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Subjektive Wahrscheinlichkeit

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Die subjektive Wahrscheinlichkeit bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, die ein Beobachter dem Eintritt eines Ereignisses zuschreibt.

Die subjektive Wahrscheinlichkeit resultiert aus den persönlichen Erfahrungen und den spezifischen Vorkenntnissen des betreffenden Beobachters. Im Prozess der Korrektur unserer Vorstellungen, Theorien u.a. durch deren Konfrontation mit der Wirklichkeit nähert sich die subjektive ständig der objektiven Wahrscheinlichkeit, bezogen jeweils auf einen bestimmten Bereich und ein spezifisches Ereignis.

Diesen Annäherungsprozess, den man auch Wahrscheinlichkeitserlernen bzw. informelle Akkommodation nennt, untersucht die Informationspsychologie. Das so genannte Wahrscheinlichkeitserlernen spielt bei der Anpassung der Organismen an die Umwelt eine große Rolle. Jeder Organismus muss, um existieren und überleben zu können, in der Lage sein, die Wahrscheinlichkeit bzw. Häufigkeit des Eintritts günstiger und ungünstiger Ereignisse abzuschätzen und anhand seines Verhaltens ständig zu korrigieren.

Die Theorie der informationellen Akkommodation bildet somit eine wichtige Bereicherung der Kenntnisse über die klassischen Verhaltensstrategien von Organismen.

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