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Teelicht

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Teelichte
Teelichte
Bild:Teelicht 4.jpg
Ein Teelicht in einem Ständer

Ein Teelicht (auch: Rechaudkerze) ist eine kleine, nichtrußende Kerze in einem Becher aus Aluminiumfolie.

Es stammt ursprünglich aus China und wurde von Marco Polo nach Europa gebracht. Während es in weiten Teilen Europas wieder in Vergessenheit geriet, überlebte es in England aufgrund des dort sehr starken Teekonsums.

Das Teelicht gibt es in verschiedenen Größen von einem Durchmesser von 36 mm bis hin zu 59 mm und einer Höhe von 12 mm bis maximal 24 mm. Die Brenndauer beträgt gewöhnlich etwa 4-5 Stunden, dies hängt jedoch von der Größe der Teelichthülle und dessen Wachsfassungsvermögen sowie der Größe des verwendeten Dochtes ab. Seinen Namen verdankt das Teelicht seiner ursprünglichen Verwendung zum Warmhalten einer Teekanne auf einem Stövchen. Heute wird es in vielen Varianten zu Dekorationszwecken und mit Farb- und Aromazusätzen im Wachs als Duftkerze verwendet. Auch in dem für Kinder konzipierten Kooperationsspiel Waldschattenspiel spielt das Teelicht eine bedeutende Rolle.

Das Teelicht brennt oft ruhig und mit kleiner bis mittelgroßer Flamme. Durch die gute Wärmeleitfähigkeit des Aluminiumbechers verflüssigt sich die gesamte Wachsmenge nach kurzer Brenndauer. Der Docht ist im Dochthalter befestigt, dieser hält den Docht gerade im Wachs. Wegen der starken Erwärmung des Bechers soll ein Teelicht immer in einem speziellen Halter, einer Lampe oder zumindest auf einer schlecht wärmeleitenden und standsicheren Unterlage betrieben werden.

Zur Herstellung von Teelichten wird, anders als für normale Kerzen, Paraffin verwendet, das entweder als Granulat kalt in die entsprechende Form gepresst wird oder flüssig in die Teelichthülle gegossen wird, dieses Verfahren wird jedoch meist nur bei Teelichten mit Duft und Farbe genutzt.

Es sind aus Umweltschutzgründen auch Teelichte ohne Aluminiumbecher verfügbar, die in wiederverwendbare Becher gestellt werden.

Traditionell benutzen Hersteller und Einzelhandel in Deutschland (nicht in Österreich) oft noch den Plural Teelichte, der im Grunde genommen der Pluralbildung in der deutschen Sprache widerspricht, aber umgangssprachlich allgemein akzeptiert wird.

Lichte ist die altdeutsche Bezeichnung für Kerzen. Das Licht: „Die Kerze“, Die Lichte: „Die Kerzen“. Diese sind auch gemeint im bekannten Vers aus dem Struwwelpeter: "Messer, Gabel, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht."

Teelichte bezeichnet man bisweilen auch als Hindenburglicht, da es im 2. Weltkrieg zur Beleuchtung verwendet wurde.

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