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Trolley-Problem

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Bei dem Trolley-Problem handelt es sich um ein moralisches Dilemma aus der Ethik. Der Name leitet sich vom englischen Trolley ab, zu deutsch etwa Transportwagen oder Güterlore.

Das philosophische Problem wird oft durch einen Vergleich beschrieben: Gegeben sei ein Trolley, der auf einem Gleis auf eine Weiche zufährt, an der sich die Schienen in zwei Richtungen teilen. Auf dem einen Gleis hinter der Weiche sitzen fünf Personen, die in die Natur schauen und den Wagen nicht bemerken. Auf dem anderen Gleis sitzt nur ein Mensch, der von der drohenden Gefahr ebenfalls keine Notiz nimmt. Das heranrollende Gefährt wird als lebensbedrohlich angenommen. Es existiert nun ein Beobachter, der die gesamte Szene wahrnimmt, dessen einzige Handlungsmöglichkeit aber darin besteht, die Weiche zu stellen und somit entweder den Tod einer Person zugunsten der fünf anderen oder aber den Tod der fünf zugunsten des einen in Kauf nehmen muss. In einer solchen Situation entscheiden sich die meisten Probanden für den Tod des einzelnen Menschen zugunsten der Gruppe.

Die problematische Situation wird nun variiert, was zu Veränderungen der Entscheidungen der Probanden führt. So wird beispielsweise ein Szenario vorgelegt, in dem wiederum ein Wagen auf fünf Personen zurollt, aber ohne eine vorgeschaltete Weiche. Stattdessen befindet sich der Beobachter zusammen mit einer weiteren Person auf einer Brücke zwischen Wagen und Gruppe. Er hat nun die Option, den Menschen, der mit ihm auf der Brücke steht, von dieser auf die Gleise zu stürzen, um damit den Wagen aufzuhalten und die Gruppe dadurch zu retten. Es liegt also im Prinzip wieder die Entscheidung zwischen dem Retten von einem oder fünf Menschenleben vor. Dennoch entscheidet sich hier die überwiegende Zahl der Probanden für den Tod der Gruppe.

In weiteren Abwandlungen des Szenarios kann die Entscheidungsfindung zusätzlich verkompliziert werden, indem die einzelne Person oder Personen aus der Gruppe persönliche Beziehungen zum Beobachter haben, beispielsweise Eltern oder Kinder derselben sind.

Die Antworten hängen für gewöhnlich von Geschlecht, Alter und Herkunft der Befragten und auch der Reihenfolge der Fragen ab.

Das Problem wurde verschiedentlich Gruppen von Probanden zur Entscheidung vorgelegt, deren Gehirne mitunter, während sie die Entscheidung trafen, mit technischen Mitteln wie MRT beobachtet wurden, womit das Thema den rein philosophischen Diskurs verlässt und auch für medizinische Bereiche wie die Neurobiologie interessant wird.

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