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Tscholent
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Tscholent (Jiddisch: טשאָלנט), auch Schalet oder Chamin genannt, bezeichnet eine Reihe von Gerichten der Jüdischen Küche, die sich dadurch auszeichnen, dass sie bei kleinstem Feuer über viele Stunden hinweg geschmort oder gedünstet werden.
Die Entstehung dieser Gerichte ist durch die jüdischen Sabbat-Gesetze bedingt. Diese untersagen es, am Sabbat ein Feuer zu entfachen, erlauben aber die Nutzung eines bereits entfachten Feuers.
Die Jüdische Küche kennt daher eine Vielzahl von Gerichten, die vom späten Freitag Nachmittag bis Sabbat Mittag vor sich hinschmoren können. Es gibt sehr viele Tscholent-Variationen aus Fleisch, Getreide und Gemüsen sowie einer Kombination von Mehlklößen und Dörrobst. Die verbreitetste Variante der Aschkenasim enthält vor allem Bohnen, Gerste und Zwiebeln sowie Rind- oder Lammfleisch.
Heinrich Heine besingt das Tscholent in seinem Gedicht „Prinzessin Sabbat“ (1905).
Weblinks
- Cholent (Chabad)
- Heinrich Heine: Prinzessin Sabbat (textlog.de)
