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Sulfamethoxazol

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Strukturformel
Bild:Sulfamethoxazol.png
Allgemeines
Name Sulfamethoxazol
Andere Namen 3(p-Aminophenylsulfonamido)-5-methylisoxazol, Abacin und viele andere
Summenformel C10H11N3O3S
CAS-Nummer 723-46-6
Kurzbeschreibung kristalliner Feststoff
Eigenschaften
Molmasse 253,2752 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte
Schmelzpunkt 167 °C
Siedepunkt ?
Basenkonstante
Dampfdruck 9,237.10-6 Pa (25 °C)
Löslichkeit 0,61 g/l in Wasser bei 37°C
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
R- und S-Sätze

R: 36/37/38-43
S: 26-36

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sulfamethoxazol, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Sulfamethoxazol (IUPAC-Nomenklatur N1-(5-Methyl-3-isoxazolyl)sulfanilamid) ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum aus der Gruppe der Sulfonamide, das vor allem bei der Bekämpfung von Harnwegsinfekten und Lungenentzündungen verwendet wird.

In Deutschland ist es nur in fester Kombination mit Trimethoprim erhältlich und wird in dieser Form unter Handelsnamen wie Cotrimoxazol oder Bactrim® vertrieben.

Spezielle Indikationen sind die Bekämpfung von Pneumocystis carinii, Nocardia asteroides und Stenotrophomonas maltophilia.

Inhaltsverzeichnis

Pharmakokinetik

Sulfamethoxazol hat eine Plasmahalbwertzeit von neun bis elf Stunden.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen des Sulfamethoxazol entsprechen denen der Sulfonamide, wobei Hautprobleme am häufigsten auftreten. Hautreaktionen verschiedener Art, meistens Exantheme, werden bei 2-3 Prozent der Behandelten beobachtet. Gefährlich sind das Blutbild betreffende Nebenwirkungen, die alle Zellreihen betreffen können: Leukopenie, Anämie, und Thrombozytopenie sind möglich. Durch Nebenwirkungen am zentralen Nervensystem kann es zu Ataxie oder Krämpfen, Psychosen und Depressionen kommen. Häufiger sind Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Durchfall. Eine Leberbeteilung kann zum Transaminasenanstieg und eine Nierenbeteiligung zum Kreatininanstieg führen.

In der gebräuchlichen Kombination mit Trimethoprim kann Sulfamethoxazol am Herzen zu einer Verlängerung der QT-Zeit führen und soll daher bei Patienten mit einem longQT-Syndrom nicht eingesetzt werden.

Gegenanzeigen

Die Kombination aus Sulfamethoxazol und Trimethoprim darf außer bei bekannter Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe auch bei Erythema exsudativum multiforme, vorbestehenden Blutbildveränderungen, Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel, hochgradiger Niereninsuffizienz, schweren Leberschäden, Porphyrie, Frühgeborenen und Neugeborenen mit Hyperbilirubinämie nicht angewandt werden. Bei leichten Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Funktionsstörungen der Schilddrüse und Neugeborenen im Alter von unter fünf Wochen sollte sie nur in Ausnahmefällen unter sorgfältiger Überwachung eingesetzt werden.

Weblinks

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