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Tetrode

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Die Tetrode ist eine Vierpolröhre mit zwei Gittern.

Eine Tetrode besteht aus einer Triode, wobei zwischen das Steuergitter (Gitter 1) und die Anode noch ein weiteres Gitter eingefügt wird, das Schirmgitter (Gitter 2), welches sowohl als zweites Steuergitter, wie auch als eine virtuelle Anode betrachtet werden kann. Es vermindert die Rückwirkung der Anode auf das Steuergitter, den sog. Durchgriff. Daher heißt diese Elektrode auch "Schirmgitter". Störend macht sich das Austreten von Sekundärelektronen aus der Anode bemerkbar, als "Nebenwirkung" der Einführung des Schirmgitters (der sogenannte Schirmgittereinbruch). Dieser Effekt führte zur Entwicklung der Pentode, die ein weiteres Gitter zwischen Schirmgitter und Anode, das Bremsgitter (Gitter 3), enthält. Dieses wird i.A. mit der Kathode verbunden. Es ist durch Anlegen eines definierten (positiven) Potenzials an das Schirmgitter möglich, die Grundverstärkung einer Röhre festzulegen wie auch über einen Spannungsteiler variabel zu machen. Dies kann für eine Verstärkungsregelung ausgenutzt werden. In Mischstufen erlaubt dieser Röhrentyp bereits die multiplikative Mischung, indem die Oszillatorfrequenz dem Schirmgitter zugeführt wird. Eine Anwendung hierfür ist das Theremin, in dem eine Oszillatorspannung auf das Steuergitter, die andere auf das Schirmgitter gelegt wird, um die Differenzfrequenz zu erzeugen.

Eine sog. Beam-Power-Tetrode ist eigentlich eine Sonderbauform der Pentode. Die Bezeichnung hat ihre Ursache in einem alten Patentstreit.

Beispiele für Tetroden:

  • UEL11 (Verbundröhre aus zwei Tetroden)
  • GMI-7 (Leistungstetrode)
  • 4CX800A (Leistungstetrode bis 1KW HF)
  • GU74B (Leistungstetrode bis 1KW HF)
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