchs, war auch wieder die Notwendigkeit für eine Art von Strafverfolgungsbehörde gegeben.

1942 wurde die Ermittlung von Straftaten, die von Militärangehörigen begangen wurden, als Aufgabe des Kommandeurs der jeweiligen Einheit in Form der Militärpolizeieinheiten angesehen. Daher war der Kommandeur der entsprechenden Einheit dafür verantwortlich, dass bei Straftaten Ermittlungen angestrengt wurden. Als die US Army aber immer größer wurden, stieg auch die Verbrechensrate wieder an. Die Kommandeure hatten so weder das Personal noch die Mittel um adäquate Ermittlungen durchzuführen. Daher wurde das Büro des Provost Marshal General im Dezember 1943 ermächtigt die beaufsichtigende Stabsstelle für alle Straftatermittlungen zu sein. Ein Jahr später, im Januar 1944, wurde die Criminal Investigation Division of The Provost Marshal General's Office gegründet. Sie war verantwortlich für alle Straftatermittlungen, die Koordination von Ermittlungen zwischen einzelnen Kommandos und die Ausarbeitung von Protokollen und Richtlinien für die Ermittler.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die CID ein Hauptkommando. Während der 1950er wurde das Ermittlungspersonal jedoch dezentralisiert und den einzelenen regionalen Kommandos zugeordnet. Während der Provost Marshal General also noch das Kommando über alle Straftatermittlungen hatte, wurden die Ermittler von niederer Ebene, nämlich von den einzelnen Kommandos der US Army, kommandiert.

Eine Studie des US-Verteidigungsministeriums namens „Project Security Shield“ von 1964 ergab jedoch, dass alle Ermittlungsanstrengungen zentralisiert werden mussten, um effizienter und weltweit zu funktionieren.

1965 unternahm die US Army erste Schritte in Richtung Zentralisierung der CID-Elemente. Die einzelnen Kommandos wurden in CID-Brigaden (CID groups - hier ist eine Brigade/Gruppe gemeint, die aus sechs bis acht Bataillonen besteht) unterteilt, die dem regionalen US-Army-Kommando unterstanden. Im darauf folgenden Jahr wurde dieses Konzept auch bei den US-Truppen in Europa und dem Fernen Osten umgesetzt.

Dieses Brigadenkonzept löste jedoch die Probleme nicht vollständig. Und so wurde 1969 auf Befehl des Generalstabschefs der US Army die US Army Criminal Investigation Agency geschaffen und unter den direkten Befehl des Provost Marshal General gestellt. Dieses Kommando überwachte alle CID-Operationen. Die Agency hatte aber keine Befehlsgewalt, sondern war nur geschaffen worden um Vorschriften zu erarbeiten.

Im März 1971 befahl der US-Verteidigungsminister Melvin Laird dem Armeeminister eine CID-Kommandobehörde zu gründen. Daher wurde im September des gleichen Jahres das US Army Criminal Investigation Command (CIC) geschaffen und als Hauptkommando angesiedelt. Es wurde mit der Befehlsgewalt über alle Straftatermittlungen und CID-Ressourcen ausgestattet, so stellte man die zentrale Kontrolle und die Kommunikation mit den zivilen Regierungen anderer Länder sicher.

Struktur

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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