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Swarovski

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt das Tiroler Unternehmen Swarovski, für weitere Bedeutungen sowie Personen dieses Namens siehe Swarovski (Begriffsklärung)

Swarovski ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Sitz in Wattens (Tirol). Die Marke Swarovski ist als Hersteller von geschliffenem Kristallglas und optischen Geräten weltweit bekannt.

Das Tiroler Unternehmen ist heute (2006) in zwei Hauptgeschäftsbereiche gegliedert. Die Swarovski Kristall produziert Schmuckkristalle und vertreibt diese weltweit, der Swarovski Gruppe gehören die Tyrolit Schleifmittel in Schwaz und die Swarovski Optik in Absam an. Swarovski beschäftigt selbst, oder über ihre Tochterfirmen, weltweit mehr als 16.000 Mitarbeiter in 40 Ländern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1895 vom Glasschleifer Daniel Swarovski aus dem böhmischen Georgenthal bei Gablonz gegründet, der 1892 eine elektrische Schleifmaschine für Schmucksteine erfunden hatte und sich auf der Suche nach Wasserkraft in Wattens niederließ.

Nach dem zweiten Weltkrieg profilierte sich die Firma in der Öffentlichkeit Österreichs durch seine Brillenglasschleiferei und weltweit durch seine Feinoptikprodukte. Die schon damals wichtige Cash Cow Schleifmittel war nicht sonderlich bekannt. Die Brillenglasfertigung wurde dann in den 1990er Jahren an die französische Firma Essilor verkauft, die Produktlinie optische Geräte aber behalten. Noch heute gelten die Zielfernrohre und Feldstecher von Swarovski als Spitzenprodukte der optischen Industrie neben den Marken Zeiss und Leitz.

Produkte

Die Erzeugnisse gliedern sich in:

  • Kristallschmucksteine und Kristallkomponenten
  • Kristallskulpturen und Accessoires mit und aus Kristall
  • optischen Präzisionsgeräten (Swarovski Optik)
  • Schleif- und Abrichtwerkzeugen (Tyrolit)
  • synthetischen Edelsteinen (Signity, bis 1999 Swarogem)
  • Straßenmarkierungsknöpfe und Rückstrahler aus Glas (Swareflex)
  • selbstleuchtenden Straßenverkehrs-Leiteinrichtungen (Swareflex)
  • Verkehrszeichen mit LED-Leuchten (Swareflex)

Im Jahr 1976 wurde das Geschäftsfeld Kristallobjekte begonnen. Nach eher bescheidenen Anfängen werden heute Kristallfiguren wie Früchte- oder Tierskulpturen in eigenen Läden oder einem Depotvertriebsystem von Optikern, Juwelieren oder Andenkenläden global verkauft. Das Marketingkonzept der limitierten Herstellung von Serien ist so erfolgreich, dass manche Kristallobjekte regelrecht gesammelt werden und sich Fanklubs bildeten. Diesen – z. T. durch das Unternehmen selbst organisierten – Vereinigungen werden eigene Serien angeboten.

In Nordamerika wurde in den 1980er Jahren durch den Kauf einer ca. 1500 Läden umfassenden Schmuckhandelskette der Vertriebsweg zum Endverbraucher gesichert. Dieser Erwerb war damals eine der größten Akquisitionen eines österreichischen Unternehmens und erschütterte die finanzielle Situation der Firma zunächst erheblich.

Swarovski stellt nicht nur Produkte für Endverbraucher her, sondern liefert auch Strass- und Lustersteine an andere Hersteller aus der Schmuck-, Mode-, Beleuchtungskörper- und Inneneinrichtungsbranche und Rückstrahler aus Glas an den Straßenbau. Mit dem bereits 1994 entwickelten Laserzielfernrohr für Gewehre scheint Swarovski auch den Geschäftsbereich Militär- und Sicherheitstechnik für sich erschließen zu wollen.

„Kristallwelten“

Zum hundertjährigen Firmenjubiläum wurde 1995 in Wattens als Touristenattraktion das Museum „Kristallwelten“ eröffnet. Die Eröffnung und eine Umgestaltung 2005 wurden von dem österreichischen Künstler André Heller vollzogen.

Sonstiges

Durch den hohen Energieverbrauch, der zur Glasherstellung notwendig ist, setzt das Unternehmen verstärkt auf Wasserkraft und führt aus diesem Grund ein eigenes Kraftwerk im Wattental. Auch das Sponsoring hat als Schwerpunkt das Wasser, so wird nicht nur der Nationalpark Hohe Tauern sondern auch ein Nationalpark in Indien durch eine Wasserversorgung unterstützt. Swarovski unterhält jedes Jahr im Dezember einen mit 5000 Kristallen geschmückten Weihnachtsbaum in der Zürcher Bahnhofshalle. Zu Weihnachten 2006 wurde ein ebensolcher Baum im Berliner Hauptbahnhof aufgestellt.

Das Unternehmen besitzt seit 1976 ein eigenes Bedarfsflugunternehmen, die Tyrolean Jet Services.

Literatur

  • Kühschelm, Oliver: Swarovski. Österreichischer „Multi“ und Tiroler „Weltmarke“ In: Brix, Emil / Bruckmüller, Ernst, Stekl Hannes (Hrsg): Memoria Austriae III - Unternehmer, Firmen, Produkte Verlag für Geschichte und Politik, Wien 2005. S. 131 - 168. ISBN 3-7028-0419-6

Weblinks

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Wikipedia
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