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Sulfanilsäure

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Strukturformel
Bild:Sulfanilic acid.png
Allgemeines
Name Sulfanilsäure
Andere Namen
  • 4-Aminobenzolsulfonsäure
  • p-Anilinsulfonsäure
  • 4-Aminobesilat
Summenformel C6H7NO3S
CAS-Nummer 121-57-3
Kurzbeschreibung weißer, kristalliner Feststoff
Eigenschaften
Molmasse 173,18648 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,485 g·cm-3 (25°C)
Schmelzpunkt 365 °C
Siedepunkt ?
Dampfdruck ? (gering) Pa (? °C)
Löslichkeit in Wasser 10 g/l (20°C)
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
R- und S-Sätze 36/38-43
24-37
MAK nicht festgelegt
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sulfanils%C3%A4ure, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Sulfanilsäure ist der Trivialname für 4-Aminobenzolsulfonsäure, die aufgrund der starken Sulfonsäurefunktion im Gegensatz zu Aminocarbonsäuren ihren IEP im Sauren hat.

Synthese

Sie wird gewonnen, indem man Schwefelsäure mit Anilin auf 190 °C erhitzt. Damit wird eine Sulfonsäurefunktion in einer elektrophilen Substitution in p-Stellung zur Aminogruppe an den Benzolring gebunden.

Durch ein vorgelagertes Gleichgewicht der Autoprotolyse von Schwefelsäure H2SO4 entsteht H3SO4+ + HSO4. Das H3SO4+-Ion kann Wasser abspalten und es bildet sich HSO3+ als Elektrophil, das den Ring in ortho- bzw. para-Stellung zur protonierten Aminogruppe angreifen kann.

Anwendung

Sulfanilsäure wird zur Herstellung von Lunges Reagenz für den Nitrit- bzw. Nitratnachweis benötigt oder findet Verwendung bei der Synthese der Azofarbstoffe Methylorange oder Methylrot. Sie ist ferner eine Urtitersubstanz nach Arzneibuch.

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