Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Takarazuka Revue

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/6/6d/Takarazuka-nihongo.jpg': No such file or directory.
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/6/6d/Paris_Sette-Takarazuka1930.jpg': No such file or directory.
"Paris Sette" 1930

Die Takarazuka Revue (jap. 宝塚歌劇団 Takarazuka Kagekidan) ist eine populäre japanische Schauspielgruppe, die 1913 von Kobayashi Ichizo gegründet wurde. Das maßgebliche Merkmal der Revue ist, dass sowohl weibliche als auch männliche Rollen ausschließlich von Frauen dargestellt werden. Neben der Faszination des „Spiels mit den Geschlechtern“ ruft eine romantische und märchenhafte Kulisse eine Traumwelt hervor, die oft fern ab jeglicher Realität liegt. Durch die Inszenierung der Musicals Elisabeth sowie Die Rosen von Versailles erlangte das Ensemble auch außerhalb Asiens Aufmerksamkeit.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Die Revue wurde 1913 von Kobayashi Ichizo, Gründer des Eisenbahnkonzerns Hankyu, in der Stadt Takarazuka ins Leben gerufen. Aufgenommen wurden junge, unverheiratete Mädchen welche dem Grundsatz Kiyoku, Tadashiku, Utsushiku (sei unschuldig, sei aufrichtig, sei schön) folgten. Im Gegensatz zum traditionellen Kabuki-Theater konzentrierte man sich im Takarazuka an westlich orientierten Musicals und Revuen. Die erste Aufführung fand 1914 statt, bereits 1924 erreichte das Ensemble knapp 2,5 Millionen Besucher im Jahr und eine feste, meist weibliche, Besuchergruppe kristallisierte sich heraus. Aufgrund des Erfolges erlangte die Revue ihr erstes mit 3000 Plätzen ausgestattetes Theater: das Takarazuka Grand Theater.

Otokoyaku und Musumeyaku

Die sogenannten Takarasiennes (abgeleitet aus dem Französischen, z.B. Parisienne) erhalten eine 2-jährige Ausbildung an der renommierten Takarazuka Music School. Nach Ende des ersten Ausbildungsjahres werden die Mädchen in Otokoyaku (Männerrollen) und Musumeyaku (Frauenrollen) eingeteilt. Dies geschieht in erster Linie nach eigenem Wunsch aber auch nach Körperbau, sprich dem maskulinen Erscheinungsbild (Größe, Statur), sowie der jeweiligen Oktavenstärke und Stimmlage. Hierbei ist die Darstellung eines Mannes, eines Otokoyaku, die populärste und beliebteste Form am Theater.

Gruppensytem

Um möglichst viele, unterschiedliche Stücke aufführen zu können, entschloss man sich im weiteren Verlauf der Revue die Darstellerinnen in Schauspielgruppen einzuteilen.

  • Hanagumi (Blumengruppe)
  • Tsukigumi (Mondgruppe)
  • Yukigumi (Schneegruppe)
  • Hoshigumi (Sternengruppe)
  • Soragumi (Kosmosgruppe seit 1998)

Jede Gruppe hat einen eigenen Stil was sich auf die Performance und Darstellung der jeweiligen Stücke auswirkt. Die Hauptrollen übernimmt der so genannte "Top Star", immer ein Otokoyaku. Der Regel nach darf eine Takarasienne höchstens 36 Monate als Top Star auftreten, außer sie erlangt den Status ein zweites Mal.

Neben den 5 Hauptgruppen gibt es zudem einen Special Course (Senka), in den „ältere“ Darstellerinnen wechseln können, wenn sie nicht aufhören wollen. Senka selbst inszeniert keine Stücke, übernimmt jedoch oft die älteren Rollen in Stücken der 5 Hauptgruppen.

Auswahl an bekannten Stücken

Die Inszenierungen zu Riyoko Ikedas Manga-Serie Die Rosen von Versailles sind zusammen mit Elisabeth das kommerziell erfolgreichste Projekt der Revue.

Auswahl an Takarasiennes

Literatur

  • Maria Grajdian- Mengel: Die Takarazuka Revue oder die Überwindung der Tradition, Verlag Noetzel, 2005, ISBN 3795908582

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Takarazuka_Revue, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge