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Telekonverter

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Bild:Telekonverter001.jpg
Telekonverter (2-fach)

Telekonverter sind Zusatzgeräte für Kameraobjektive, die die Brennweite des vorhandenen Objektives vergrößern. Dadurch wird ein kleinerer Bildwinkel erfasst und das Bild bei gleichem Abstand zum Motiv entsprechend vergrößert.

Ausführungen

Telekonverter werden in der Regel zwischen Wechselobjektiv und Kamera angebracht. Die Informationen für Autofokus, Blendensteuerung usw. können, je nach Ausführung, vom Konverter elektrisch und/oder mechanisch zwischen Objektiv und Kamera übertragen werden. Für Film- und Digitalkameras mit fest eingebauten Objektiven gibt es sie auch als Objektivvorsatz. Ein solcher Vorsatz ist im Prinzip ein Galilei-Fernrohr.

Telekonverter gibt es in Form von 1,4-fach- bis 3-fach-Konvertern. Die genannte Zahl gibt an, in welchem Verhältnis sich die Brennweite des genutzten Objektives erhöht, ein 2-fach-Telekonverter verdoppelt also die Brennweite des Objektives.

Details

Ein 2-fach-Telekonverter erhöht die Brennweite eines 50 mm-Objektives auf 100 mm, und die eines Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 85 mm auf 48 bis 170 mm. Da die Naheinstellgrenze des Grundobjektivs unverändert bleibt, erreicht man mit einem Telekonverter gleichzeitig einen entsprechend größeren maximalen Abbildungsmaßstab. Telekonverter sind damit oft eine preiswerte, gewicht- und platzsparende Alternative zu einem weiteren Zusatzobjektiv.

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Kamerasucher mit 300mm Teleobjektiv
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Kamerasucher mit 300mm Teleobjektiv und 2-fach Telekonverter

Ein Nachteil eines Telekonverters, der zwischen Objektiv und Kamera gesetzt wird, ist die verminderte Lichtstärke gegenüber dem Basisobjektiv. Weil die Öffnung des Grundobjektivs unverändert bleibt, vermindert sich die relative Öffnung (Öffnung durch Brennweite = Lichtstärke) um den Faktor der Brennweitenerhöhung. So hat ein 500 mm/1:8-Teleobjektiv mit einem 2-fach-Telekonverter zwar eine Brennweite von 1000 mm, jedoch nur noch eine Lichtstärke von 1:16, es gehen zwei Blendenstufen verloren, bei einem 3-fach-Konverter entsprechend reichlich drei (3,2) Blendenstufen, und bei einem 1,4-fach-Konverter eine Blendenstufe. Bei einem n-fach Konverter reduziert sich die Lichtstärke um den Faktor n2. In Blendenstufen angegeben beträgt der Lichtstärkeverlust

 \log_2 n^2 = \frac{\log n^2}{\log 2} = \frac{\log n}{\log \sqrt 2} .

Für den universellen Einsatz gedachte Telekonverter sind bei Objektiven für Kleinbildkameras mit Brennweiten zwischen 50 mm bis zu 300 mm sinnvoll verwendbar. Bei Objektiven mit einer größeren Brennweite, bei Weitwinkelobjektiven und sogenannten Superzooms leidet die Bildqualität mit solchen Konvertern stark.

Manche Hersteller bieten daher Telekonverter an, die für ein bestimmtes Objektiv, eine Objektivfamilie oder für einen gewissen Brennweitenbereich optimiert sind. So gab es beispielsweise für das manuelle Minolta-System zwei Zweifachkonverter, von denen einer für Festbrennweiten und Zooms bis 300 mm gedacht war, der andere nur mit Objektiven ab 200 mm und länger verwendet werden konnte. Solche individuell gerechneten Konverter verschlechtern die erzielbare Bildqualität in geringerem Maß.

Bild:Mondw.jpg
Qualitätsverlust durch den Einsatz eines 500-mm-Objektives mit zwei 2-fach-Telekonvertern am Mond (= 2000 mm). Bild in Originalgröße eingescannt

Die Qualitätsverminderung entsteht zum einen dadurch, dass die Abbildungsfehler des Grundobjektivs durch den Konverter mitvergrößert werden. Zweitens entstehen durch den Konverter selbst auch Abbildungsfehler. Drittens kann die Qualität durch Zentrierfehler vermindert werden, wenn also die optischen Achsen von Grundobjektiv und Konverter nicht zusammenfallen.

Wenn der Konverter für ein bestimmtes Grundobjektiv gerechnet wird, kann man erreichen, dass die Abbildungsfehler von Konverter und Objektiv sich zumindest teilweise gegenseitig kompensieren. Im Prinzip kann die Kombination sogar besser sein als das Objektiv allein. Allerdings wird die Qualität auch durch Fertigungsabweichungen des Grundobjektivs beeinträchtigt. Deren Auswirkung wird durch die Brennweitenverlängerung unweigerlich mitvergrößert. Darum ist die Kombination aus Konverter und Objektiv auch in diesem Fall meist schlechter als das Grundobjektiv.

Eine klassische Kombination ist die Verwendung eines 2-fach-Konverters mit einem lichtstarken 2,8/300 Teleobjektiv, welche ein noch gut handhabbares 5,6/600 Supertele ergibt.

Theoretisch und praktisch ist auch der gleichzeitige Einsatz mehrerer Telekonverter möglich, jedoch leiden darunter die Abbildungsqualität und die Lichtstärke enorm.

Siehe auch

Wikipedia
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