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Stuttgart-Vaihingen

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Stadtbezirk Stuttgart-Vaihingen
Stadtbezirks-Wappen Stadtkarte
Bild:Wappen-stuttgart-vaihingen-stadtbezirk.png Bild:Karte s vaihingen.png
Liste der Stadtteile von Stuttgart
Bundesland: Baden-Württemberg
Stadt: Stuttgart
Geografische Lage: Koordinaten: 48° 44′ N, 09° 06′ O48° 44′ N, 09° 06′ O
Fläche: 20,893 km²
Einwohner: 44.385 (2005)
Bevölkerungsdichte: 2.124 Einwohner je km²
Höhe: 438 bis 549 m ü. NN
Postleitzahlen: 70563 bis 70569
Vorwahl: 0711
Adresse des
Bezirksrathauses:
Rathausplatz 1
70563 Stuttgart
Website (offizielle): www.stuttgart.de
Bezirksvorsteher: Wolfgang Meinhardt

Vaihingen auf den Fildern ist ein äußerer Stadtbezirk von Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Vaihingen liegt im Südwesten von Stuttgart und grenzt an die Bezirke Stuttgart-West, Stuttgart-Süd und Möhringen. Der höchste Punkt Stuttgarts liegt mit 548 Metern über NN im Bernhartswald nördlich des Autobahnkreuzes am Rande des Bezirks Vaihingen.

Bild:Vaihingen1898.jpg
Vaihingen 1898

Stadtteile

Der Stadtbezirk Vaihingen ist der flächengrößte von Stuttgart und besteht aus den vier Stadtteilen:

Büsnau (mit den Wohngebieten Lauchhau/Lauchäcker),
Dürrlewang,
Rohr und
Vaihingen (mit teilweise weiteren besonders bezeichneten Wohngebieten, z.B. Dachswald).
Bild:Wappen-stuttgart-vaihingen-stadtbezirk.png
Stadtbezirkswappen
Bild:Wappen-stuttgart-vaihingen.png
Wappen von Vaihingen
Bild:Wappen-stuttgart-rohr.png
Wappen von Rohr
Bild:Wappen-stuttgart-buesnau.png
Wappen von Büsnau

Wappen

Das heutige Stadtbezirkswappen ist kein offizielles Wappen, sondern setzt sich aus dem ehemaligen Vaihinger Wappen in der oberen Hälfte und dem ehemaligen Rohrer Wappen in der unteren Hälfte zusammen.

Geschichte

Zum ersten Mal wird Vaihingen auf den Fildern um 1100 erwähnt, als es im Besitz des Grafen von Calw war. 1297 kam der Ort an das Spital in Esslingen am Neckar, dessen Wappen, das Katharinen-Rad er bis heute trägt. Vaihingen verblieb bei der Freien Reichsstadt Esslingen, bis diese Anfang des 19. Jahrhunderts dem Königreich Württemberg eingegliedert wurde. Seinerzeit zählte der Ort ca. 1.300 Einwohner und wurde dem neu geschaffenen Oberamt Esslingen, 1807 dem Amtsoberamt Stuttgart und bei dessen Auflösung 1938 dem Landkreis Böblingen zugeordnet.

Rohr

Bereits zwei Jahre zuvor, am 1. Oktober 1936 wurde die selbständige Gemeinde Rohr nach Vaihingen eingegliedert. Doch war die Vergrößerung der Kommune nicht von langer Dauer, denn bereits am 1. April 1942 wurde die Gemeinde Vaihingen zusammen mit den Orten Birkach, Fasanenhof, Möhringen, Plieningen, Solitude und Stammheim nach Stuttgart eingemeindet.

Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurden die Stadtteile Vaihingen und Rohr mit dem Stadtteil Büsnau zum Stadtbezirk Vaihingen vereinigt.

Büsnau

Büsnau war ein 1933 bis 1939 bzw. 1951 bis 1956 entstandener Stadtteil auf dem Gebiet der ehemaligen gleichnamigen Staatsdomäne, dessen Gebiet später zu Vaihingen gehörte.

Dürrlewang

Ab 1957 entstand auf der Gemarkung Rohr und teilweise auch auf Gemarkung Möhringen ein neuer Stadtteil Dürrlewang, der nach Abschluss der Bebauung Mitte der 1960er Jahre zum vierten Stadtteil des Stadtbezirks Vaihingen erklärt wurde.

Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde der Stadtbezirk Vaihingen nicht verändert. Das Bezirksrathaus in Vaihingen verwaltet somit nach wie vor vier Stadtteile.

