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Tokyo-Wan-Aqua-Line
Aus Kefk.
In der Röhre, 60 Meter unterhalb der Wasseroberfläche, verläuft die Nationalstraße 409 mit je zwei Fahrspuren in jede Richtung. Das Bauwerk verbindet die südlich von Tokio in der Präfektur Kanagawa gelegene Industrieregion Kawasaki mit Kisarazu in der Präfektur Chiba auf der Halbinsel Boso.
Durch den Bau der Tokyo Wan Aqualine wird die Fahrtzeit zwischen diesen beiden wichtigen Industrieregionen auf 15 Minuten bzw. auf eine Entfernung von 15,4 Kilometer verkürzt. Zuvor war die Strecke etwa 100 Kilometer lang, da man die gesamte Bucht von Tokio umfahren und dabei unweigerlich das Zentrum von Tokio durchqueren musste. Eine Überfahrt mit der Fähre dauert immerhin eine Stunde. Seit der Fertigstellung des Projekts hat sich die Verkehrsbelastung auf ausgewählten Routen durch Tokio verringert.
Die Erwartungen, welche an die Aqualine gestellt wurden, werden jedoch nicht ganz erfüllt. Weit weniger Fahrzeuge als ursprünglich gedacht benutzen die Abkürzung, was vor allem an den hohen Mautgebühren liegt. Damit ist die TBA symptomatisch für Jahrzehnte japanischer Regierungspolitik, die durch enorme Ausgaben für Infrastrukturprojekte Wirtschaftsförderung betrieben hat. Auf diese Weise entstanden gerade in der Region Tokio zahlreiche Tunnels, Brücken und Autobahnen, die von halbprivaten Regierungsfirmen unterhalten werden und deshalb mautpflichtig sind. Diese Betreibergesellschaften sind komplexe Kartelle aus ehemaligen Regierungsbeamten, die aus Gründen mangelnden Wettbewerbs überhöhte Gebühren verlangen können.
Seit Anfang 2006 beträgt die Maut 3.700 Yen (etwa 28 Euro).
Weblinks
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<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Tokyo-Wan-Aqua-Line – Bilder, Videos und/oder Audiodateien Koordinaten: 35° 27' 47" N, 139° 52' 31" O
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