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Titan(IV)-chlorid
Aus Kefk.
| Strukturformel | |||
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| Allgemeines | |||
| Name | Titantetrachlorid | ||
| Andere Namen | Titan(IV)-chlorid | ||
| Summenformel | TiCl4 | ||
| CAS-Nummer | 7550-45-0 | ||
| Kurzbeschreibung | ? | ||
| Eigenschaften | |||
| Molmasse | 189,71 g·mol-1 | ||
| Aggregatzustand | flüssig | ||
| Dichte | 1728 kg·m-3 | ||
| Schmelzpunkt | -24 °C | ||
| Siedepunkt | 136 °C | ||
| Dampfdruck | 1300 Pa (13 mbar) (20 °C) | ||
| Löslichkeit | |||
| Sicherheitshinweise | |||
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| R- und S-Sätze | R: 14-34-36/37 S: 7/8-26-45 | ||
| MAK | ? | ||
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Titan(IV)-chlorid (Titantetrachlorid) ist das Chlorid des Titans mit den meisten Chloratomen.
Inhaltsverzeichnis |
Herstellung
Titantetrachlorid wird durch Chlorierung von Titandioxid in Gegenwart von Kohle bei 700–1000 °C hergestellt. Es ist ein Zwischenprodukt des Kroll-Prozesses zur Herstellung von Titan.
Verwendung
Titantetrachlorid ist eine wichtige Lewissäure und wird in der Organischen Chemie in Knoevenagel-Reaktionen und der Mukaiyama-Michael-Reaktion verwendet. Es ist zudem Grundstoff für Katalysatoren und Ausgangsstoff für Organo-Titan-Verbindungen. Titantetrachlorid findet in Raucherzeugern für militärische Zwecke Verwendung (vergleiche: Nebelkampfstoff). Das Titantetrachlorid wird heute überwiegend im Chlorprozess durch Sauerstoff oder Luft zu Titandioxid oxidiert. Es wird auch in der nass-analytischen Chemie zum Nachweis von Peroxiden benutzt. Bei Peroxidanwesenheit verfärbt sich die Lösung gelblich bis orange.
Eigenschaften
Titantetrachlorid hydrolysiert mit Wasser in einer heftigen Reaktion zu Titandioxid (Rauch) und Chlorwasserstoff (korrosiv). Bereits bei Kontakt mit Luftfeuchtigkeit findet die Hydrolyse statt.
Wirkung im Körper
Besonders beim militärischen Einsatz als Nebelkampfstoff besteht die Gefahr des Einatmens des entstehenden Chlorwasserstoffes HCl. Dieses kann zu Reizungen oder sogar Verätzungen der Schleimhäute oder des Lungengewebes führen. Erste Symptome beim Einatmen sind Husten und Brustschmerzen. Dauern die Symptome länger als 20 Minuten, ist mit einem toxischen Lungenödem zu rechnen.
