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Susanne Hirzel
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Die Ulmer Pfarrerstochter Susanne Zeller-Hirzel (* 1921) war unter ihrem Mädchennamen Susanne Hirzel eine Jugendfreundin von Sophie Scholl und kam durch sie und ihren Bruder Hans Hirzel zur Widerstandsgruppe "Weiße Rose" während der Zeit des Nationalsozialismus.
Wie Sophie Scholl war sie zunächst begeistertes Mitglied des Bund Deutscher Mädel, distanzierte sich aber zunehmend von den Machthabern. Ende 1942 wurde sie als Musikstudentin von Sophie Scholl angesprochen und zum Widerstand aufgefordert, Ende Januar folgte sie der Bitte ihres Bruders Hans Hirzel und warf in Stuttgart das kuvertierte fünfte Flugblatt der "Weißen Rose" in Briefkästen. Diese hochgeheime Aktion wurde zusammen mit Franz Josef Müller in der Ulmer Martin-Luther-Kirche hinter dem Orgelprospekt vorbereitet, denn der Vater von Susanne und Hans Hirzel war damals an dieser Kirche Gemeindepfarrer.
Nach Verhaftung und Hinrichtung der Geschwister Scholl wurde auch sie verhaftet und im zweiten Prozess, in dem Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell durch den Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt wurden, zu einem halben Jahr Haft verurteilt, da ihr die Kenntnis der ausgetragenen Flugblätter nicht nachgewiesen werden konnte.
Werke
- Vom Ja zum Nein. Eine schwäbische Jugend 1933 bis 1945. Silberburg-Verlag, 2000, ISBN 3-87407-368-8
- Violoncello-Schule. ISBN B00006M0K6
Weblinks
- Literatur von und über Susanne Hirzel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- BR-Online-Portrait von Susanne Hirzel mit Videodokumenten
- ZDF-Beitrag "Frauen gegen Hitler" mit Portrait von Susanne Hirzel
- Interview mit Susanne Hirzel in der Jungen Freiheit
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hirzel, Susanne |
| ALTERNATIVNAMEN | Susanne Zeller-Hirzel |
| KURZBESCHREIBUNG | Mitglied der Widerstandsbewegung "Weiße Rose" während der Zeit des Nationalsozialismus |
| GEBURTSDATUM | 1921 |
