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Terminator 2 – Tag der Abrechnung

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Filmdaten
Deutscher Titel: Terminator 2 –
Tag der Abrechnung
Originaltitel: Terminator 2:
Judgment Day
Produktionsland: USA
Frankreich
Erscheinungsjahr: 1991
Länge (PAL-DVD): Kinofassung: 131 Minuten
Director's Cut: 147 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: James Cameron
Drehbuch: James Cameron
William Wisher Jr.
Produktion: James Cameron
Musik: Brad Fiedel
Kamera: Adam Greenberg
Schnitt: Conrad Buff IV
Mark Goldblatt</br>Richard A. Harris
Dody Dorn
Besetzung

Terminator 2 – Tag der Abrechnung ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film von James Cameron aus dem Jahr 1991. Es war der erste Film überhaupt, der über 100 Millionen US-Dollar kostete.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Ein Terminator des Typs T-800 (Modell 101), ein Cyborg, der im ersten Teil der Terminator-Trilogie den Auftrag hatte, John Connors Mutter zu terminieren (töten), wurde von der Widerstandsbewegung umprogrammiert und durch die Zeit ins Jahr 1991 zurückgeschickt. Sein Ziel ist es, den nun zehnjährigen John Connor, den zukünftigen Anführer der Menschheit im Kampf gegen die Maschinen, zu beschützen.

Sein Gegenspieler ist ein Prototyp des T-1000 (Robert Patrick) mit dem Auftrag, John Connor (Edward Furlong) zu töten. Er ist dem T-800, im Film von Arnold Schwarzenegger gespielt, bei weitem überlegen. Er besteht aus flüssigem Metall und ist in der Lage, seine Form beinahe beliebig zu verändern. So kann er die Gestalt jeder Person, mit der er einmal in Berührung gekommen ist, annehmen und außerdem seine Körperteile in Stichwaffen wie z. B. Messer verwandeln.

Der T-1000 spürt John in einem Einkaufszentrum auf. Bevor dieser ihn jedoch erschießen kann, trifft der T-800 dort ein und bricht eine Tür auf, um John zur Flucht zu verhelfen. Der T-800 stellt sich dem Kampf mit dem T-1000, kann es aber nicht mit ihm aufnehmen. Der T-1000 nimmt sofort die Verfolgung des mit seinem Motorrad flüchtenden John mit einem Truck auf, der T-800 folgt ihnen auf einem weiteren Motorrad. Die Verfolgung endet in einem Kanal, wo der T-800 mit seinem Gewehr ein Loch in einen Reifen des Trucks schießt. John und der T-800 können vorerst mit dem Motorrad entkommen.

Der Terminator klärt John darüber auf, wer er selbst und der T-1000 sind und welche Rolle John in der Zukunft zu spielen bestimmt ist. John bittet den Terminator, ihm dabei zu helfen, seine Mutter aus dem Pescadero State Hospital, einer Nervenheilanstalt, wo sie seit einigen Jahren einsitzt, zu befreien. Da der Terminator jedem Befehl von John ausnahmslos gehorchen muss, hilft er ihm wider besseren Wissens, dass der T-1000 diesen Schritt vorausahnen wird.

Als die beiden dort ankommen, befiehlt John dem Terminator, niemanden zu töten, auch wenn das seiner Programmierung als Terminator widerspricht. In der Anstalt finden sie Johns Mutter im Begriff, einen weiteren Fluchtversuch zu unternehmen. Bevor sie von den Sicherheitskräften wieder eingefangen wird, tritt der T-800 mit John auf den Plan, die sie befreien, indem der Terminator alle Sicherheitskräfte außer Gefecht setzt. Die Begegnung von Sarah Connor mit dem T-800 gerät für sie zum dramatischen Ereignis, da sie ihrem ehemaligen Feind, der sie im ersten Teil noch töten wollte, gegenübersteht.

Allerdings ist ihnen der T-1000 gefolgt, und eine wilde Verfolgungsjagd in der Garage der Anstalt beginnt. John, Sarah und der Terminator flüchten mit einem Polizeiwagen, der T-1000 sprintet ihnen nach. John kann seinem Verfolger und dessen tödlichen Werkzeugen nur knapp entkommen. Schließlich gelingt es ihnen, den T-1000 abzuhängen und zu einer alten, verlassenen Tankstelle zu fahren, wo sie Sarahs Wunden und die des T-800 behandeln.

