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Suchfernrohr

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Suchfernrohr
Bild:Telrad sucher.jpg
Suchfernrohr (oben-links) und Telrad-Sucher auf einem Amateurteleskop

Ein Suchfernrohr ist ein kleines Fernrohr mit geringer Vergrößerung, das parallel zu einem größeren Fernrohr angebracht wird. Es erleichtert wegen seiner kleineren Vergrößerung und dem dadurch größeren Sichtwinkel das Auffinden eines Objektes. Mittels Justierschrauben wird sein Blickfeld dem des Hauptrohres angeglichen. Im Innern ist meistens ein Fadenkreuz angebracht, das die Zentrierung erleichtert. Das Bild steht bei fast allen Sucherfernrohren auf dem Kopf.

Auf Suchfernrohren finden sich (wie auf Ferngläsern auch) Angaben zur Vergrößerung und Öffnung. Die Angabe '6x30' meint sechfache Vergrößerung bei 30 Millimetern vorderer Öffnung. Ein 6x30-Suchfernrohr ist eher lichtschwach, bessere Ergebnisse erzielt man mit einem 8x50-Fernrohr oder mehr. Allerdings wird bei zunehmender Vergrößerung das Auffinden von Objekten immer schwieriger.

Auch gibt es Fernrohre, bei denen über einen Klappspiegel die Vergrößerung zum Aufsuchen umgestellt werden kann.

Bild:Telrad seite.jpg
Telrad-Sucher; Einblick von links

Alternativen zum Suchfernrohr

Speziell für astronomische Beobachtungen in der Amateurastronomie gibt es noch weitere Einstellhilfen:

  • Der Telrad-Sucher (eigene Seite)
  • Der "Rigel-Quick-Finder"; ein Gerät, welches - ähnlich wie der Telrad - nur zwei Zielkreise an den Himmel projiziert, jedoch aufgrund seines Aufbaus wesentlich leichter und wesentlich weniger anfällig für Taubeschlag ist. Teures Zubehör, welches für den Telrad benötigt wird - wie z.B. eine Tauschutzkappe - werden beim Quick-Finder nicht benötigt.
Bild:Zielpunktsucher.jpg
Leuchtpunktsucher; von links erfolgt der Einblick. Oben im "Rohr" befindet sich die Glasplatte.
  • Leuchtpunktsucher; Gerät, das einen Punkt auf eine speziell vergütete Glasoberfläche wirft. Durch die Vergütung ist das Rot des Leuchtpunktes gut zu erkennen. Durch den parallelen Strahlengang der Lichtquelle (meistens eine LED, deren Licht geführt durch eine Glasfaser) muss das Auge nicht auf den sehr nahen Punkt scharfstellen, sondern sieht den Stern durch das "Guckloch" genauso scharf wie den Leuchtpunkt. Diese Art von Einstellhilfe ist nur hilfreich bei auch mit bloßem Auge sichtbaren Objekten, außerdem verdunkelt die teilverspiegelte Oberfläche das Himmelsbild. Der Leuchtpunktsucher ist aber nach einer (einmaligen) Justage sehr präzise.

Spezielle Leuchtpunktsucher, wie der "PDA-Sucher" können wahlweise auch Zielkreise oder Zielkreuze darstellen.

Telrad Aufsuchkarten

Weblinks

Persönliche Werkzeuge