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Tim Berners-Lee

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Sir Timothy John Berners-Lee (* 8. Juni 1955 in London) ist ein britischer Informatiker und gilt als Begründer des World Wide Web.

Bild:First Web Server.jpg
Erster Webserver von
Tim Berners-Lee

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Ehrungen

Berners-Lee studierte an der Oxford University in England Physik und machte eine Ausbildung bei Plessey Telecommunications. Für seinen Beitrag zur Wissenschaft, den er durch die Erfindung des World Wide Web leistete, wurde er am 16. Juli 2004 durch Königin Elisabeth II. zum Knight Commander, Order of the British Empire (KBE), also zum Ritter geschlagen.

Berners-Lee und das World Wide Web

Ein Problem in CERN war, dass sich ein Teil der Laboratorien auf französischem Gebiet befanden, ein anderer Teil auf schweizerischem Gebiet. In den beiden Ländern herrschte eine unterschiedliche Netz-Infrastruktur, die den Austausch von Informationen erschwerte, wenn nicht unmöglich machte. 1989 schlug Berners-Lee seinem Arbeitgeber CERN (Europäisches Kernforschungslabor) ein Projekt vor, das auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte und den weltweiten Austausch sowie die Aktualisierung von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte. Er verwirklichte dieses Projekt und entwickelte dazu den ersten Browser WorldWideWeb und den ersten Webserver unter NeXTSTEP. Dies sollte den Ursprung des World Wide Webs darstellen.

Die erste Webpräsenz, die Berners-Lee erstellte (und damit die erste überhaupt), war http://info.cern.ch (die Seite existiert nicht mehr, es gibt aber eine Kopie). Sie erläuterte unter anderem

Ursprünglich war dies auch die erste einfache Suchmaschine, denn Berners-Lee betreute noch andere Webpräsenzen außer seiner eigenen.

Die Grundideen des World Wide Webs sind vergleichsweise einfach zu begreifen. Berners-Lee sah und verknüpfte sie jedoch in einer Weise, deren Möglichkeiten bis heute noch nicht vollständig ausgeschöpft sind.

Das wohl Wichtigste war aber, dass er seine Ideen und technischen Umsetzungen nicht patentierte, sondern frei weitergab. Auch auf die Maxime des World Wide Web Consortiums, nur patentfreie Standards zu verabschieden, hatte er starken Einfluss.

In seinem Buch Weaving the Web (deutsch: Der Web-Report, 1999) wird z. B. folgendes betont:

  • Das Web editieren zu können, ist genauso wichtig, wie durch das Web zu browsen (hierfür ist ein Wiki ein gutes Beispiel, siehe auch Writable Web).
  • Computer können genutzt werden, um im Hintergrund Aufgaben zu erledigen, damit wir in Gruppen besser zusammenarbeiten können
  • Jeder Bereich des Internets sollte eher eine Netzstruktur denn eine Baumstruktur haben. Erwähnenswerte Ausnahmen sind das Domain Name System und die Regeln für die Vergabe von Domainnamen durch die ICANN
  • Informatiker tragen nicht nur eine technische, sondern auch eine moralische Verantwortung.

Berners-Lees Vorstellung von der Zukunft des Internet ist das semantische Web.

Derzeit ist er Inhaber des 3Com Founders-Lehrstuhls am Laboratory for Computer Science des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Zudem steht er dem World Wide Web Consortium vor, einem offenen Forum für Unternehmen und Organisationen, das die weitere Entwicklung des WWW begleitet.

Auszeichnungen

Ausbildung

  • Bachelor of Arts with honors (BA Hons), Queens College, Oxford University, England, 1976

Ehrendoktorwürden

  • Doctor of Fine Arts (DFA hon.), Parsons School Design, New York City, 1996
  • Doctor of University (DU hon.), Essex University, 1998
  • Doctor of University (DU hon.), Southern Cross. University, 1998
  • Doctor of University (DU hon.), Open University, 2000
  • Doctor of Laws (DLaw hon.), Columbia University, 2001
  • Doctor of Science (DSc hon.), Southampton University, 1996
  • Doctor of Science (DSc hon.), Oxford University, 2001
  • Doctor of Science (DSc hon.), University Port Elizabeth, 2001

Literatur

  • Tim Berners-Lee, Mark Fischetti: Weaving the Web: The Original Design and Ultimate Destiny of the World Wide Web (dt. Titel: Der Web-Report. Der Schöpfer des World Wide Webs über das grenzenlose Potential des Internets. Aus dem Amerikanischen von Beate Majetschak. Econ, München 1999. ISBN 3-430-11468-3)

Weblinks


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