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Toxaphen

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Strukturformel
Bild:Toxaphene.png
Allgemeines
Name Toxaphen
Andere Namen
  • Camphechlor
  • Chlorcamphen
  • Polychlorcamphen
  • Chloriertes Camphen
  • Chloriertes 2,2-Dimethyl-3-methylennorbornan
Summenformel C10H10Cl8 (Gemisch!)
CAS-Nummer 8001-35-2
Kurzbeschreibung gelber, wachsartiger Feststoff, schwacher Terpen-Geruch
Eigenschaften
Molmasse 413,8 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 1660 kg/m³
Schmelzpunkt 65-90 °C
Siedepunkt Zersetzung
Dampfdruck 53 Pa (25 °C)
Löslichkeit in Wasser ~3 mg/l, in Ethanol 120 g/l, in Hexan > 4500 g/l
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard N.svg
N
Umwelt-
gefährlich
R- und S-Sätze

R: 21-25-37/38-40-50/53
S: (1/2-)36/37-45-60-61

MAK 0,5 mg/m³
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
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Toxaphen ist ein Pestizid, das aus einer komplexen Mischung aus hauptsächlich mehrfachchlorierten Bornanen, mehrfachchlorierten Bornenen, Dihydrocamphenen und Camphenen besteht.

Geschichte

Es wurde erstmals 1945 von Hercules Inc. als Hercules 3956 in den Verkehr gebracht. Toxaphen war eines der weltweit am meisten verwendeten Insektizide, bis zu seinem Verbot durch die EPA 1982. Zwischen 1946 und 1993 wurden weltweit ungefähr 1.000.000 t an Toxaphen verbraucht. In der Bundesrepublik Deutschland wurde sein Einsatz in der Landwirtschaft bereits 1971 verboten.

Durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 wurde ein weltweites Verbot zur Herstellung, Verkauf und Anwendung von zwölf persistenten organischen Schadstoffen (POPs = persistent organic pollutants) ratifiziert. Zu diesem „dreckigen Dutzend“ gehört auch Toxaphen. Mit der Ratifizierung durch den 50. Beitrittsstaat am 17. Mai 2004 hat das Übereinkommen globale Rechtsgültigkeit erlangt.

Verwendung

Es wurde vor allem im Anbau von Baumwolle, Getreide, Früchten, Nüssen und Gemüse eingesetzt.

Biologische Bedeutung

Toxaphen gilt als erbgutverändernd, krebserzeugend und teratogen.

Wegen der hohen Flüchtigkeit wird Toxaphen über die Atmosphäre auch in abgelegene Gebiete transportiert und ist somit ubiquitär in der Umwelt vorhanden.

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