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Transdanubien
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Als Transdanubien (lat. jenseits der Donau) werden bezeichnet:
- der rechts (westlich und südlich) der Donau gelegene Teil Ungarns, der die drei ungarischen Regionen West-, Mittel- und Südtransdanubien sowie die rechts der Donau gelegenen Teile des Komitats Pest umfasst. In den genannten Regionen liegen die neun Komitate Baranya, Fejér, Győr-Moson-Sopron, Komárom-Esztergom, Somogy, Tolna, Vas, Veszprém und Zala. Der ungarische Name lautet Dunántúl.
- im österreichischen Sprachgebrauch, aber nicht offiziell die links (nordöstlich) der Donau gelegenen Wiener Gemeindebezirke Floridsdorf und Donaustadt.
Der gegenteilige Begriff Cisdanubien (diesseits der Donau) wird hingegen seltener verwendet. Mit diesem Begriff werden bezeichnet:
- historisch die nördlich der Donau liegenden Teile des Königreichs Ungarn, also im Wesentlichen die heutige Slowakei
- die westlich der Donau liegenden Bezirke Wiens
Als Danubien wurde (hauptsächlich von den Türken) auch das 1864–1878 aus der osmanischen Großprovinz Vilayet Silistra gebildete Vilayet Tuna (türkisch für „Donau-Provinz“) bezeichnet. Der breite, noch osmanische Landstreifen südlich der Donau reichte vom serbischen Niš (Nisch) und über den flachen Norden Bulgariens bis zur rumänischen Dobrudscha.
Er umfasste also Südostserbien, fast die Hälfte Bulgariens (nördlich des Balkangebirges) von Widin bis Warna und die seit 1878 rumänische Norddobrudscha (südlich der Donaumündung). Das Vilayet Tuna wurde daher oft ungenau Vilayet Bulgarien genannt, sein Verwaltungszentrum war Silistra, die wichtigste osmanische Festung an der Donau und damals blühende Stadt im Nordosten Bulgariens.
