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Tintenfraß
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Tintenfraß heißt die durch die getrocknete Schreibflüssigkeit (Tinte) entstehende Zersetzung des Beschreibstoffes (Papier).
Besonders bekannt ist der Tintenfraß durch Beschädigung der Notenblätter Johann Sebastian Bachs. Vom Tintenfraß geschädigte Papiere sind vor allem durch die ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. verbreitete Eisengallustinte entstanden, wie sie auch Bach benutzte.
Das Sulfat-Ion der Eisengallustinte reagiert dabei über Jahrhunderte mit den Luftinhaltsstoffen (vor allem Wasser), wobei Schwefelsäure entsteht, welches die Papierfasern angreift, das Papier damit an Festigkeit verliert und im schlimmsten Fall vollkommen zerbröselt.
Ein Restaurierungsverfahren ist das Papierspaltverfahren.
Weblinks
- Schimmel, Tintenfraß und Papierspaltereien
- H-Moll und Schmierpapier Artikel über Tintenfraß an den Noten von Johann Sebastian Bach.(Derzeit leider ohne Bilder)
