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Syntagma

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Der Begriff Syntagma (v. griech.: σύνταγμα syntagma = Zusammengesetztes oder Verfassung) beschreibt eine grammatikalisch zusammengehörige Wort- bzw. Elementgruppe. Es entstammt der (gewöhnlich dichotomen) Terminologie Ferdinand de Saussures. Es ist das Antonym von Paradigma.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Aufgrund des linearen Charakters von Sprache kann die Verkettung von Einzelelementen auf der horizontalen (im Gegensatz zu vertikalen) Achse zu einer komplexeren Einheit beschrieben werden, z. B. bildet die Verkettung von Buchstaben ein (orthographisches) Wort, diese verketten sich zu Phrasen, diese zu einem Satz.

Ein (sprachliches) Element ist durch die Beziehungen, die es innerhalb eines Syntagmas zu den anderen (Satz-)Elementen haben kann, definiert.

Beispiel: ein Hund läuft; eine Katze läuft; ein Fisch läuft. Auch letzteres ist ein gültiges Syntagma, da es allen (herkömmlichen) Rektionsbedingungen genügt. Dass es semantisch unsinnig ist (bzw. sein kann), ist Sache des (semasiologischen) Paradigmas bzw. des Wortfeldes.

Beispiele

  • Rotes Kreuz besteht aus den Elementen „rot“ und „Kreuz“, wo die Elemente für sich genommen nicht den Sinn erkennen lassen. Erst in der Betrachtung des gesamten Gebildes erschließt sich der Sinn.
  • Freiheit und Verantwortung schränkt die Deutung des Begriffs Freiheit ein, da durch die Zusammennennung mit „Verantwortung“ z. B. die Deutung „Freiheit=Eigenmächtigkeit“ ausgeschlossen wird (weil Eigenmächtigkeit verantwortungslos sein kann).
  • Fördern und fordern ist ebenfalls ein Syntagma.

Literatur

  • Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1967, ISBN 3110001586.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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