Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Sven Hannawald

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Hanni.jpg
Sven Hannawald, Sommergrandprix 2003 in Hinterzarten

Sven Hannawald, geb. Pöhler, (* 9. November 1974 in Erlabrunn) ist ein ehemaliger deutscher Skispringer. Hannawald gewann einmal die Vierschanzentournee sowie vier Medaillen bei nordischen Ski-Weltmeisterschaften und jeweils drei Medaillen bei Olympischen Spielen und Skiflug-Weltmeisterschaften.

Inhaltsverzeichnis

Leben

In Erlabrunn geboren wuchs Sven Hannawald in der Nachbarstadt Johanngeorgenstadt im Erzgebirge auf. Mit zwölf Jahren wechselte er auf die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Klingenthal. Als seine Eltern und die sechs Jahre jüngere Schwester 1991 aus dem Erzgebirge nach Jettingen-Scheppach bei Ulm umzogen, wechselte er ans Skiinternat Furtwangen im Schwarzwald, wo er nach der Schule (Mittlere Reife) eine Lehre als Kommunikationselektroniker absolvierte. Anschließend verpflichtete er sich bei der Bundeswehr und trainierte bis 2001 als Soldat auf Zeit in einer Sportfördergruppe der Bundeswehr in Todtnau-Fahl.

Sven Hannawald wohnt in Berlin-Friedrichshain. Er hat noch eine Zweitwohnung in Hinterzarten und ist Mitglied des dortigen Ski-Clubs. Am 2. Dezember 2006 brachte seine Freundin Nadine Lorenz den gemeinsamen Sohn Matteo zur Welt.

Sportlicher Werdegang

Anfänge

Hannawald nahm bereits mit sieben Jahren an einem Skisprunglehrgang teil. Er betrieb zunächst die Nordische Kombination, doch bald war klar, dass seine Stärken eindeutig beim Skispringen lagen. Um bessere Trainingsmöglichkeiten zu haben, wechselte er auf die KJS. Er wurde DDR-Schülermeister im Skispringen und gewann bei der Kinder- und Jugendspartakiade in den Wintersportarten 1987 in Oberwiesenthal in drei Disziplinen, davon zwei Springen und einmal die Nordische Kombination.

Erste Erfolge als Skispringer

Nach seinem Wechsel nach Hinterzarten wurde er 1992 Dritter der Junioren-Weltmeisterschaft und 1994 mit seiner Klubmannschaft Deutscher Meister im Mannschaftsspringen.

1998 gewann Hannawald bei der Skiflug-WM in Oberstdorf Silber sowie bei den Olympischen Spielen in Nagano Silber im Mannschaftsspringen.

In der Saison 1998/1999 belegte er im Gesamtweltcup der Skispringer den 5. Platz. Bei der nordischen Ski-WM 1999 in Ramsau gewann er im Einzelwettbewerb von der Großschanze Silber hinter Martin Schmitt sowie beim Mannschaftsspringen von der Großschanze Gold.

Weltmeister, Olympiasieger und Gewinner der Vierschanzentournee

2000 wurde er in Vikersund (Norwegen) zum ersten Mal Skiflugweltmeister. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2001 gewann Hannawald in den Mannschaftswettbewerben Gold von der Großschanze und Bronze von der Normalschanze.

Der darauffolgende Winter 2001/2002 war der erfolgreichste seiner Karriere: Sven Hannawald gewann als erster und bisher einziger Skispringer alle vier Teilwettbewerbe der Vierschanzentournee in einer Saison. Ebenfalls als erster Springer verteidigte er seinen Skiflug-Weltmeistertitel. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City holte er Team-Gold und Einzel-Silber (Normalschanze). In der Weltcup-Gesamtwertung belegte er den 2. Platz. Für diese Leistungen wurde er 2002 zum Sportler des Jahres gekürt.

Auch die Saison 2002/2003 verlief für Hannawald überaus erfolgreich. Er gewann sechs Weltcupspringen, errang den zweiten Rang bei der Vierschanzentournee und belegte am Ende den zweiten Platz in der Weltcupgesamtwertung.

In der Saison 2003/2004 lief es für ihn nicht mehr wie erhofft. Seine beste Platzierung in der Saison 2003/2004 war ein 4. Platz in Trondheim (Norwegen). Als Konsequenz daraus beendete Hannawald die Saison vorzeitig.

Hannawald war über einen längeren Zeitraum Gegenstand einer Diskussion über Magersucht. Bei einer Körpergröße von 1,84 m wog er 64 kg (Angaben von seiner offiziellen Webseite).

Karriereende

Am 29. April 2004 wurde bekannt, dass Hannawald an dem so genannten Burn-Out-Syndrom leidet und sich zur Behandlung in eine Spezialklinik begeben hat. Zwischenzeitlich befand sich Sven Hannawald auf dem Wege der Besserung und absolvierte bereits wieder einige öffentliche Auftritte.

Am 3. August 2005 teilte Hannawald mit, dass er sich nach erfolgreicher Behandlung seines Burnout-Syndroms nicht mehr den Strapazen des Profisports aussetzen wolle. Am 8. Juli 2006 beendete er bei der Nacht der Adler in Oberkirch offiziell seine Karriere.

Am 9. März 2007 wurde Sven Hannawald bei der 5. Wok-Weltmeisterschaft in Innsbruck, zusammen mit Markus Beyer, Christina Surer und Susianna Kentikian als Pilot des 4er-Woks des Seat-Teams, Wok-Weltmeister 2007.

Auszeichnungen

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sven_Hannawald, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sven_Hannawald, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sven_Hannawald, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sven_Hannawald, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge