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Taubblindheit

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Von Taubblindheit spricht man, wenn sowohl das Hör- als auch das Sehvermögen soweit eingeschränkt sind, dass der Ausfall des einen Sinnes nicht mehr durch den anderen ausgeglichen werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Symptome und Beschwerden

Es bestehen gleichzeitig Taubheit (auch: Gehörlosigkeit) und Blindheit.

Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen:

sowie

Es ist leicht vorstellbar, dass in den ersten beiden Situationen blindenspezifische Hilfsmittel eine größere Rolle spielen, in den beiden dann genannten Situationen eine Zugehörigkeit zur Gehörlosen(kultur)gemeinschaft möglich ist, in letztgenannter Situation davon ein davon völlig unterschiedliches (erheblich hilfsbedürftiges) Leben geführt wird.

Ursachen

Eine relativ häufige Ursache für Taubblindheit ist das Usher-Syndrom.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Das Usher-Syndrom ist nicht ursächlich behandelbar.

Bei geringer Sehfähigkeit können zum Lesen bestimmte Hilfsmittel (große Bildschirme, Leselupen) zum Einsatz kommen. Bei geringer Hörfähigkeit kann mit Hörhilfen gearbeitet werden. Eine geringe Anzahl von taubblinden Kindern wird auch mit einem Cochleaimplantat versorgt, d. h., mit einer Hörprothese. Dies ist dann möglich, wenn der Hörnerv funktionstüchtig ist. Es gibt aber bis heute keine sicheren Erkenntnisse über den Nutzen dieser (operativen) Methode.

Folgen und Komplikationen

Die Neutralität dieses Artikels oder Absatzes ist umstritten. Die Gründe stehen auf der Diskussionsseite und auf der Seite für Neutralitätsprobleme. Entferne diesen Baustein erst, wenn er nicht mehr nötig ist, und gib gegebenenfalls das Ergebnis auf der Neutralitätsseite bekannt.

Taubblindheit erschwert die selbständige Lebensführung erheblich. Die schulische Ausbildung (Sonderschule für Gehörlose), die Berufswahl, das Arbeitsleben, die Partnerschaft bzw. Ehe, die Kindererziehung, die Mobilität und die Bewältigung des Alltags sind stark beeinträchtigt. Der Erwerb des Führerscheins ist unmöglich.

Blindheit erschwert die räumliche Orientierung und die Mobilität, so dass Hilfen wie z. B. ein Blindenstock vonnöten sein können.

Taubheit schränkt die Kommunikation stark ein, so dass eine Unterhaltung nur mit Lormen oder taktiler Gebärdensprache möglich ist. Die Kommunikation beschränkt sich daher fast vollständig auf Gehörlose.

Zur zwischenmenschlichen Kommunikation bedienen sich Taubblinde u. a. des Lormens. Dies gilt für die Länder, in denen Lehrer verhinderten, dass Betroffene selbst ihre Kommunikationsform frei wählten, z. B. Deutschland. In fast allen Ländern der Welt wird von Taubblinden demgegenüber die "geführte Gebärde" eingesetzt, eine darauf angepasste Gebärdensprache, dass sie vom "Hörenden" an den Händen des "Sprechenden" abgefühlt wird.

Berühmte Taubblinde

Die historisch bekannteste taubblinde Person war mit ihrer gelungenen Schicksalsbewältigung Helen Keller. Sie verlor im Alter von 19 Monaten durch eine bis heute nicht genau identifizierte Krankheit ihr Augenlicht und ihr Hörvermögen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ein beginnender Lautspracherwerb stattgefunden, der jedoch erst mehr als vier Jahre später, nach dem Eintreffen einer Privatlehrerin, wiederaufgenommen wurde.

Weblinks

Wikipedia
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