Transferwissenschaft
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Die Transferwissenschaft ist 1999 bei einer Tagung in Göttingen unter Federführung von Gerd Antos und Sigurd Wichter entstanden. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die sozialen, medialen und vor allem linguistischen Formen des Wissenstransfers und insbesondere der Wissenskommunikation transdisziplinär zu erforschern und zu verbessern. Die Frage, wie man sich ausdrücken muss, um Wissen besser zu transferieren, kann innerhalb der Linguistik einer Reihe von Teilbereichen zugeordnet werden: der Onomasiologie, der Translationswissenschaft und der Experten-Laien-Kommunikation.
Antos und Wichter haben eine eigene Buchreihe mit dem Titel Transferwissenschaften ins Leben gerufen und betreiben eine Internet-Plattform transferwissenschaften.de. Aus dem Bereich der Translationswissenschaft sind Arbeiten von Susanne Göpferich zu nennen, aus jenem der psychologisch orientierten Experten-Laien-Kommunikation jene von Rainer Bromme und seinen Mitarbeitern. Aus dem Bereich der Onomasiologie hat sich Joachim Grzega in letzter Zeit mit Fragen des Wissenstransfers beschäftigt.
Literatur
- Antos, Gerd / Wichter, Sigurd (2005), Wissenstransfer durch Sprache als gesellschaftliches Problem, [Transferwissenschaften 3], Frankfurt (Main): Peter Lang.
- Bromme, Rainer / Jucks, Regina / Rambow, Riklef (2003), “Wissenskommunikation über Fächergrenzen: Ein Trainingsprogramm”, Wirtschaftspsychologie 3/2003: 94-102.
- Bromme, Rainer / Jucks, Regina / Rambow, Riklef (2004), “Experten-Laien-Kommunikation im Wissensmanagement”, in: Reinmann, Gabi / Mandl, Heinz (eds.) (2004), Psychologie des Wissensmanagements: Perspektiven, Theorien und Methoden, 114-126, Göttingen: Hogrefe.
- Göpferich, Susanne (2002), Textproduktion im Zeitalter der Globalisierung: Entwicklung einer Didaktik des Wissenstransfers, Tübingen: Stauffenburg.
- Grzega, Joachim (2005), “Socioeconomic Linguistics (or Linguistic Socioeconomics)—a New Field of European and Global Research and Teaching”, Journal for EuroLinguistiX 2: 65-164.
- Grzega, Joachim (2006), “Weltwirtschaftswachstum und Weltfrieden: Sprachwissenschaftliche Gedanken für Europäer und andere”, in: Grzega, Joachim, EuroLinguistischer Parcours: Kernwissen zur europäischen Sprachkultur, 275-295, Frankfurt (Main): IKO. ISBN 3-88939-796-4
- Grzega, Joachim (2006), “How Onomasiologists Can Help with Contributing to Wikipedia”, Onomasiology Online 7: 1-15.
- Wichter, Sigurd / Antos, Gerd (2001), Wissenstransfer zwischen Experten und Laien: Umriss einer Transferwissenschaft, [Transferwissenschaften 1], Frankfurt (Main): Peter Lang.
- Wichter, Sigurd / Stenschke, Oliver (2004), Theorie, Steuerung und Medien des Wissenstransfers, [Transferwissenschaften 2], Frankfurt (Main): Peter Lang.
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