Sarah will sich beim Terminator informieren, wie es dazu kommt, dass Skynet, der hochintelligente Supercomputer, der in der Zukunft den Krieg der Maschinen gegen die Menschen führt, entwickelt wird. Dieser erklärt ihr, dass ein Mann namens Miles Bennet Dyson die Verantwortung dafür trägt. Er leitet die Abteilung für besondere Projekte bei der Cyberdyne Systems Corporation. Während des Krieges zwischen Mensch und Maschine wird diese eine enorm wichtige Rolle spielen, da Cyberdyne zum größten Lieferanten militärischer Computersysteme werden wird. Der Terminator erzählt Sarah alles über Dyson, was sie wissen will.

Die drei fahren daraufhin zu einem langjährigen Freund von Sarah: Enrique. Dort besorgen sie sich Waffen für ihren Plan, die Firma Cyberdyne in die Luft zu sprengen. Während John und der T-800 die Waffen aussuchen, schläft Sarah ein. Sie träumt, dass sie von einer Wiese zu einem Spielplatz kommt, mit vielen Kindern und ihren Eltern. Sarah schreit laut und versucht sie zu warnen, doch niemand kann sie hören oder sehen. Plötzlich eine gewaltige Explosion, ein greller Blitz. Dann folgt die unglaubliche Druckwelle der explodierenden Atombombe und ein Feuersturm, der die ganze Stadt erfasst und alle Menschen, Fahrzeuge und Gebäude zerstört.

Sarah wacht schweißgebadet auf. Doch sie weiß, dass es nicht nur ein Traum, sondern eine Zukunftsvision war. Es wird Wirklichkeit werden, wenn sie nichts dagegen tun („jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied“). Sie nimmt sich ein geladenes Sturmgewehr und fährt zu Dyson, um ihn zu töten. John will das jedoch verhindern und folgt ihr mit dem T-800. Dieser erinnert ihn daran, dass Dysons Tod den Krieg abwenden könnte, doch John erklärt ihm, dass das zu nichts führe und ein Mensch auch unter solchen Umständen nicht getötet werden darf.

Sarah kommt als erste bei Dyson an und richtet ihre Waffe unbemerkt auf Dysons Kopf. Sein Überleben verdankt er seinem Sohn, der sein Spielzeugauto auf seinen Vater zufahren lässt, woraufhin dieser sich unvermittelt bückt. Sarah zerschießt seinen Computer und seine Balkontür. Dyson versucht zu fliehen, Sarah trifft ihn jedoch an der Schulter. Bevor sie Dyson töten kann, sackt sie vor Verzweiflung in sich zusammen, unfähig, noch einen weiteren Menschen zu töten. Als der Terminator und John eintreffen, finden sie den verletzten Dyson und Sarah Connor in der Ecke zusammengekauert. Der T-800 legt Dyson einen Druckverband an, um die Blutung zu stoppen, während John seiner Mutter hilft.

Sarah, John und der Terminator versuchen Dyson zu erklären, dass sie den zukünftigen Krieg abwenden wollen, was Dyson natürlich nicht glauben kann. Erst als der Terminator seinen Arm aufschneidet, die Haut von seinem Metallskelett abzieht und sich damit als Maschine zu erkennen gibt, kann er Dyson klarmachen, welche Rolle dieser und Cyberdyne in der Zukunft spielen und dass sie für den Tod von mehr als 3 Milliarden Menschen verantwortlich sein werden. Dyson entschließt sich, seine Arbeit bei Cyberdyne aufzugeben und zu kündigen. Jedoch darf niemand diese Arbeit zurückverfolgen können, und so beschließen sie, die Firma Cyberdyne vollständig zu zerstören.

Mehr oder weniger unerkannt dringen sie in die Haupthalle vor. Jedoch werden sie von einem Sicherheitsmann bemerkt, der daraufhin die Polizei alarmiert. Nachdem der gesamte Raum mit Sprengsätzen gefüllt ist, kümmert sich der Terminator um die Polizei. Er zerstört viele Autos und sorgt dafür, dass sich die Polizisten für kurze Zeit zurückziehen müssen, tötet jedoch weiterhin niemanden aufgrund seines Versprechens, das er John gegeben hatte.

Als die Polizei in das Gebäude vordringt, können Sarah, John und der Terminator entkommen. Dyson wird jedoch durch mehrere Schüsse tödlich verwundet. Vor seinem Tod gelingt es ihm noch, die Sprengsätze mit Hilfe eines Fernzünders zur Explosion zu bringen. Das gesamte Gebäude wird in einer gigantischen Explosion zerstört.

