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Trendsport

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Trendsport ist eine Bezeichnung für neue Sportarten, die sich von traditionellen Sportarten abgrenzen lassen und nicht als Breitensport einzuordnen sind. Eine exakte Definition dieses Begriffs gibt es nicht, eine begriffliche Abgrenzung zu Funsport und Extremsport ist schwierig. Der Sportwissenschaftler Jürgen Schwier verwendet den Begriff Trendsport „zur Kennzeichnung jener Veränderungstendenzen des Sports, die (explizit oder implizit) mit bewegungskultureller Erneuerung und Innovation einhergehen. (...) Trends im Feld des Sports sind ferner dadurch gekennzeichnet, dass sie unsere eingewöhnten Sportvorstellungen überschreiten und zuvor unbekannte oder vernachlässigte Auslegungen des menschlichen Sich-Bewegens in unseren Horizont rücken.“[1] Nach seinem Verständnis lässt sich Trendsport unterteilen in die drei Bereiche Fitnessaktivitäten, Funsport und Risikosport.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Nach Schwier ist ein wesentliches Merkmal von Trendsportarten, dass sie nicht nur eine Bedeutung als Sportaktivität haben, sondern „kulturelle Ausdrucksformen, deren Code von Außenstehenden nicht vollständig zu dechiffrieren ist“[1] darstellen. Im Rahmen eines Trendsports entwickele sich eine dazugehörige Szene inklusive spezieller Kleidung, Markenprodukten und eigenem Vokabular.

Ein weiteres Merkmal sei das hohe Tempo, in dem Bewegungen im Trendsport ausgeführt werden. „Im Vergleich zu traditionellen Sportdisziplinen sind viele Trendsportarten geradezu hyperaktiv“[1]. Außerdem konstatiert er einen „Trend zur Extremisierung“. Dieser Trend werde durch die Entwicklung ständig neuer Sportgeräte gefördert. Veranstaltungen, bei denen es um eine Trendsportart geht, werden häufig in Form eines Happenings inszeniert. „Im Bereich des Inline-Skating, des Streetball, des Snowboarding, des Wind- und Kitesurfens, des Beach-Volleyball oder des Street-Soccer ist der Event schon heute der dominierende und von Sponsoren bevorzugte Veranstaltungstyp.“[1]

Trendsportarten sind oft zeitlich limitiert wie im Prinzip jeder Trend. So erlebte das „Stunt-Skating“ oder „Street-Skating“ in den 1990er Jahren einen Boom. 1996 wurden so viele Inline-Skates verkauft wie Kfz zugelassen wurden (ca. 4 Mio). Inline-Skating konnte seine Popularität jedoch nicht auf dem hohen Niveau halten.

Quellen

  1. . a b c d Jürgen Schwier: Trendsport

Siehe auch

Literatur

  • Janek Siehr: Das Phänomen Trendsport - Theoretische Modelle und Implikationen für die adidas-Salomon AG. Diplomarbeit, Universität Bayreuth, 1999.
Wikipedia
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