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Sybaris

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Sybaris (Σύβαρις) war eine griechische Ackerbaukolonie am Golf von Tarent.

Sybaris wurde um 720 v. Chr. an der Ostküste Kalabriens von Achaiern gegründet und gelangte durch die Fruchtbarkeit des Gebiets und durch Handel bald zu bedeutender Macht und Größe und herrschte über ca. 25 Tochterkolonien (u. a. Poseidonia, lateinisch Paestum). Der prächtige und luxuriöse Lebensstil der „Sybariten“ wurde im antiken Griechenland schließlich sprichwörtlich: Sybaritismus ist heute ein Begriff für Völlerei und Genusssucht.

Im Jahr 510 v. Chr. kam es zu einem Aufstand in Sybaris, der niedergeschlagen wurde. Die Anführer des Aufstandes flüchteten in die Nachbarstadt Kroton (heute: Crotone), woraufhin Sybaris ein starkes Heer nach Kroton schickte. Nach 70 Tagen Krieg siegten die Verteidiger von Kroton. Als Rache wurde Sybaris vollständig zerstört, indem der Fluss Crathis in die Stadt geleitet wurde. Zwei Versuche zum Wiederaufbau scheiterten, stattdessen wurde landeinwärts die Stadt Thurii als neue Kolonie gegründet.

Das heutige Sibari ist ein Ferienort und liegt etwa fünf km weiter landeinwärts als das alte Sybaris. Die Fundstücke aus Sybaris sind im archäologischen Museum der Stadt ausgestellt.

Literatur

  • Peter Kracht: Die handelsgeschichtliche Bedeutung der Stadt Sybaris bis zu ihrer Zerstörung im Jahre 510 v. Chr. In: Münstersche Beiträge zur Antiken Handelsgeschichte (MPAH). Scripta Mercaturae, St. Katharinen 7.1988, 30-45. ISSN 0722-4532

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