Sarah, John und der T-800 flüchten mit einem Polizeiwagen. Jedoch ist der T-1000 wieder zurück und verfolgt sie mit einem Hubschrauber. Nachdem der T-800 diesen zur Explosion gebracht hat, steigt der T-1000 in einen Lastwagen ein, dessen Tankauflieger mit flüssigem Stickstoff gefüllt ist. Die Verfolgung endet in einem Stahlwerk, wo der Behälter des Aufliegers aufbricht und der Stickstoff austritt. Der T-1000, der aus flüssigem Metall besteht, friert ein und der T-800 zerschießt ihn wie eine große Glasgestalt mit einer Pistolenkugel. Allerdings werden die einzelnen Teilchen durch die Umgebungstemperatur im Stahlwerk wieder flüssig und vereinen sich erneut zu einem Terminator.

Der T-800 schickt John und seine Mutter weg, um sich seinem Gegner allein zu stellen. Hier zeigt sich wieder die überlegene Technologie des T-1000, gegen die der T-800 wenig ausrichten kann. Bevor der T-800 einen Granatwerfer ergreifen kann, rammt der T-1000 eine Stahlstange durch seinen Körper hindurch. Durch diese Beschädigung wird die Stromversorgung des T-800 zerstört, was zu einer Abschaltung seiner Systeme führt.

Nachdem der T-1000 zu der Überzeugung gelangt, dass er seinen Gegner vernichtet hat, begibt er sich auf die Suche nach John und Sarah. Währenddessen aktiviert der T-800 seine Notstromversorgung, zieht die Stahlstange aus seinem Körper und greift nach dem Granatwerfer, den er mit der letzten übriggebliebenen Granate lädt.

Der T-1000 findet Sarah und John. Doch bevor er sie töten kann, taucht der T-800 in letzter Sekunde auf und feuert eine Granate auf den T-1000 ab, deren Explosion ihn völlig deformiert. Er fällt daraufhin in einen Behälter mit geschmolzenem Metall und löst sich darin auf.

Doch auch der T-800 muss zerstört werden, denn er basiert ebenso wie der T-1000 auf der Technologie von Cyberdyne und kann zur Entwicklung eines neuen Chips verwendet werden. Da seine Programmierung eine Selbstzerstörung nicht zulässt, versenkt Sarah ihn auf seine Bitte hin unter Tränen im flüssigen Metall.

Metaphern / Interpretation

Dialog: Mensch - Maschine

Herausstechend bei diesem Film sind unter anderem die Gespräche zwischen John Connor und dem Terminator. Vor allem, weil die Maschine prinzipiell nach dem Grund des Seins gefragt wird und sie mit der Existenz Johns begründet. Der Wortdefinition nach könnte man diese Antwort als „Liebe“ interpretieren, denn die Sinnhaftigkeit des Seins mit der Präsenz eines weiteren Lebens zu legitimieren ist interessant aufgrund der Tatsache, dass der Terminator als „Charakter“ dargestellt wird.

Technologie übernimmt Herrschaft

Günther Anders beschreibt in seinem Buch Die Antiquiertheit des Menschen: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution die sogenannte Prometheische Scham, welche darstellt, wie der Mensch an der Überlegenheit seines eigenen Erschaffens zugrunde geht. Bei Terminator ist ähnliches zu beobachten, wenn man von dem Paradoxon absieht, dass eine Maschine/Erschaffung, welche aus der Stärke (=Schwäche) des Menschen überlebt hat, nun deren Existenz zu sichern versucht. Auch die Chaostheorie kann hier angewandt werden, denn das Chaos wird von Maschinen „geordnet“ und bricht anschließend wieder aus bzw. ist durch die Geschichte in einem permanenten Wechselspiel, verursacht durch kleine Aktionen.

