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Training (Sport)

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Training bezeichnet im Sport einen komplexen Handlungsprozess mit dem Ziel der planmäßigen und sachorientierten Einwirkung auf den sportlichen Leistungszustand und auf die Fähigkeit zur bestmöglichen Leistungspräsentation in Bewährungssituationen. Je nach Trainingsziel soll durch Training der Leistungszustand des Sportlers erhöht, erhalten oder auch reduziert (Abtrainieren) werden. Im Training kann sowohl selbst trainiert (als Sportler) werden als auch jemand trainiert (als Trainer) werden (vgl. RÖTHIG u.a. 1992, 519f.)

Inhaltsverzeichnis

Ziele, die mit dem Training verfolgt werden

Im Wesentlichen kann man die Trainingsziele unter den folgenden drei Aspekten einordnen:

  • Verhinderung von Bewegungsmangelerscheinungen bei
    • Personen, die sich im Beruf kaum bewegen,
    • Schülern,
    • Seniorinnen und Senioren;
  • Rehabilitation nach
  • Verbesserung und Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Körpers
    • bei Hobbysportlern
    • bei Leistungssportlern – dort gehört auch die planmäßige Rückführung der Leistung auf ein niedrigeres Niveau, beispielsweise zum Saisonende (sogenanntes „Abtraining“) zu den Zielen des Trainings.

Was wird trainiert?

Trainiert werden die konditionellen Fähigkeiten: Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit; sowie die koordinativen Fertigkeiten: Gleichgewicht, Differenzierung, Orientierung, Kopplung, Antizipation, Umstellungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit und Rhythmisierung.

Wie funktioniert Training?

Die Belastung (Trainingsreiz) führt zu einer Störung des biochemischen Gleichgewichts im Organismus (Homöostasestörung). Um künftigen Belastungen der gleichen Art besser gewappnet zu sein, reagiert der Körper darauf mit einer Anpassung, aus der ein höherer Funktionsstand resultiert. Beispiel hierfür ist die Superkompensation von Glykogenspeichern im beanspruchten Muskel nach Ausdauerbelastungen.

Um das Training richtig zu steuern, also ausreichende Belastungsreize für eine Anpassung zu setzen, den Organismus aber nicht zu überlasten, bedarf es der genauen Kenntnis der Belastung von einzelnen Trainingseinheiten bzw. ihrer Summe. Die Trainingsbelastung wird dabei von den so genannten Belastungsnormativen bestimmt.

Trainingsarten (Auswahl)

  • Allgemeine Athletik: Bspw. in Ausdauersportarten zur Verbesserung der allgemeinen Beweglichkeit und des Haltungsapparates
  • Ausdauertraining: Dient der Fähigkeit, Leistungsfähigkeit auf einem hohen Niveau über längere Zeit aufrechtzuerhalten durch Ökonomisierung des Stoffwechsels, Verbesserung der Verstoffwechselung und des Herz-Kreislaufsystems, Varianten: Grundlagenausdauer-Tr., Kraftausdauer-Tr., Schnelligkeitsausdauer-Tr.
  • Intermetierendes Training Kombination von Ausdauer- und Schnellkrafttraining.
  • Sportartspezifisches Techniktraining
  • Zirkeltraining: Mehrere Übungen werden hintereinander erledigt und wiederholt.
  • Differenzielles Training: Dabei werden motorische Fehler ausgeglichen.

Periodisierung des Trainings

Die Planung des Trainings erfolgt in der Regel für eine Wettkampfsaison und ist unterteilt in:

  • Makrozyklus: 1 Jahr oder 11 Monate, beispielsweise im Radsport vom 1. November bis 30. September (1 Monat Pause zur Regeneration)
  • Mesozyklus: Bestimmte Schwerpunkte/Trainingsmethoden werden im Zeitablauf so verteilt, daß sie annähernd einen Monat umfassen. In anderen Sportarten wird das Trainingsjahr in Zyklen unterteilt, die jeweils zwei bis vier Monate dauern.
  • Mikrozyklus: Umfasst einen Zeitraum von ca. einer Woche.

Siehe auch

Literatur

  • J. Weineck, Optimales Training, Spitta Verlag, Balingen 2003

Weblinks

Wikipedia
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