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Sufentanil

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Steckbrief
Name (INN) Sufentanil
Wirkungsgruppe Opioid-Analgetikum
Handelsnamen Sufenta®
Sufenta epidural®
Sufenta mite®
Klassifikation
ATC-Code N01AH03
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Sufentanil, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
CAS-Nummer 56030-54-7
Rezeptpflicht: BtmG

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Fachinformation (Sufentanil)
Chemische Eigenschaften
Bild:Sufentanil.png
IUPAC-Name:
N-[4-(methoxymethyl)-1-(2-thiophen-2-ylethyl) -4-piperidyl]-N-phenyl-propanamid
Summenformel C22H30N2O2S
Molmasse 386.552 g/mol
Wikipedia
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Sufentanil ist ein synthetisches Opioid, das als starkes Schmerzmittel vor allem in der Anästhesie angewendet wird, und mit Fentanyl strukturell verwandt ist.

Inhaltsverzeichnis

Wirkung

Sufentanil vermittelt seine Wirkung über Opioidrezeptoren, die vor allem im zentralen Nervensystem zu finden sind. Als Opioid mit rein agonistischer Wirkung bindet Sufentanil mit hoher Affinität an µ-Opioidrezeptoren, jedoch auch an κ-Rezeptoren und führt so zu den typischen Opioidwirkungen wie Analgesie, Atemdepression, Euphorie und Miosis. Es besitzt die 10fache relativen analgetische Potenz von Fentanyl und die 1000fache von Morphin (Referenz-Opioid).[1] Damit ist es von allen klinisch angewendeten Opioiden das potenteste. Nach intravenöser Gabe verteilt sich Sufentanil aufgrund seiner Lipophilie rasch in fetthaltigen Geweben. Die Wirkdauer beträgt ca. 30 Minuten. Der Abbau findet vorwiegend in der Leber statt, ein kleiner Anteil wird unverändert über die Niere ausgeschieden.

Anwendung

Sufentanil wird hauptsächlich in der Anästhesie und in der Intensivmedizin als Schmerzmittel angewendet. Es kann repetitiv oder kontinuierlich mittels einer Spritzenpumpe zugeführt werden. Aufgrund seiner hohen analgetischen Potenz sollte es nur unter Überwachung verabreicht werden, um eine eventuelle Atemdepression nicht zu übersehen. In der Intensivmedizin wird Sufentanil bevorzugt zur kontinuierlichen Analgosedierung benutzt, da es besser steuerbar ist als Fentanyl; gleichzeitig aber auch eine stärkere sedierende Wirkung besitzt und seltener zu Atemdepression führt.

Unerwünschte Wirkungen

Wie alle Opioide kann auch Sufentanil die typischen Opioid-Nebenwirkungen erzeugen. Zu diesen zählen Atemdepression bis zur Apnoe, Euphorie, Verstopfung sowie Übelkeit und Erbrechen.

Rechtsstatus in Deutschland

Sufentanil ist in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund seiner Aufführung in der Anlage 3 BtMG ein verkehrsfähiges und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel. Der Umgang ohne Erlaubnis oder Verschreibung ist grundsätzlich strafbar. Weitere Informationen sind im Hauptartikel Betäubungsmittelrecht in Deutschland zu finden.

Wikipedia
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Referenzen

  1. Karow, Lang-Roth: allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie (2005)
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