Im Stadtteil Vaihingen in den Honigwiesen entspringt der Nesenbach, der auf seinem Weg zum Neckar sein Tal eingeschnitten hat, in dem sich die Stadt Stuttgart entwickelte. 1999 wurde die Ostumfahrung Vaihingens, die Nord-Süd-Straße in Betrieb genommen, die auf einem Viadukt den Nesenbach überquert.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bild:Nord-Süd-Straße Stuttgart-Vaihingen 20060730.jpg
Brücke der Nord-Süd-Straße bei Stuttgart-Vaihingen; im Hintergrund der Nesenbachviadukt

Vaihingen liegt direkt am Autobahnkreuz Stuttgart, das die Autobahnen A 8 (Karlsruhe - Stuttgart - Ulm - MünchenSalzburg) und A 81 (Würzburg - Heilbronn - Stuttgart - Gottmadingen (bei Singen)) zusammenführt und von dem die A 831 in Richtung Stuttgart-Mitte abzweigt.

Der Stadtbezirk wird von den S-Bahn-Linien S1 (Plochingen - Stuttgart - Herrenberg), S2 (Schorndorf - Stuttgart - Flughafen - Filderstadt) und S3 (Backnang - Stuttgart - Flughafen) über die Haltestellen Universität, Österfeld, Vaihingen und Rohr erschlossen. Vaihingen Bahnhof ist außerdem der Endpunkt der Stadtbahnlinien U1 (aus Fellbach), U3 (aus Plieningen) und U8 (aus Ostfildern und Degerloch und zusätzlich während der Hauptverkehrszeit der Linie U6 (aus Gerlingen). Von der selben Haltestelle aus erschließen mehrere innerstädtische Buslinien den Stadtbezirk, außerdem verkehren Überland-Buslinien, u. a. nach Sindelfingen und Tübingen.

Parallel zum Nesenbachviadukt, der die Schienenverbindung nach Stuttgart über den Nesenbach führt, verläuft eine moderne Straßenbrücke, die Nord-Süd-Straße, eine Umfahrung der Innenstadt von Vaihingen.

Hochschulen / Forschungseinrichtungen

  • In Stuttgart-Vaihingen befindet sich ein Teil des Campus der Universität Stuttgart (Natur- und Ingenieurwissenschaften).

In der Nähe sind weitere Einrichtungen beheimatet:

Einkaufszentrum

Wirtschaftlich wichtig für den Stadtbezirk Vaihingen ist das Einkaufszentrum SchwabenGalerie mit 47.000 Quadratmeter Nutzfläche in der Ortsmitte am Rathaus. Sie wurde 2004 nach zweijährigem Bau eröffnet und befindet sich auf dem ehemaligen Schwabenbräu-Brauereiareal.

Ansässige Unternehmen

  • debitel AG, Hauptsitz des Telekommunikationsunternehmens
  • IBM, Deutschland-Niederlassung des IT-Konzerns
  • FKFS (Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart), Entwicklungsdienstleister für die Fahrzeugindustrie und deren Zulieferer

Militär

In der heute Patch Barracks genannten ehemaligen Kurmärker Kaserne der deutschen 7. Panzerdivision (Wehrmacht) befindet sich am westlichen Ortsrand heute das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa (EUCOM).

Sendetürme

Kirchen

  • Evangelische Stadtkirche St. Blasius – erbaut 1858 von Architekt Christian Friedrich Leins im neugotischen Stil als dreischiffige Kirche unter Verwendung des gotischen Chors, der Sakristei und des Turms
  • Evangelische Laurentiuskirche in Rohr mit gotischem Chorturm mit Fachwerkaufsatz von 1740. 1980 wurde das Kirchenschiff von 1927 (Architekt Martin Elsaesser) durch das Gemeindezentrum ersetzt
  • Evangelische Stephanuskirche in Dürrlewang in den sechziger Jahren durch den Architekten Wolf Irion erbaut, Innenrenovierung in den Jahren 1997/98 durch den Architekten Horst Nanz zusammen mit seinem Partner Hammeley, Zusammenarbeit mit dem Künstler Bernhard Huber
  • Evangelische Versöhnungskirche in Büsnau
  • Dreieinigkeitskirche in Vaihingen
  • Katholische Kirche Heilige Familie
  • Katholische Kirche Christus König
  • Kirchengemeinden in Stuttgart-Vaihingen
  • Neuapostolische Kirche in Stuttgart-Vaihingen
  • International Baptist Church of Stuttgart, englischsprachige Kirchengemeinde

Ehrenbürger

Die Jahreszahl am Anfang der Zeile gibt den Zeitpunkt der Verleihung der Ehrenbürgerwürde wieder.

  • 1906 – Otto Krehl, Schultheiß (* 1838, † 1925)
  • 1906 – Robert Leicht, Bierbrauereibesitzer, Kommerzienrat (* 1849, † 1921)
  • 1910 – Robert Vollmoeller, Fabrikant, Kommerzienrat (* 1849, † 1911)
  • 1928 – Fanny Leicht, geb. Widmaier, Kommerzienrats-Witwe (Frau von Robert Leicht) (* 1854, † 1939)
  • 1929 – Ernst Kachel, Schultheiß (* 1865, † 1931)

Bevölkerungsentwicklung

1980 1990 2000 2005
41.189 42.306 42.743 44.385

Städtepartnerschaft

Vaihingen unterhält seit 1985 eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Melun (Ile-de-France).

Weblinks

Wikipedia
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