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Trimethylaluminium

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Strukturformel
Bild:TMA.gif
Allgemeines
Name Trimethylaluminium
Andere Namen -
Summenformel C3H9Al (Dimeres C6H18Al2)
CAS-Nummer 75-24-1
Kurzbeschreibung Pyrophore, farblose Flüssigkeit.
Eigenschaften
Molmasse 72,08 g/mol (Dimeres 144,18 g/mol)
Aggregatzustand Flüssig
Dichte 0,752 kg/m³
Schmelzpunkt 15,4 °C
Siedepunkt 125 °C
Dampfdruck -
Löslichkeit Löslich in Toluen, Hexan
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard F.svg
F+
Hochent-
zündlich
Bild:Hazard N.svg
N
Umwelt-
gefährlich
R- und S-Sätze R: 11-14/15-34-50/53-65-67

S: 16-24/25-36/37/39-43A-45-61-6A

MAK -
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Trimethylaluminium, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Trimethylaluminium (TMA) ist eine pyrophore farblose Flüssigkeit und gehört zu den Aluminiumalkylen. TMA hat einen relativ tiefen Siedepunkt von 127 °C und einen sehr hohen Dampfdruck (An der Luft ist weißer Rauch sichtbar). Die Flüssigkeit geht an der Luft spontan in Flammen auf und reagiert explosionsartig mit Wasser. Darum muss diese Verbindung unter Argon oder Stickstoff gelagert und gehandhabt werden. Als Reagenz wird oft die Lösung in Toluen, Hexan oder Heptan verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

TMA kommt in der Natur nicht vor.

Eigenschaften

Chemische Eigenschaften

Wenn das Aluminium-Atom mit drei Methylgruppen eine Bindung eingeht, ist es von sechs Elektronen umgeben. Gemäß der Oktettregel müsste Aluminium aber von acht Elektronen umgeben sein. Daher existiert TMA als Dimeres, indem sich zwei Moleküle zwei Methylgruppen teilen. Man kann dies mit dem Diboran-Molekül vergleichen: Die Aluminium-Atome würde den Bor-Atomen entsprechen, während die Methylgruppen einzelne Wasserstoff-Atome darstellen. Wie beim Diboran bilden die "geteilten" Methylgruppen eine Brücke zwischen den Aluminiumatomen, wobei jede Methylgruppe jeweils zwei Elektronen zur Verfügung stellt. Dies ist die so genannte 2-Elektronen-3-Zentren-Bindung. </br> Obwohl die Kohlenstoff-Atome der brückenbildenden Methylgruppen jeweils von fünf Nachbaren umgeben sind, haben sie nur acht Elektronen auf der äußersten Schale. Diese Situation verursacht ein Elektronendefizit, welches TMA äußerst reaktiv macht. TMA ist eine Lewis-Säure und reagiert mit einer Vielzahl von Substanzen. Es tauscht sehr rasch Methylgruppen gegen andere Gruppen oder Atome (beispielsweise Halogene) aus, welche mehr Elektronen enthalten. Diese Eigenschaft macht TMA zu einem hervorragenden Methylierungsmittel.

Verwendung

TMA wird sehr oft für die Herstellung von Methylaluminiumoxan (Ein Cokatalysator), als Aktivator und Methylierungsmittel verwendet. Es findet außerdem Anwendung in der Halbleiter-Industrie. Aus TMA wird auch das Tebbe-Reagenz hergestellt, welches bei der Methylenierung von Estern und Ketonen zum Einsatz kommt.


Biologische Bedeutung

Diese Verbindung hat keine biologische Bedeutung.

Sicherheitshinweise

TMA ist stark ätzend. Die Verbindung entzündet sich an der Luft spontan und reagiert explosionsartig mit Wasser. Daher muss stets in einer trockenen Schutzgasatmosphäre gearbeitet werden.

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