Trans-Asian Railway

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Die Trans-Asian Railway (abgekürzt TAR; deutsch: transasiatische Eisenbahn) ist ein Projekt der UN ESCAP zur Schaffung eines 80900 km langen Eisenbahnnetzes für Güterverkehr durch Asien und Europa.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Dieses Projekt wurde in den 1960er-Jahren mit dem Ziel gestartet, eine durchgehende 14000 km lange Eisenbahnverbindung zwischen Singapur und Istanbul (und weiteren Anschlüssen nach Europa und Afrika) zu erhalten. Da zu dieser Zeit der Schiffs- und Flugverkehr noch nicht so weit entwickelt war wie heute, versprach dieses Projekt eine deutliche Senkung der Transportzeiten und -kosten zwischen Europa und Asien. Der weitere Fortschritt des Projekts wurde jedoch in den folgenden Jahrzehnten durch verschiedene politische und wirtschaftliche Hürden behindert. Erst in den 1990er-Jahren, nach dem Ende des Kalten Krieges, stiegen die Aussichten auf Verwirklichung einer Eisenbahnverbindung durch den asiatischen Kontinent.

Ziele

Mit der TAR hofft man, den stark zunehmenden Güterverkehr zwischen den eurasiatischen Ländern auffangen zu können, und auch den Zugang zu Binnenländern wie Laos, Afghanistan, die Mongolei und die zentralasiatischen Republiken zu verbessern.

Planungen

Ein Großteil des Eisenbahnnetzes existiert bereits, allerdings gibt es noch mehrere entscheidende Lücken. Ein Problem sind dabei die unterschiedlichen Spurweiten in den verschiedenen Ländern: In Europa, der Türkei, Iran, China und Korea wird die 1435 mm-Normalspur verwendet, in Russland und den GUS-Staaten kommt die 1524 mm-Breitspur zum Einsatz, in Indien, Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka wird eine 1676 mm-Breitspur verwendet, und ein Großteil von Südostasien verwendet die Meterspur. Auf der TAR würde man dabei weitgehend auf das Umspuren verzichten, sondern mit Hilfe entsprechender Einrichtungen die Container auf andere Züge umladen.

Folgende vier Korridore wurden bis 2001 in die Planungen aufgenommen:

  • Der Südkorridor verläuft von Europa nach Südostasien über die Türkei, Iran, Pakistan, Indien, Bangladesch, Myanmar nach Thailand. Weitere Streckenäste führen nach Yunnan (China) und via Malaysia nach Singapur. Lücken gibt es dabei noch im Osten des Iran, zwischen Indien und Myanmar, zwischen Myanmar und Thailand, zwischen Thailand und Kambodscha, zwischen Kambodscha und Vietnam und zwischen Thailand und Yunnan. Die Spurweite ändert sich zwischen Iran und Pakistan, zwischen Indien und Myanmar und zwischen Thailand und China.
  • Ein südostasiatisches Netzwerk
Alle drei Routen vereinigen sich wieder in Teheran und führen zur iranischen Hafenstadt Bandar Abbas.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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