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Therese von Sachsen-Hildburghausen

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Therese Charlotte Luise von Sachsen-Hildburghausen (Therese von Bayern) (* 8. Juli 1792 in Seidingstadt (Jagdschloss im Herzogtum Sachsen-Hildburghausen); † 26. Oktober 1854 in München) war Königin von Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Leben

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Königin Therese von Bayern

Therese war die Tochter von Charlotte und Friedrich von Sachsen-Hildburghausen sowie die Nichte der Königinnen Luise von Preußen und Friederike von Hannover. Sie stand auf der Liste der Prinzessinnen, die sich Napoleon 1809 hatte zusammenstellen lassen, um als selbst ernannter Kaiser in ein altes europäisches Fürstenhaus einzuheiraten. Doch Kronprinz Ludwig hatte die liebliche Therese schneller zur Gemahlin erkoren. Am 12. Oktober 1810 fand die Trauung mit dem bayerischen Kronprinzen in der Hofkapelle der Residenz statt, der 1825 König von Bayern Ludwig I. von Bayern wird. Nach ihr wurde die Münchner Theresienwiese benannt, auf der anlässlich der Hochzeit ein großes Pferderennen stattfand. Seitdem findet auf der Theresienwiese das alljährliche Oktoberfest statt.

Therese war eine feinfühlige und treu ergebene Gemahlin eines äußerst schwierigen Ehemannes, dem eheliche Treue schwer fiel. Therese litt auch unter dem Geiz ihres Mannes, der dagegen seine Mätressen königlich verwöhnte. Sie duldete viele Eskapaden ihres Gemahls, ihr Verhalten dabei brachte ihr Bewunderung ein. Als der König seine italienische Geliebte Marchesa Florenzi an den bayerischen Hof einlud, verließ sie demonstrativ München. In der Lola-Montez-Affäre zeigte die gedemütigte Königin eine bewundernswerte Haltung, erschien aber mit dem König in der Öffentlichkeit nur noch dann, wenn sie es wollte. Die Verleihung des Theresien-Ordens an die Mätresse lehnte sie strikt ab. Der verblendete König ärgerte sich über die „Kälte und Sprachlosigkeit“ der Königin. Vielleicht sah sie voraus, dass die Privataffäre sich zur Staatsaffäre entwickeln würde.

Geschätzt hat der König Thereses politischen Verstand. Wann immer er fern von München war, informierte sie ihn über die Vorgänge am Hof und im Land. Es gibt im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher noch Hunderte von Briefen der Königin an Ludwig I., die auf ihren politischen Inhalt ausgewertet werden müssten. Anweisungen des Königs versuchte Therese durch Gespräche mit den Ministern auszuführen. Das letzte gemeinsame Fest, das Therese voll Freude mit ihrem schon abgedankten königlichen Ehemann erleben durfte, war die Enthüllung der Bavaria auf der Theresienwiese.

Durch kluge Heiratspolitik und sozialpolitisches Engagement sichert sie die Herrschaft ihres Mannes lange Zeit nach innen und außen ab und stand ihm auch im Jahr seines Rücktritts loyal zur Seite, obwohl dessen Auslöser nicht zuletzt sein Verhältnis mit Lola Montez war ‒ nur eine seiner zahlreichen Affären.

Sie starb 1854 als Opfer einer Cholera-Epidemie. Im Jahre 1857 wurde der Sarg in der Abtei St. Bonifaz beigesetzt. Da Therese sich trotz ihrer bayerischen Heirat weiterhin zu ihrer protestantischen Konfession bekannte, unterblieb die Verbringung ihres Herzens in die Gnadenkapelle von Altötting, dieses wurde in einer Urne ebenfalls in St. Bonifaz beigesetzt.

Nachkommen


Literatur

Martha Schad, Bayerns Königinnen, Piper 2005

Weblinks

Wikipedia
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