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Tractus
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Tractus ist der älteste psalmodische Sologesang der Messe, der zu den wechselnden Gesängen der Messe gehört und an Bußtagen (Karsamstag, Samstag vor Pfingsten, Quatember, …) an die Stelle des Hallelujas tritt. Der Tractus ist nicht mit einem Antiphon verbunden, sondern alle Verse des Psalms werden ohne Unterbrechung in einem Zug vorgetragen. Die Texte des Tractus umfassen Themen der Buße und Trauer, aber auch solche der Hoffnung, Zuversicht und Freude. Seine Melodien folgen der Psalmodie und stehen daher in Kirchentonarten.
Der Name „Tractus“ (griech. eirmós) könnte sich von der Einfachheit der sich wiederholenden Melodie herleiten; seit dem Mittelalter wird der Name auch als „gezogener Gesang“ (lat.: cantus tractus) gedeutet, weil er nicht von Versen durchbrochen wird.
Literatur
- Josef Andreas Jungmann: Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der Römischen Messe. nova & vetera, Bonn 2004 (Band I), 3-936741-13-1
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