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Swiss Life

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Bild:Hauptsitz swisslife.jpg
Swiss Life-Hauptgebäude in Zürich
Konzerninformation
Name Swiss Life
Hauptsitz Zürich
Firmeninformation
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Firmenname Swiss Life
Gründungsdatum 1857
Gründungsort Zürich
Firmensitz Zürich
Mitarbeiter 8979 (2005)
Bruttoprämien 11,635 Mrd. CHF (2005)
Webseite www.swisslife.com

Swiss Life (ehemals Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt, kurz Rentenanstalt) ist der grösste Lebensversicherungskonzern der Schweiz mit Sitz in Zürich. Vorstandsvorsitzender (CEO) der Holding ist Rolf Dörig, Präsident des Verwaltungsrats Bruno Gehrig. Swiss Life beschäftigt insgesamt rund 9000 Mitarbeiter und verwaltet ca. 207 Milliarden CHF (Stand Ende 2005).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Kontinuierliches Wachstum

Die Schweizerische Rentenanstalt wurde 1857 durch Conrad Widmer als erste Lebensversicherung der Schweiz gegründet. Die Gesellschaftsform war die einer Genossenschaft und Alfred Escher war an der Gründung ebenfalls beteiligt. Das Ziel ihrer Gründer war „den schweizerischen Familienvätern auf hinlänglich soliden Grundlagen Gelegenheit zu geben, durch Aufopferung eines kleinen Theils des Erwerbes die Ihrigen gegen mancherlei Wechselfälle des Lebens bis zu einem gewissen Grade sicherzustellen“. Bereits 1866 erhielt Widmer die Konzession in Preußen. Ein Jahr später nahm die Rentenanstalt den Geschäftsbetrieb in Hamburg und Bremen auf. Eine Niederlassung für das zersplitterte Deutschland gibt es. Jedes Königreich, jedes Herzogtum hatte einen eigenen Generalbevollmächtigten. Die von Hand geschriebenen Policen wurde allesamt in Zürich ausgefertigt. Ab 1894 bot die Rentenanstalt als eine der ersten Lebensversicherungen die Möglichkeit an, eine Berufsunfähigkeits-Versicherung abzuschließen. Zwischen 1866 und 1987 gründet die Schweizerischen Rentenanstalt Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Niederlanden, Belgien, Grossbritannien, Spanien, Luxemburg und Italien. 1988 übernahm sie die «La Suisse» Versicherungen in Lausanne.

Genossenschaft wird zur Aktiengesellschaft

1997 wandelte sich die Rentenanstalt unter Martin Kauer von einer Genossenschaft in eine börsenkotierte Aktiengesellschaft. Dabei wurden aus den rund 600 0000 ehemaligen Genosseschaftern Aktionäre. 1998 wurde die Rentenanstalt/Swiss Life-Aktie im SMI-Index aufgenommen. Wie auch andere Banken und Versicherungen startete die Rentenanstalt unter dem Titel «Allfinanz» eine expansive Strategie. Fortan sollte ein Bankangestellter auch Versicherungspolicen verkaufen und ein Versicherungsberater auch Anlagefonds. Im Kampf um Marktanteile im Finanzsektor wurden im In- und Ausland Milliardenakquisitionen getätigt, wie etwa 1999 die Übernahme der Immobilienfirmen Uto ALbis, Livit AG (von der UBS) und Oscar Weber (2000). Konkurrenten in ganz Europa (Lloyd Continental (Frankreich) 1999, Schweizerischen Treuhandgesellschaft STG (2000)), IT-Firmen und eine Beteiligung an der Jungfraubahn, die zuvor eine amerikanische Beteiligungsgesellschaft kaufen wollte, wurden erworben. Schliesslich übernahm die Rentenanstalt die Tessiner Gotthard-Bank (Banca del Gottardo). So wurde das Unternehmen innert weniger Jahre vollständig vom Lebensversicherer zum Finanzkonglomerat umstrukturiert, welches aber nach Ansicht von Kritikern dadurch zu gross und unübersichtlich geworden war. Kurz darauf kam es 2002 zu einem Stopp[1] [2] [3] [4] mit neuer Holdingstruktur, Umtausch der Rentenanstalt/Swiss Life-Aktien und schmerzhaften Korrekturen in den Büchern. Die Gotthardbank war plötzlich statt 2.4 Mrd. Franken beim Kauf nur noch 1.8 Mrd. Franken wert.[5] 2004 wurde der Wert in den Büchern nochmals auf 1.5 Mrd. Franken nach unten korrigiert.[6] Das Neugeschäft im Vereinigten Königreich wurde 2003 eingestellt. Im gleichen Jahr wurden die STG Schweizerische Treuhandgesellschaft und die Tochtergesellschaft in Spanien abgestossen.

