Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Titan(IV)-chlorid

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/7/78/Titanium-tetrachloride-3D-vdW.png': No such file or directory.
Allgemeines
Name Titantetrachlorid
Andere Namen Titan(IV)-chlorid
Summenformel TiCl4
CAS-Nummer 7550-45-0
Kurzbeschreibung ?
Eigenschaften
Molmasse 189,71 g·mol-1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1728 kg·m-3
Schmelzpunkt -24 °C
Siedepunkt 136 °C
Dampfdruck 1300 Pa (13 mbar) (20 °C)
Löslichkeit
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: 14-34-36/37

S: 7/8-26-45

MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Titan%28IV%29-chlorid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Titan(IV)-chlorid (Titantetrachlorid) ist das Chlorid des Titans mit den meisten Chloratomen.

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Titantetrachlorid wird durch Chlorierung von Titandioxid in Gegenwart von Kohle bei 700–1000 °C hergestellt. Es ist ein Zwischenprodukt des Kroll-Prozesses zur Herstellung von Titan.

Verwendung

Titantetrachlorid ist eine wichtige Lewissäure und wird in der Organischen Chemie in Knoevenagel-Reaktionen und der Mukaiyama-Michael-Reaktion verwendet. Es ist zudem Grundstoff für Katalysatoren und Ausgangsstoff für Organo-Titan-Verbindungen. Titantetrachlorid findet in Raucherzeugern für militärische Zwecke Verwendung (vergleiche: Nebelkampfstoff). Das Titantetrachlorid wird heute überwiegend im Chlorprozess durch Sauerstoff oder Luft zu Titandioxid oxidiert. Es wird auch in der nass-analytischen Chemie zum Nachweis von Peroxiden benutzt. Bei Peroxidanwesenheit verfärbt sich die Lösung gelblich bis orange.

Eigenschaften

Titantetrachlorid hydrolysiert mit Wasser in einer heftigen Reaktion zu Titandioxid (Rauch) und Chlorwasserstoff (korrosiv). Bereits bei Kontakt mit Luftfeuchtigkeit findet die Hydrolyse statt.

Wirkung im Körper

Besonders beim militärischen Einsatz als Nebelkampfstoff besteht die Gefahr des Einatmens des entstehenden Chlorwasserstoffes HCl. Dieses kann zu Reizungen oder sogar Verätzungen der Schleimhäute oder des Lungengewebes führen. Erste Symptome beim Einatmen sind Husten und Brustschmerzen. Dauern die Symptome länger als 20 Minuten, ist mit einem toxischen Lungenödem zu rechnen.

Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen