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Sundgau
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Mit Sundgau wird eine Landschaft im Süden des Elsass bezeichnet.
Gebiet und Geschichte
Im Mittelalter wurde das Gebiet des damaligen Elsasses in zwei Gaue eingeteilt, die "Nordgau" ("Nordgowe", "Unterelsass") und "Südgau" ("Suntgowe", "Sundgau", "Oberelsass") genannt wurden. Die Grenze entsprach etwa der alten römischen Provinzgrenze (Gallien im Süden - Germanien im Norden) am Landgraben südlich von Schlettstadt.
Der Sundgau bzw. das Oberelsass entsprachen also in etwa dem heutigen Département Haut-Rhin, bis ins 11. Jahrhundert jedoch reichte er im Süden noch über den Jura bis an die Aare. Im Spätmittelalter fand eine Begriffsverengung auf jene Teile davon statt, die unter habsburgischer Herrschaft standen. Diese reichten im Westen bis über Belfort hinaus, also in traditionell französisches Sprachgebiet. Das Herzogtum Österreich trat den Sundgau im Rahmen des Westfälischen Friedens 1648 an den französischen König ab. In neuester Zeit, nachdem 1871 das Territoire de Belfort von Haut-Rhin getrennt wurde, fand eine weitere Reduzierung auf die Gebiete im Haut-Rhin statt.
Geographie
Das Regionalzentrum ist die Kleinstadt Altkirch. Die Hügellandschaft ist von Landwirtschaft und dörflichen Strukturen geprägt. Der höchste Punkt des Sundgaus befindet sich in der Gemeinde Bettlach auf 525 m.ü.NN.
Weblinks
- Promsundgau (französisch)
- Koetzingue en clair et en net (französisch)
- Altkirch.net