Neuanfang

Nach diesen Turbulenzen, "einer geballten Ladung unvorsichtiger Manager und entsprechendem Imageschaden [...] liess [die Rentenanstalt] 2003 den Namen fallen"[7] und wagte 2004 als Swiss Life mit einer vereinfachten Markenstruktur und neuem Erscheinungsbild einen Neuanfang; nur in Holland tritt sie weiterhin unter dem alten Namen Zwitser Leven auf.[8] Das britisches Versicherungsgeschäft wurde an die Resolution Life Group verkauft, das Private Equity-Portfolio an Pantheon Ventures. Das Leben-Geschäft der «La Suisse» wurde 2005 integriert.

Generaldirektoren der Rentenanstalt

Produkte

Sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen werden verschiedene Produkte und Dienstleistungen angeboten, neben Erwerbsunfähigkeits-, Unfall-, und Rentenversicherungen auch fondsgebundene Versicherungen und Vermögensverwaltung. Die Produkte werden zumindest teilweise im Strukturvertrieb vertrieben,[12] was bei den Beratern zu hohem Verkaufsdruck führen kann.

Sponsoring

Swiss Life engagiert sich als Sponsorin in Sport und Kultur, unter anderem für die Schweizer Fussballnationalmannschaft, dem Zürcher Kammerorchester und dem Orchestre de la Suisse Romande. Ebenso besteht eine Partnerschaft zwischen Swiss Life und dem Circus Knie.

Konzernbeteiligungen

Neben dem Lebensversicherungsgeschäft ist die Swiss Life-Gruppe auch im Nichtleben-Geschäft tätig.

  • Swiss Life Asset Management, Zürich
  • Banca del Gottardo, Lugano, Privatbank und Depotbank der Swiss Life Funds
  • Livit AG, Zürich, Immobilien
  • Swiss Life Selecton AG, Zürich
  • Swiss Life Funds, Zürich, Fondsgesellschaft
  • Swiss Life Network, Zürich

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. http://report.swisslife.com/2002_ye/swisslife/page.asp@pageid375528356927718634folderid826663984946~1.htm
  2. http://www.schweizerbank.ch/de/sesselwechsel/sesselwechsel.asp?pkBerichtNr=56456
  3. http://www.schweizerbank.ch/de/sesselwechsel/sesselwechsel.asp?pkBerichtNr=56981
  4. http://www.schweizerbank.ch/de/sesselwechsel/sesselwechsel.asp?pkBerichtNr=59193
  5. http://www.kvschweiz.ch/sw1700.asp
  6. http://www.nzz.ch/2004/03/30/wi/newzzDSFQH06W-12.html;jsessionid=27C927342B6E7FDB84B72962199101B3
  7. Tages-Anzeiger, 9. Januar 2007, S. 23.
  8. http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/strategy/brand.html
  9. Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg: Die Schweiz und die Goldtransaktionen im Zweiten Weltkrieg. Chronos, Zürich 2002. ISBN 3-0340-0616-0
  10. http://www.matrikel.unizh.ch/pages/602.htm
  11. http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D31281.php
  12. http://www.geprellte-strukkis.de/index.php?name=News&file=article&sid=816

Koordinaten: 47° 21' 46" N 8° 32' 3" O

Wikipedia
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