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Synthetisches Urteil a priori
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Ein synthetisches Urteil a priori erweitert das Wissen über einen Sachverhalt, ohne sich dabei auf eine Erfahrung zu beziehen (vgl. auch synthetisches Urteil a posteriori).
Im Gegensatz zu einem analytischen Urteil, das aus einem Begriff eine diesem Begriff immanente Bedeutung ableitet: z.B. „Der Kreis ist rund“, ist ein synthetisches Urteil nach Immanuel Kant ein erkenntniserweiterndes Urteil wie: "X = Y, Y = Z, daraus folgt X = Z".
Für Kant besteht nun die Hauptfrage seiner Erkenntnistheorie darin, wie synthetische Urteile a priori möglich sind, da es sich hierbei um Urteile oder Erkenntnissätze handelt, die sowohl unser Wissen über die Welt vermehren, als auch notwendig und allgemein gültig, das heißt erfahrungsunabhängig sind.
Damit stellt Kant die transzendentale Frage nach der Bedingung der Möglichkeit von Wissenschaft überhaupt, da analytische Urteile a priori unser Wissen über die Welt nicht vermehren, und synthetische Urteile a posteriori bloß wahrscheinlich sind (siehe auch Falsifizierung). Es ist für Kant deshalb notwendig zu zeigen, dass es Erkenntnissätze gibt, die nicht nur unser Wissen über die Welt vermehren, sondern auch notwendig und allgemein sind. Diese Sätze sieht er in den Grundsätzen der Mathematik und Physik. Hierauf aufbauend weist er nach, dass es synthetische Urteile a priori auch in der Metaphysik gibt.
Kants Position ist häufig kritisiert worden. So wurde gerade von Vertretern des logischen Empirismus geäußert, es gäbe nur synthetische Urteile a posteriori, bzw. nur analytische Urteile a priori.
Siehe auch
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