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Taschenmesser
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Ein Taschenmesser ist ein Messer, dessen Klinge zum gefahrlosen Transport in den Griff eingeklappt werden kann. Weitere gleichbedeutende Bezeichnungen sind Klappmesser, in Österreich Feitel und in der Schweiz Sackmesser.
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Vorteile zum Messer mit feststehender Klinge
Die Klinge ist bei geschlossenem Messer bestens geschützt. Geschlossen ist das Messer kompakt, einfach zu tragen und verletzungssicher. Daher sind Taschenmesser universell einsetzbar, unter anderem als Kleinwerkzeug und zur Mohs-Härteprüfung von Gesteinen.
Nachteile zum Messer mit feststehender Klinge
Die Klingenlänge ist durch die Grifflänge begrenzt, es gibt jedoch auch Klappmesser, bei denen die Klinge über das Griffende hinausragt - ob dies praktisch oder sicher ist, sei dahingestellt. Die Befestigung der Klinge ist empfindlich gegen Beanspruchung. Der Fertigungsaufwand und die Herstellungskosten sind höher. Bei einigen Messern ist der Griff nicht handgerecht.
Arten
Zu unterscheiden sind grundsätzlich Klappmesser mit automatisch verriegelnder oder feststellbarer Klinge und solche, deren Klingen nach dem Ausklappen lediglich durch Reibung oder leichten Federdruck in Position gehalten werden. Letztere sind leichter, einfacher zu fertigen und verfügen meist über eine höhere soziale Akzeptanz, bergen jedoch ein deutlich höheres Verletzungsrisiko durch unbeabsichtigtes Schließen.
Die bekannteste Ausführung ist das original Schweizer Messer, das neben mehreren Klingen noch weitere Klappwerkzeuge besitzt. Ebenfalls ein Taschenwerkzeug mit unterschiedlichen Funktionen ist das Leatherman.
Aus dem gleichnamigen Ort im Département Aveyron in Frankreich stammen die Laguiole, traditionell in Handarbeit gefertige Taschenmesser. Ursprünglich als Hirtenmesser entworfen, sind sie heute in Frankreich sehr populäre Taschenmesser und aufgrund ihrer aufwändigen Handarbeit und oft künstlerischen Verzierungen auf dem Messerrücken beliebte Sammlerobjekte und Statussymbole.
Andere populäre Taschenmesser sind die französischen Opinel aus der Savoie-Region, die seit dem 19. Jahrhundert fast unverändert hergestellt werden. Seit den 1950er Jahren werden die Opinel mit einer Arretierung der Klinge ausgestattet, die versehentliches Einklappen verhindert.
Verbreitet ist auch der Archetyp des verriegelbaren Backlock-Klappmesser, der 1963 von dem amerikanischen Hersteller Chuck Buck mit dem Modell 110 "Folding Hunter" entwickelt und seitdem vielfach mit mehr oder weniger Veränderungen kopiert wurde.
In den letzten Jahren geht der Trend bei den feststellbaren Klappmessern hin zu Konstruktionen, die durch an der Klinge angebrachte Stift(e) einhändig zu öffnen sind und deren Entriegelungsmechanismus ebenfalls im vorderen Bereich des Griffes untergebracht ist, am häufigsten in Form eines sog. Liner-Locks.
