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Suchzünder-Munition für die Artillerie

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SMArt (Suchzünder Munition für die Artillerie, – englisch: Submunition Artillery) ist ein Artilleriegeschoss zur Bekämpfung gepanzerter Ziele auf große Entfernung. Vertrieben wird die Munition von der Firma GIWS (Gesellschaft für Intelligente Wirksysteme mbH) einer Tochtergesellschaft der Firmen Diehl und Rheinmetall. Das Geschoss erfüllt NATO-Standards.

Inhaltsverzeichnis

Einsatzgebiet

Bekämpfung von stehenden und fahrenden, getarnten und ungetarnten, halbharten und harten Zielen punktgenau und effektiv in jeder Umgebung und bei jeder Witterung mit minimalem Munitionsaufwand.

Aufbau

Das Geschoss besteht aus der Geschosshülle, einer Ausstoßeinrichtung und zwei annähernd identischen Submunitionen. Jede Submunition besteht aus Brems- und Stabilisierungssystem, Suchzünder und Gefechtskopf. Der Suchzünder besteht aus Infrarotsensor, mmW-Radar-Sensor, mmW-Radiometer-Sensor, Signalverarbeitungselektronik und Energieversorgung.

Technische Beschreibung

Submunitionsausstoß

Die beiden am Fallschirm spiralförmig herabsinkenden Submunitionen tasten das Zielgebiet mit ihrer Dreifach-Suchsensorik autonom nach Zielen ab. Die Sensor-Algorithmik ist in der Lage, gepanzerte Gefechtsfahrzeuge sicher zu erkennen, diese von Falschzielen zu unterscheiden und auch unter schwierigen Umgebungs- und Witterungsbedingungen zu bekämpfen. Zur Vermeidung von Blindgängern enthalten die Submunitionen eine redundante Selbstzerlegung.

Brems- und Stabilisierungssytem

Das Brems- und Stabilisierungssystem reduziert zunächst die hohen Geschwindigkeits- und Drallwerte der Submunition nach dem Ausstoß aus der Geschosshülle und stellt danach die Dynamik für die Suchphase der Submunition zur Verfügung.

Suchzünder

Der Suchzünder sucht das Gelände spiralförmig ab, erkennt Gefechtsfahrzeuge, misst die Entfernung zum Ziel, errechnet den optimalen Zündzeitpunkt und löst das Zündsignal aus. Eine Bestätigung der Zielerkennung ist nicht erforderlich. Damit ist es möglich, auch schnell fahrende Ziele zu bekämpfen.

Jeder der drei unabhängigen Sensoren ist in der Lage, Ziele zu erkennen und das Zündsignal auszulösen. Dadurch ist auch bei Störung oder Ausfall eines Sensors gewährleistet, dass die Auslösung der Zündung und die Bekämpfung des Ziels erfolgt.

Gefechtskopf

Der Gefechtskopf ist als projektilbildende Ladung ausgeführt. Seine Leistungsfähigkeit ermöglicht die erfolgreiche Bekämpfung aller Gefechtsfahrzeuge einschließlich reaktiver Panzerung. Während der nur wenige Millisekunden dauernden Flugzeit des Projektils vom Zündsignal bis zum Auftreffen kann das Gefechtsfahrzeug selbst mit höchster Geschwindigkeit maximal 50 cm zurücklegen. Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ist also unerheblich.

Nutzung bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr nutzt die Suchzünder-Munition für die Artillerie im Kaliber 155 mm als 'SMArt 155mm DM 702' zusammen mit dem modularen Treibladungssystem MLTS (DM 72) in der PzH 2000. Die Reichweite beträgt dann 28km.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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