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Türkisch für Anfänger

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Seriendaten
Originaltitel: Türkisch für Anfänger
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr(e): 2005–2006
Produzent: Hofmann & Voges Ent.
Länge pro Episode: ca. 25 Minuten
Episodenzahl: 36
Musik: Ali N. Askin
Titelsong: KarpatenhundGegen den Rest
Idee: Bora Dağtekin
Genre: Comedy, Familienserie
Erstausstrahlung: 14. März 2006
Fernsehsender: Das Erste
Besetzung
Wikipedia
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Türkisch für Anfänger ist eine preisgekrönte Vorabendserie im Ersten, dem gemeinsamen Fernsehprogramm der ARD. Trotz des täglichen Ausstrahlungstermins von dienstags bis freitags handelt es sich bei der Serie nicht um eine Seifenoper, sondern um einen Genre-Mix aus Comedy- und Familienserie. Die erste Staffel umfasst zwölf Folgen. Die 24 Folgen der zweiten Staffel werden seit dem 27. März 2007 nach einer Wiederholung der ersten Staffel ausgestrahlt.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Für die 16-jährige Lena hieß Familie bis jetzt: Dreier-WG mit ihrem jüngeren Bruder Nils und ihrer Mutter, der Psychotherapeutin Doris. Doch dann verliebt sich ihre Mutter in Metin, einen türkischstämmigen Polizisten. Die Konsequenz daraus ist, dass alle zusammenziehen. Lena teilt jetzt ein Zimmer mit der neuen Stiefschwester Yağmur (15), einer streng gläubigen Muslimin und muss sich mit ihrem neuen Stiefbruder Cem (17) auseinander setzen, der in sie verliebt ist und sie auch bald in ihn. Cem lässt zwar keine Beziehung zum Islam erkennen, fühlt sich aber Traditionen folgend verantwortlich für seine neue Schwester. Vollwaise Axel, der bei Lenas Mutter in Therapie ist und dessen Klassenkameradin sie wird, sucht Familienanschluss und eine Beziehung mit Lena.

Obgleich Titel und Szenario in erster Linie auf den Kulturenkonflikt abzielen, werden in der Serie auch weitere Themen angesprochen. Locker beschrieben und zum Teil kabarettistisch überzeichnet, werden von der Pubertät bis hin zu Problemen im Alter Lebenslagen durchgenommen, die in allen Kulturen vorkommen.

Autor

Der Autor der Serie, Bora Dağtekin, ist selbst in einem deutsch-türkischen Elternhaus (mit türkischem Vater und deutscher Mutter) aufgewachsen, wodurch beim Schreiben der Drehbücher nach eigenen Angaben auch persönliche Familienerfahrungen – in das Komische überzeichnet – mit eingegangen sind. Einzelne Serienfolgen schreiben bisweilen auch - häufig türkischstämmige - Gastautoren.

Pressestimmen

Zum Start der Vorabendserie herrschte ungewöhnliche Einigkeit in den Feuilletons der deutschen Tagespresse. Peer Schader von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Beispiel schrieb von der „besten ARD-Serie seit langem“. Als „Keck, witzig, politisch unkorrekt“ bezeichnete sie Die Welt. Dass Türkisch für Anfänger zudem „eine ganze Menge zum Nachdenken“ biete, befand Der Tagesspiegel, und die Süddeutsche Zeitung stellte heraus, dass „selten (...) das, was multikulturelle Gesellschaft ironischerweise bedeuten kann, so gut stilisiert worden (ist) für das Fernsehen.“ Martin U. Müller hält in der taz auch die Ideen zur zweiten Staffel für gelungen und spricht von einer „geistreichen, aufwändigen und wortwitzigen“ Produktion.

Auch international hat die Serie Beachtung gefunden und wird positiv gewürdigt: Für die französische Libération war sie das Fernsehereignis des Jahres.[1]

Auch in der Türkei hat die Serie für ein großes Medieninteresse gesorgt.

Quoten

Die erste Folge der Serie erreichte 2,54 Millionen Zuschauer und hatte damit zum Einstand einen Marktanteil von 10,1 Prozent. Diese Quote lag jedoch unter den Erwartungen der ARD. Die Verantwortlichen hatten ursprünglich auf einen Erfolg wie bei Nicht von schlechten Eltern und Berlin, Berlin gehofft. Da dies aber nicht der Fall war, wurde zunächst keine Fortsetzung der Serie beschlossen. Aus diesem Grund startete am 6. April 2006 eine Unterschriftenaktion, von der sich die Initiatoren ähnlichen Erfolg wie bei der ProSieben-Serie Stromberg erhofften.

„Allerdings sind die Reaktionen zu dieser Serie überwältigend positiv und die bisherige Resonanz unserer Zuschauer bestärkt uns darin, ‚Türkisch für Anfänger‘ im Programm zu halten und mehr als nur die bisher produzierte erste Staffel mit zwölf Folgen auszustrahlen“, so die ARD, die am 12. Mai 2006 den Drehstart für eine zweite Staffel bekannt gab: „Am 26. Juni begannen die Dreharbeiten zu 24 weiteren Folgen in Berlin, die voraussichtlich bis Mitte Dezember 2006 dauern“.

Die am 27. März 2007 ausgestrahlte erste Folge der 2. Staffel erreichte einen enttäuschenden Marktanteil von 8,1% und wurde von 1,64 Millionen Zuschauern gesehen. Allerdings wurde in der Zielgruppe der Menschen zwischen 14 und 49 Jahren ein Marktanteil von 9,5 Prozent erzielt.

Auszeichnungen

Auszeichnungen

  • 2006: Goldene Nymphe auf den Festival de Télévision de Monte-Carlo, Philip Voges und Alban Rehnitz gewinnen den "Best European Producer Award" in der Kategorie Comedy
  • 2006: Prix Italia, Türkisch für Anfänger gewinnt den Preis der Best Drama-Serie or Serial
  • 2006: Deutscher Fernsehpreis, Beste Serie
  • 2006: Cinéma Tout Ecran, Genf „Reflet d’Or CINEMA TOUT ECRAN“ für die beste Serie
  • 2007: Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Unterhaltung"

Nominierungen

  • 2006: Rose d’Or Nominierung in den Kategorien Sitcom und Social Awareness
  • 2006: Nymphe d'Or Festival de Télévision de Monte-Carlo, Nominierung in der Kategorie "Best Comedy Series", "Outstanding Producer" und "Outstanding Actor/Actress"
  • 2006: Deutscher Fernsehpreis, Nominierung in der Kategorie Beste Serie/Beste Schauspieler Serie
  • 2006: Prix Europa
  • 2007: Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Unterhaltung" / "Spezial"
  • 2007: Rose d’Or Nominierung in den Kategorien Sitcom und Social Awareness

DVD

Eine DVD-Box (zwei DVDs) mit allen Folgen der ersten Staffel ist am 27. März 2006 erschienen. Diese enthält außerdem etwa 20 Minuten Zusatzmaterial, unter anderem einen Audiokommentar zu Folge drei, acht und 12 und einige ausgelassene Szenen.

Zwei weitere DVD-Boxen mit jeweils 12 Folgen der zweiten Staffel sollen am 16. April 2007 und am 14. Mai 2007 erscheinen.

Siehe auch

Fußnoten

  1. Kopie des Artikels der Libération in französischer Sprache auf der Website der Produktionsfirma

Weblinks

Wikipedia
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