Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Thymiane

Aus Kefk.

(Weitergeleitet von Thymian)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thymiane
Systematik

Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Gattung: Thymiane
Wissenschaftlicher Name
Thymus
L.

Thymiane (von altgriechisch θύμος thýmos, lateinisch Thymus) sind eine Gattung der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Sie zählen zu den Heil- und Gewürzpflanzen. Es handelt sich um niedrige Strauchpflanzen mit blassrosa oder weißen Blüten.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

In Mittel- und Südeuropa, Ost- und Südeuropa oder kultiviert in Gärten angebaut. Die Thymiane bevorzugen helle und trockene Standorte mit nährstoffarmen und sandigen Böden und finden sich an Wegrändern, auf trockenen Wiesenflächen, auch auf Mauern. Ihr Samen ist lichtkeimend. Außerdem gibt es die Art Quendel, den Feldthymian (auch Feldkümmel genannt), der wild vorkommt.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl mit Thymol und Carvacrol als Hauptstoffen, sowie p-Cymol, 1,8-Cineol, Linalool und weitere Monoterpene, Triterpene, Flavonoide, Laminaceen-Gerbstoffe, darunter Rosmarinsäure und antioxidativ wirksame Biphenyle.

Gewürz

Unterstützt die Verdauung fetter Speisen, passt gut zu Geflügel, Schalentieren, Wild, Lamm, Fisch, Gemüse, Kräuteressig, Kräuteröl, Suppen, Saucen, Kartoffeln und Ragouts.

Besonders in der mediterranen Küche findet Thymian breite Verwendung und gibt vielen Speisen ihren typischen Geschmack.

Thymian ist Bestandteil der Gewürzmischung Kräuter der Provence.

Ätherisches Thymianöl

Man darf das ätherische Thymianöl nicht mit den Heilwirkungen der ganzen Pflanze vergleichen. Denn hier kommt es auf die genaue botanische Bezeichnung der Thymiansorte und den jeweiligen Chemotyp an. Allein beim Thymus vulgaris unterscheidet man unterschiedliche Chemotypen, die je nach Standort, Boden, Höhenlage und Klima komplett unterschiedliche Inhaltsstoffe und somit auch andere Wirkweisen auf Körper, Seele und Geist haben.

Thymus vulgaris (Chemotyp Thymol) ist auch als rotes Thymianöl bekannt. Er ist sehr stark hautreizend und wird immer nur zeitlich begrenzt angewendet. Für Kinder unter sechs Jahren ist dieses ätherische Öl nicht empfehlenswert. Seine Inhaltsstoffe sind 35-55 % Phenole (Thymol), 40 % Monoterpene (Linalylacetat), Sesquiterpene, Monoterpenole (Linalool) und Oxide. Seine Besonderheit liegt auch darin, dass die Frühjahrsernte eine komplett andere prozentuale Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ergibt als die Herbsternte. Aus diesem Grund verwenden Aromatherapeuten das ätherische Öl nur nach Kenntnis der Inhaltsstoffe der vorliegenden Charge.

Thymus vulgaris (Chemotyp Linalool) ist dagegen sehr mild und sanft in der Wirkung und besonders für Kinder geeignet. Seine Inhaltsstoffe sind 75 % Monoterpenole (davon ca. 70 % Linalool), Ester, Sesquiterpene, Monoterpene, Oxide und Ketone.

Thymus mastichiana ist der spanische Thymian. Seine Inhaltsstoffe sind 50 % Oxide, 15 % Monoterpenole, 15 % Monoterpene, 10 % Ester, Ketone und Sesquiterpene.

Medizinische Anwendung

Thymian als Rauschmittel

Schon die Griechen benutzten Thymiane auch als Räucherpflanze. Im Mittelalter wurden Thymiane als Rauschmittel (Halluzinogen) vor allem bei religiösen Ritualen verwendet. Dabei wurde Thymiankraut auf glühende Kohle in Schalen gelegt. Das Einatmen der Blüte kann zu Benommenheit führen und beeinträchtigt die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit. Bei einer Überdosierung kann Thymian abführend wirken.

Thymian als Aphrodisiakum

Thymiane gelten als Aphrodisiakum. Bereits die Römer wussten Thymianbäder vor Sexorgien als reizförderndes Mittel einzusetzen. Ähnlichen Einsatz fanden Thymiane auch während der Renaissance bei den Franzosen. Das Inhalieren von Thymian wird außerdem auch bei Erkältungen empfohlen.

Systematik

Bild:Wilder Thymian.jpg
Wilder Thymian
(Thymus serpyllum)

Siehe auch

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Thymiane (Thymus) – Bilder, Videos und/oder Audiodateien


Bestimmungsschlüssel

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Thymiane, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge