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Tesa

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Bild:Icon falscher Titel.svg Der korrekte Titel dieses Artikels lautet „tesa“. Diese Schreibweise ist aufgrund technischer Einschränkungen nicht möglich.
tesa AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Unternehmenssitz Hamburg
Unternehmensleitung
  • Dieter Steinmeyer (Vorstandsvorsitzender)
  • Jan Christoph Teetz
  • Dr. Robert Gereke
Umsatz 735 Mio. EUR (2005)
Branche Chemische Industrie
Produkte Klebebänder für industrielle Anwender und Konsumenten
Webadresse www.tesa.de
Bild:Tesaabroller.JPG
tesa-Film in Abroller

tesa ist ein Markenname und zugleich Name der tesa AG, eines Tochterunternehmens der Beiersdorf AG. Unter der Dachmarke entwickelt, produziert und vermarktet die tesa-Gruppe Klebebänder sowie selbstklebende Systemlösungen für Konsumenten und die Industrie. tesa gehört in Deutschland zu den bekanntesten Marken (Bekanntheit laut International Research 2004: 98 %) und hat als Synonym für jegliches Klebeband so sehr Eingang in die Umgangssprache gefunden, dass er als einer der wenigen Markennamen sogar in den Duden aufgenommen wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Name tesa ist ein Kunstwort, entstanden aus dem Namen der damaligen Sekretärin Elsa Tesmer, die bis 1908 bei Beiersdorf arbeitete. Wer ab 1896 am Ladentisch nach tesa verlangte, bekam allerdings noch kein Klebeband, sondern eine Zahnpasta. Denn tesa wurde urprünglich als Markenname für die bei Beiersdorf entwickelte Patent-Tube der Zahnpasta Pebeco eingesetzt. Das Tubengeschäft lief jedoch nicht sehr erfolgreich und so wurde 1926 der Markenname einem neu entwickelten Produkt zugewiesen: einer neuartigen Tauchmasse zum Überhäuten von Wurstwaren. Auch die Wurstpelle tesa wurde kein Erfolg.

1935 entwickelte die Beiersdorf AG erstmals einen transparenten Klebefilm, der zunächst unter dem Namen „Beiersdorf-Kautschuk-Klebefilm" in den Handel gelangte, sich jedoch nicht sonderlich gut verkaufte. Der Beiersdorf-Mitarbeiter Hugo Kirchberg kam deshalb auf die Idee, das Produkt auf den Namen tesa zu taufen. In einem Brief von 1936 spricht Kirchberg erstmals vom tesa-Klebefilm. Doch der findige Kaufmann hatte weitere geniale Vermarktungsideen. Um den Verbrauchern eine praktische Verarbeitungshilfe anbieten zu können, entwickelte er den Tischabroller, der auch heute noch in nur leicht weiterentwickelter Form auf fast jedem Schreibtisch steht. Mit Werbeslogans, die den Zeitgeist trafen, führte er Produkt und Namen zu einem beispiellosen Erfolg.

Die Einführung von tesa als Dachname für alle produzierten Klebebänder von Beiersdorf bedeutete ab 1941 den Durchbruch als Markenartikel. Insgesamt gibt es heute rund 6.500 verschiedene tesa-Produkte für Industriekunden und Endverbraucher. 2001 wurde die tesa AG als eigenständiges Unternehmen aus der Beiersdorf AG ausgegründet. Der Jahresumsatz lag 2005 bei 735 Mio. Euro und wurde zu 78 % mit speziellen selbstklebenden Systemlösungen für die Druck-, Papier-, Elektronik- und die Automobilindustrie erzielt. Für Endverbraucher bietet die tesa AG in Verbraucher-, Drogerie- und Baumärkten sowie im Büro- und Schreibwarenhandel mehr als 300 Lösungen für das kreative Gestalten, zum Reparieren und Renovieren.

In Österreich übernahm die Firma Beiersdorf von dem ehemaligen Hersteller die Marke TIXO, ein Markenname, der in Österreich eine ebenso große Bekanntheit hat wie tesa in Deutschland.

tesa AG

Die tesa AG ist eine 100-prozentige Tochter der Beiersdorf AG. 1993 befand sich die damalige tesa-Sparte des Beiersdorf Konzerns in einer Krise. Die Innovationsrate, d.h. der Anteil der Produkte am Umsatz, die in den letzten fünf Jahren entwickelt worden waren, betrug lediglich 9,5 %. Nach erfolgreicher Restrukturierung des Bereichs und Ausgründung als tesa AG war dieser Wert bis 2005 auf 45 % gestiegen. Der Umsatz betrug 2005 735 Mio. Euro (2004: 706 Mio. Euro) Die Vorstände sind Dieter Steinmeyer (Vorstandsvorsitzender), Jan Christoph Teetz (Finanzvorstand) und Dr. Robert Gereke (Vorstand Industriegeschäft).

tesa als Datenspeicher

Eine Zufallsentdeckung

Die beiden Physiker Dr. Steffen Noehte und der damalige Diplomand Matthias Gerspach entdeckten im März 1998 an der Universität Mannheim kurz vor einer CeBIT-Präsentation durch Zufall, dass sich der tesafilm auch als Datenspeicher nutzen lässt. Eine erste Förderung erfuhr das Forscherduo durch das frühere SAP-Vorstandsmitglied Klaus Tschira in dessen European Media Laboratory (EML). Die tesa AG griff diese Grundlagenforschung auf und startete mit den Forschern zunächst eine Entwicklungskooperation. Im Dezember 2001 gründeten sie gemeinsam die tesa scribos GmbH in Heidelberg, an der die Forscher zu 25 %, die tesa AG zu 75 % beteiligt sind. Dort konnte das Team nun auch mit einem eigenen Labor diese Zukunftsidee weiterentwickeln. Zunächst konzentrierte man sich auf ein System zur Produktverfolgung und für den Fälschungsschutz von Markenprodukten. Das sogenannte "tesa Holospot-System" ist inzwischen seit 2003 auf dem Markt.

Fälschungssicherung durch Miniatur-Hologramme

Kernstück der tesa-Holospot-Technologie ist ein kleines Etikett aus einem speziellen Polymermaterial, auf dem sich ein nur 1 mm² großes Datenfeld befindet. Darauf lassen sich Informationen wie Bilder, Logos oder Texte im Umfang von 1 kB speichern. Die Information kann in Form von Mikroschrift oder am Computer erzeugten, digitalen Hologrammen, auf Wunsch auch verschlüsselt, auf dem Holospot fälschungssicher abgelegt werden. Die Informationen lassen sich, je nach angestrebter Sicherheitsstufe, mit einer einfachen Lupe oder durch autorisierte Personen mit analogen oder digitalen Lesegeräten auslesen. Die neue Technologie ermöglicht die individuelle Kennzeichnung jedes Einzelprodukts und damit dessen Authentisierung oder Rückverfolgung.

Literatur

  • Katrin Cura: Vom medizinischen Heftpflaster zum technischen Klebeband – 70 Jahre tesa. Naturwissenschaftliche Rundschau 59 (12), S. 654–656 (2006), ISSN 0028-1050

Weblinks

Wikipedia
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