Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Theopont Diez
Aus Kefk.
Theopont Diez (* 1908 in Singen; † 1993 in Singen) war ein deutscher Politiker (CDU).
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Theopont Diez, Sohn des Zentrumspolitikers Carl Diez, studierte Jura in Berlin und war seit Studientagen Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.A.V. Suevia Berlin im CV.
Aufgrund der Nichtzugehörigkeit zur NSDAP blieb ihm eine beabsichtigte Karriere im Staatsdienst verwehrt. Er machte sich als Rechtsanwalt in Singen am Hohentwiel selbständig.
Diez war von 1946 bis 1969 Oberbürgermeister der Stadt Singen (Hohentwiel) und Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg von 1952 bis 1972. Sein Spitzname war „Löwe des Hegaus“.
Er setzte sich maßgeblich für die Errichtung der Universität Konstanz ein. Als die Universität 1972 führungslos vor dem völligen Scheitern des Reformkonzepts stand, führte Diez als „Staatskommissar“ in ruhigere Gewässer. Diez war wie Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger von einer historischen Dimension getrieben: 500 Jahre hatte es keine Universitätsgründungen mehr im Südwesten gegeben.[1] Als Präsident der Freunde der Universität Konstanz (ab 1996: „Universitätsgesellschaft Konstanz“) von 1974 bis 1986 arbeitet er zeitlebens an der Verzahnung der Union mit der Region von 1974 bis 1986. Diez war Ehrensenator der Universität Konstanz.
Ein Höhepunkt war der Halt der Fußballweltmeister 1954 auf dem Bahnhof in Singen am 6. Juli 1954. Als Freund von Otto Dix setzte er sich für den Singener Kunstverein ein und begründete die Singener Kunstsammlung.
In Singen trägt das „Theopont-Diez-Haus“ seinen Namen. 1973 wurde er Ehrenbürger von Singen.
Literatur
- Herbert Berner: Laudatio auf Theopont Diez am 2. Dezember 1978, in: Hegau 35, 1978, S. 7–11
- Reinhild Kappes: Theopont Diez, der Löwe vom Hohentwiel. in: SingenerJahrbuch. 1996/97 (1997). S. 63–74.
Quellen
- ↑ wochenblatt.net: Harvard am Bodensee blieb immer ein Traum
Weblinks
- Literatur von und über Theopont Diez im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Diez, Theopont |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker |
| GEBURTSDATUM | 1908 |
| GEBURTSORT | Singen |
| STERBEDATUM | 1993 |
| STERBEORT | Singen (Hohentwiel) |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Theopont_Diez, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
