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Stochokratie

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Die Stochokratie ist eine Repräsentative Demokratie, in der die Vertreter per Los bestimmt werden.

Die Stochokratie ist durch das Losverfahren repräsentativer als die herkömmliche Parteiendemokratie: Eine Losung von 600 Bürgern wird mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 96 % die Bevölkerung mit einer maximalen Ungenauigkeit von 4 % repräsentieren.

Die Stochokratie wurde z. B. im antiken Griechenland, vor allem in Athen praktiziert: die Stadtverordneten und Richter wurden per Los bestimmt, was allerdings teils Probleme aufwarf (siehe athenische Demokratie).

Inhaltsverzeichnis

Auswirkungen

Vorteile

  • Da die Parlamentarier in regelmäßigen Zeitabständen ausgetauscht werden, entfällt prinzipiell die Ausbildung von politischen Seilschaften.
  • Auch die Korruption ist nahezu unmöglich, da diese über viele Jahre in Verbindung mit Lobbyismus entsteht.
  • Die Parlamentarier und Parlamentarierinnen können durch das Fehlen von Wahlen und Wahlkampf auf jeglichen Stimmenfang verzichten und sind somit auch zu durchgreifenden Reformen befähigt.

Nachteile

  • Wenn die Parlamentarier z.B. aus allen Staatsbürgern ausgewählt werden, so fehlt ihnen vermutlich das entsprechende Fachwissen, um unter den heutigen bürokratisch überfrachteten Bedingungen regieren zu können.
  • Wenn das Parlament die Regierung wählen soll, fehlt es an ausreichender Stabilität, um die Regierung über die gesamte Wahlperiode sicher amtieren lassen zu können (siehe wechselnde Mehrheiten).

Literatur

  • Raimund Schulz: Athen und Sparta, Darmstadt 2003, ISBN 3534154932.
  • Michael Stahl: Gesellschaft und Staat bei den Griechen. Klassische Zeit, Paderborn 2003, ISBN 3825224317.

Weblinks

Siehe auch

Planungszelle

Wikipedia
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