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Tainan
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Tainan (chin. 台南市/臺南市{{{c}}} „Südliches Taiwan“
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) ist mit 757.425 Einwohnern die viertgrößte Stadt Taiwans und dazu auch die älteste. Die Stadt liegt im Südwesten Taiwans und gehört zur Republik China.
Tainan wurde ab 1621 wegen der günstigen Hafenlage als niederländische Kolonialstadt errichtet. 1621 vertrieb Koxinga die niederländische Garnison und machte Tainan (unter dem Namen Taiwan-Fu, "Regierung Taiwans") zur Hauptstadt der Präfektur Taiwan. Erst im 19. Jahrhundert wurde Taipeh im Norden der Insel Hauptstadt.
Tainan ist heute eine moderne Großstadt, die unter anderem die National Cheng Kung University beherbergt.
Bei aller Modernität ist die Vergangenheit hier noch überall lebendig: Tore, Gedenkbögen und Überreste von mehr als 300 Jahre alten Forts und Tempeln, bezeugen Taiwans Geschichte, Erbe und innige Verbundenheit mit Tausenden von Jahren chinesischer Kultur.
Verkehr
Tainan verfügt über eine Eisenbahnstation mit Zugverbindungen nach Norden (Keelung/Taipeh/Taichung) und Süden (Kaohsiung, Pingtung). Die Hochgeschwindigkeitsbahn Taiwan High Speed Rail verläuft außerhalb des Stadtgebietes, der Bahnhof liegt nahe dem Technologiepark Tainan (Expresszüge halten nicht).
Autobahnen und Express-Straßen verbinden Tainan mit anderen Orten auf Taiwan. Tainan hat einen Seehafen zur Taiwan-Straße.
Ein Militärflugplatz bei der Stadt wird auch als ziviler Flughafen Tainan genutzt und von lokalen Fluggesellschaften wie Far Eastern Air Transport und TransAsia Airways angeflogen.
Tempel
Einige der mehr als dreihundert Tempel Tainans zählen zu den am besten erhaltenen Beispielen traditioneller chinesischer Kultur in Taiwan. Bedeutende Tempel sind unter anderem der Konfuzius-Tempel in der Nanmen Straße aus dem Jahre 1665, der Kuanti-Tempel in der Yungfu Straße, in dem Beamte der Qing-Dynastie feierliche Riten zu Ehren des Kriegsgottes abhielten, und der benachbarte "Tempel der großen Himmelskaiserin", von dem es heißt, er habe die schönsten Tempelschnitzereien in ganz Taiwan, sodann der Wufei-Tempel in der Wufei Straße, der den fünf Konkubinen gewidmet ist, die lieber mit ihrem Prinzen sterben wollten und Selbstmord begingen als sich der neuen Qing-Dynastie zu ergeben, und schließlich an der Kaishan Straße der Schrein des Koxinga, eines Getreuen der Ming-Dynastie, der im Jahre 1661 die Holländer von Taiwan vertrieb.
Die beiden neueren Tempel am "Hirschohrtor" sind einmal der Matsu-Tempel mit seinem tausend Jahre alten Bildnis der Göttin, das Koxinga nach Taiwan brachte, und zum anderen der "Tempel der heiligen Mutter", ein eindrucksvoller Gebäudekomplex, der von den besten Künstlern Taiwans geschaffen wurde.
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Tainan – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Offizielle Seite der Stadt (engl.)
- Tourismusinformation der Stadt Tainan (engl.)
Koordinaten: 22° 60' N, 120° 13' O
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