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Strahlenkegel (Gestein)

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Als Strahlenkegel (auch Druckkegel oder englisch Shatter Cone - „Schmetterkegel“) bezeichnet man eine oft konisch geformte Bruchfläche im Gestein, auf deren Oberfläche feine, strahlenartige Streifen (Striae) zu sehen sind, die von der Spitze (Apex) ausgehen.

Strahlenkegel werden in Impaktkratern gefunden. Für ihre Bildung ist die beim Meteoriteneinschlag durch das Gestein laufende Schockwelle verantwortlich, der genaue Mechanismus ihrer Entstehung ist aber noch nicht im Detail bekannt. Strahlenkegel haben oft eine Länge von einigen Zentimetern, können aber auch eine Größe von bis zu zwei Metern erreichen. Sofern sie in unveränderter Lage aufgefunden werden, zeigt die Achsrichtungen der Kegel immer in Richtung des Zentrums des Impakts.

Strahlenkegel wurden um 1905 erstmals im Steinheimer Becken erkannt und beschrieben (Branco und Fraas, 1905), wo sie in feinkörnigen Kalkstein auftreten (Strahlenkalke) und daher besonders deutlich ausgeprägt sind. Ihre Entstehung konnte damals noch nicht erklärt werden. Heute sind sie auch aus zahlreichen anderen irdischen Kratern bekannt und gelten als eindeutige Indikatoren für einen Einschlag eines großen Meteoriten. Auch in den Explosionskratern von Kernwaffentests konnte die Bildung von Strahlenkegeln beobachtet werden.

Literatur

  • W. Branco, E. Fraas: Das kryptovulkanische Becken von Steinheim, in Abhandlungen der königl. preuß. Akademie der Wissenschaften. Berlin, 1905.
Wikipedia
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