Psychologische Ansätze

Das Dreieck John-Terminator-Sarah liefert eine interessante Grundlage seitens der Dialoge und deren Hintergründe. Der Terminator kennt lediglich die „aktuellen“ Zustände seiner Zeit und ist mit einer begrenzten Datenbank bzw. einer Mission gefüttert. John Connor kennt nur die Erzählungen seiner Mutter bzw. ihre aktuelle Situation, welche gesellschaftlich verwerflich ist und ist der Maschine daher leichter zugänglicher, da sie ihn bei der ersten Begegnung bereits gerettet hat. Sarah Connor ist aufgrund ihrer ursprünglichen Erfahrung (siehe Terminator) überhaupt in der ausweglosen Situation und kann daher keinerlei Schnittstellen für eine Allianz mit der Maschine bilden. John beginnt, seine Mutter zu lieben und den Terminator zu verehren, dieser zeigt nämlich uneingeschränkte Loyalität bzw. mathematische Logik auf den menschlichen Alltag übertragen, welche ironischerweise am effektivsten ist. An diesem Punkt jedoch wäre der Film moralisch und gesellschaftlich verwerflich. Die Grundlage für wechselnde Motive sind jedoch John Connor und seine Mutter Sarah, da sie aufgrund ihres Alters und Erfahrungen sich nur schwer und, wenn überhaupt, nur wegen ihres Sohnes ändern würde, und John, welcher beginnt, aufgrund der Informationen der beiden Pole (Terminator ↔ Sarah Connor) das „Puzzle“ zusammenzufügen.

Sonstiges

  • Die Szene, in der der T-800 in einem Kaufhaus sein Gewehr in einem Rosenstrauß versteckt, ist eine Reminiszenz an die Band Guns N' Roses, von denen Teile des Soundtracks stammen.
  • Der T-800 erwähnt, dass sein Prozessor ein „neutrales Netz“ verwendet. Dies ist ein Übersetzungsfehler, denn in der englischen Sprachfassung heißt es: „My CPU is a neural net processor.“ Gemeint ist also „neuronales Netz“.

Auszeichnungen (Auswahl)

Der aufwendige Film wurde für zahlreiche Auszeichnungen, vor allem in technischen Bereichen nominiert, darunter für sechs Oscars, von denen er vier gewann.

Oscars

BAFTA

  • Bester Sound: Lee Orloff, Tom Johnson, Gary Rydstrom, Gary Summers
  • Beste Visuelle Effekte: Stan Winston, Dennis Muren, Gene Warren Jr., Robert Skotak

Attraktion

1996 drehte James Cameron zusammen mit John Bruno für die Universal Studios eine Attraktion basierend auf den Terminator-Filmen. Terminator 2 - 3D: Battle Across Time täuscht dem Besucher vor, er befände sich bei einer Vorführung der Entwicklungsfirma Skynet. Geschehnisse auf der Leinwand, die mit den Originaldarstellern Schwarzenegger, Hamilton, Patrick und Furlong gedreht wurden, wechseln sich scheinbar nahtlos mit Ereignissen um den und im Zuschauerraum ab. Der Film war James Camerons erste Auseinandersetzung mit der 3-D-Technik.

Fassungen auf DVD

In Deutschland sind sowohl die Kinofassung, als auch die Langfassung auf DVD erschienen. Die Kinofassung wurde 1998 von MAWA/VCL veröffentlicht und ist out of print, d.h. nicht mehr neu zu kaufen. Die Langfassung wurde von Kinowelt Home Entertainment im Jahr 2001 als Ultimate Edition-DVD veröffentlicht. Die Kinofassung kann (mangels Seamless Branching) jedoch nicht angesehen werden. Die aktuell erhältlichen DVDs von Terminator 2 basieren alle auf der Ultimate Edition, es fehlt jedoch meistens die zweite DVD mit weiterem Bonusmaterial.

Literatur

Bähr, Ulrich: Der Determinator. Nonne und Aufklärerin, Maschine und Mensch, B-Movie und Blockbuster - Die Verwandlungen eines Filmstoffs. In: Eckhard Pabst: Mythen – Mütter – Maschinen. Das Universum des James Cameron. Kiel, Verlag Ludwig 2005, S. 44-70. ISBN 3-933598-71-0

Krug, Christian: Morphing Matters. Digitales Materielles in „Terminator 2“ (1991). In: Prima Materia: Beiträge zur transdisziplinären Materialitätsdebatte (Hg. v. Sigrid G. Köhler u.a.), 20004. S. 317-340. ISBN-13: 978-3897411449

Krützen, Michaela: Der perfekte Vater und der ideale Sohn. Zwei Maschinenmenschen im Film. In: Maschinenwelten (Neue Rundschau, 114.Jg./H.2). Frankfurt: Fischer 2003, S. 36-46. ISBN-13: 978-3108090531

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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