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Unison

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt den Begriff aus der Technik, welcher die Synchronisierung von Computerdateien beschreibt. Für das gleichnamige US-amerikanische Gebiet siehe Unison (Virginia).
Unison
Entwickler: Benjamin C. Pierce u. a.
Aktuelle Version: 2.13.16 (stable) 2.17.1 (beta)
(12.08.2005)
Betriebssystem: Linux/Unix, Windows, Mac OS X, …
Kategorie: Freie Software
Lizenz: GPL
Deutschsprachig: nein
Website: Unison Homepage

Unison ist ein Synchronisierungsprogramm für Unix/Linux, Windows, Mac OS X, Solaris und einige andere Betriebssysteme. Es eignet sich um Daten zwischen zwei Computern (oder zwei Verzeichnissen auf einem Computer) abzugleichen. Durch den Vergleich der Daten auf beiden Rechnern können Unterschiede gefunden werden und beide Computer auf den gleichen Stand gebracht werden.

Features

An beiden Datenbeständen können zwischen den Abgleichvorgängen Änderungen durchgeführt werden. Bei der nächsten Synchronisierung wird versucht, diese Änderungen auf den jeweils anderen Computer zu übertragen. Im Falle eines Konflikts (die gleiche Datei wurde in beiden Datenbeständen seit der letzten Synchronisation geändert) wird der Benutzer befragt, falls dieser die Synchronisation manuell angestoßen hat.

Unison kann Datenbestände plattformübergreifend abgleichen, d. h. die beiden beteiligten Computer können verschiedene Betriebssysteme verwenden, solange die gleiche Programmversion von Unison verwendet wird. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass es (u. a. auf Grund so genannter „Case conflicts“) zu Problemen kommen kann.

Unison ist sehr effizient in Bezug auf die zu übertragenden Daten, sodass es auch über langsame Rechnernetze verwendet werden kann. Dies wird durch die Verwendung des rsync-Algorithmus (entwickelt von Andrew Tridgell und Paul Mackerras) ermöglicht, der auch bei kleinen Änderungen in großen Dateien nur wenig Daten übertragen muss.

Beide Datenbestände sind zu jeder Zeit in einem konsistenten Zustand, auch wenn das Programm aus irgendeinem Grund abgebrochen wird.


Probleme

Eines der Hauptprobleme von Unison besonders im deutschsprachigen Raum ist die mangelhafte Unterstützung von Unicode bzw. UTF-8. Unison betrachtet Dateinamen und -inhalte als simple Byte-Folgen, und kann daher mit Umlauten und anderen (non-ASCII-) Sonderzeichen in Dateinamen nur dann umgehen, wenn die Kodierung des Quell- und des Zielsystems identisch ist, oder ein Programm dazwischen liegt, welches diese Umsetzung vornimmt (z.B. Samba). Das bedeutet zum Beispiel, dass eine Synchronisation zwischen Linux und Windows, oder Linux und Mac OS X nicht sauber funktioniert, da Unison nicht erkennen kann, dass z.B. "Müller.txt" und "MÃŒller.txt" ein und dieselbe Datei sind, und daher für alle Dateien mit Umlauten Dubletten erzeugt, einmal mit richtigem und einmal mit kaputtem Umlaut.

Besonders tragisch ist dies bei OS X, da OS X zwar von Haus aus UTF-8 unterstützt, allerdings in der "decomposed" Form, und nicht in der "composed" Form (unter OS X beispielsweise der Buchstabe é durch die zwei Zeichen "e" und "setze auf das vorige Zeichen ein '´'" repräsentiert, anstatt das UTF-8 Zeichen für é zu verwenden). Das führt dazu, dass trotz der Unterstützung von UTF-8 unter Linux und OS X eine Synchronisation zwischen beiden Systemen nur mit Hilfe von "Zwischenübersetzern" wie z.B. Samba möglich ist, und dies ist um Größenordnungen langsamer als eine direkte Synchronisation über SSH.

Ein weiteres Problem ist, dass Unison gar nicht bzw. nur sehr schleppend weiterentwickelt wird und sich offensichtlich wenig Leute für die bestehenden Probleme genügend interessieren, um sie zu beheben. Das liegt vermutlich zumindest teilweise daran, dass Unison in einer eher weniger bekannten Programmiersprache (OCaml) geschrieben wurde.


Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Unison, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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