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Transponierendes Musikinstrument
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Transponierende Musikinstrumente sind Musikinstrumente, deren Notation üblicherweise nicht in der wirklichen Tonhöhe erfolgt. Dies ist eine Frage der Konvention; auf materieller Ebene unterscheiden sich transponierende Instrumente in keiner Weise von nicht-transponierenden (siehe z. B. unten bei Kuhlo-Notation).
Oktavierung wird bei extrem hoch oder tief liegenden Instrumenten verwendet, um im Notensystem die normalen Schlüssel (meist Violin- oder Bassschlüssel) ohne zu viele Hilfslinien verwenden zu können.
Bei Transposition um andere Intervalle (meist bei Blasinstrumenten) ist der Zweck die Erleichterung für den Musiker, der abwechselnd Instrumente gleichen Typs, aber verschiedener Stimmung zu spielen hat. Dies ist nötig z. B. bei Instrumenten, die nicht jeden Ton innerhalb ihres Tonumfangs erzeugen können. So konnten z. B. früher Instrumente wie Trompete, Horn (Naturhorn) ohne Ventile oder Klappen (Klappentrompete) nur Naturtöne zu ihrem Grundton hervorbringen (vgl. noch heute Fanfare oder Alphorn), so dass je nach Komposition z. B. Trompeten in D oder C oder anderer Stimmung gebraucht wurden. Auch heutige Ventiltrompeten, Klarinetten u.a. werden in verschiedenen Stimmungen gebaut, müssen aber vom selben Musiker gespielt werden. In diesen Fällen wird meist (aber nicht notwendigerweise) die jeweilige Grundtonleiter des Instruments als C-Dur und alle anderen Töne entsprechend verschoben notiert.
Bei Verwendung so transponierter Noten entspricht das gleiche Notenbild stets dem gleichen Griff auf dem Instrument. Die Angabe wie z. B. "Trompete in B" auf dem Notenblatt lässt erkennen, um welches Intervall, gemessen an C, die Notation vom gewünschten Klang abweicht.
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Oktavierende Instrumente
- 1 Oktave höher klingend als notiert: Piccoloflöte, Sopranblockflöte, Glockenspiel, alle notiert im Violinschlüssel; Bassblockflöte, notiert im Bassschlüssel; Celesta, notiert in Violin- und Bassschlüssel (wie Klavier).
- 1 Oktave tiefer klingend als notiert: Gitarre, Heckelphon, notiert im Violinschlüssel; Kontrabass und Kontrafagott, notiert im Bassschlüssel.
Eine Oktavierung wird gelegentlich durch eine 8 über oder unter dem Notenschlüssel angegeben.
(Im engeren Sinn) transponierende Instrumente
nach oben:
- Klarinette in Es, klingt eine kleine Terz höher als notiert
- Trompete in D, klingt eine große Sekunde höher als notiert
nach unten:
- Klarinette in B, Trompete in B, Sopransaxophon in B, klingt eine große Sekunde tiefer als notiert
- Klarinette in A, Oboe d'amore, klingt eine kleine Terz tiefer als notiert
- Hörner werden meist "in F" notiert, d. h. sie klingen eine reine Quinte tiefer als notiert, es gibt aber auch andere Notationen. Hörner transponieren immer nach unten.
- Altsaxophon in Es klingt eine große Sexte tiefer als notiert
- Tenorsaxophon in B (tief), klingt eine große None tiefer als notiert
- Baritonsaxophon in Es (tief), klingt eine große Tredezime tiefer als notiert
- Englischhorn klingt eine Quinte tiefer als notiert
Darüberhinaus wurden in der Wiener Klassik meistens auch die Pauken transponierend notiert. Da das übliche Paukenpaar auf den Grundton und die Quinte gestimmt waren, benutzte man in der Notation nur die Töne C und G, die Anweisung zur entsprechenden Stimmung findet sich zu Beginn des Parts.
Kuhlo-Notation
Eine besondere Ausnahme gilt für die Blechbläser in den kirchlichen Posaunenchören, deren Literatur sich seit der Gründung durch Johannes Kuhlo durchgehend in klingender, d.h. nicht transponierter C-Notation gehalten hat. Die Bläser verwenden dabei jedoch in B, F oder Es gestimmte Blechblasinstrumente und haben die Ventilkombination von Anfang an entsprechend gelernt.
In der Hand eines Posaunenchorbläsers ist die B-Trompete (usw.) also ein nicht transponierendes Instrument, obwohl sie sich in nichts von der B-Trompete eines Orchesterbläsers unterscheidet.
Siehe auch
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