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Synchronmotor
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Ein Synchronmotor ist ein Elektromotor, bei dem ein konstant magnetisierter Läufer (Rotor) synchron von einem bewegten magnetischen Feld im umgebenden Stator mitgenommen wird.
Das Feld im Läufer wird durch Permanentmagnete (Selbsterregung, z.B. magnetisierter Ferrit-Zylinder als Läufer) oder Elektromagnete (Fremderregung mit Ankerspule, Stromzufuhr über Schleifringe) erzeugt. Die Ankerspulen werden insbesondere bei großen Synchronmaschinen manchmal mit einem passenden, gesteuerten Wechselstrom betrieben. Damit sind drehzahlvariable Antriebe großer Leistung realisierbar.
Synchronmotoren können mit Einphasen- oder Zweiphasen-Wechselstrom oder mit Drehstrom (siehe hierzu Drehstrom-Synchronmaschine) betrieben werden.
Einphasige Synchronmotoren benötigen eine Anlaufhilfe, um "Tritt zu fassen".
Der laufende Synchronmotor hat eine zur Wechselspannung synchrone Bewegung - die Drehzahl ist also genauso hoch wie die Frequenz der Wechselspannung.
Permanenterregte Schrittmotoren und elektronisch kommutierte Gleichstrommotoren sind mindestens zweiphasig und sind ebenso aufgebaut wie Synchronmotoren, sie unterscheiden sich nur durch die Art der Ansteuerung der Wicklungen.
Für kleine Antriebe (sog. Synchronuhren) gibt es auch Synchronmotoren, deren Läufer nicht magnetisiert sind und Zähne zur Konzentration des magnetischen Feldes des (ebenfalls gezahnten) Stators aufweisen. Diese gleichen im Prinzip den Reluktanzmotoren. Sie benötigen ebenfalls eine Starthilfe.
Jeder permanenterregte Synchronmotor kann auch als Synchrongenerator arbeiten. Beispiele sind Fahrrad- und Motorrad-Lichtmaschinen. Fremderregte Synchronmaschinen werden in Kraftwerken, Stromaggregaten und als Auto-Lichtmaschine eingesetzt.
Einphasen-Synchronmotoren finden sich in einer Vielzahl kleiner Antriebe, wo es auf konstante Drehzahl ankommt:
- Synchronuhren (an die Netzfrequenz gekoppelte große Zeigeruhren)
- Schaltuhren und Zeitschalter
- Programmschalter in Waschmaschinen
Auch viele kleine Motoren im Haushalt sind Synchronmotoren:
- Aquariumpumpen
- Zitruspressen (teilweise)
- Laugenpumpen in Waschmaschinen (diese waren früher Spaltpolmotoren)
- Drehtellerantriebe in Mikrowellenherden
Vergleiche auch mit Drehstrom-Synchronmaschine und Synchrongenerator.
