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Stoßfänger
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Stoßfänger sind Bauelemente an Fahrzeugen, die im Falle eines Zusammenstoßes oder eines Aufpralls auf ein festes Hindernis Energie aufnehmen und dadurch Beschädigungen am Fahrzeug oder der Ladung verhindern sollen.
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Allgemeines
Stoßfänger kommen vor allem an Kfz (auch als Stoßstangen bezeichnet) und an Schienenfahrzeugen (auch als Puffer, Buffer oder Stoßballen bezeichnet) vor.
Eisenbahnen
Als Stoßfänger werden bei Schienenfahrzeugen meist ein oder zwei an den Stirnseiten angebrachte Konstruktionsteile eingesetzt, die den Zweck haben, die auf die Fahrzeuge nach deren Längsrichtung von außen her einwirkenden waagrechten Druckkräfte aufzunehmen.
Arten
Es gibt bei Eisenbahnen zwei Arten von Stoßfängern:
- Einpuffer oder Zentralpuffer, hier ist der Stoßfänger in der Längsachse des Fahrzeuges angebracht, so dass sich an jeder Stirnseite nur ein Puffer in der Mitte der Kopfschwelle befindet.
- Zweipuffer oder Seitenpuffer, bei welchen sich zwei Puffer an der Stirnseite der Fahrzeuge befinden. Zu Beginn waren die Stoßfänger nahe beieinander, aber man einigte sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf einen international gültigen Abstand, welcher die Puffer nach außen versetzte.
Wirkungsweise
Die Puffer treten in Wirkung, wenn zwei auf gleichem Gleis befindlichen Fahrzeuge miteinander in Berührung kommen. Dies geschieht beim Anfahren an einen Prellbock oder wenn mehrere aneinander gereihte Fahrzeuge geschoben werden. Die Puffer sollen dabei eine Beschädigung der Fahrzeuge durch diesen Stoß oder Druck verhindern.
In der Regel sind die Stoßfänger von Bahnfahrzeugen gefedert und sie sind stark genug um kleinere Zusammenstösse aufzufangen. Die ersten gefederten Puffer wurden von John Baillie 1846 erfunden.
(Quelle: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1912, Band 3, Seiten 138-146.)
Kraftfahrzeuge
Neuere energieabsorbierende Stoßfänger an Straßenkraftfahrzeugen aus Kunststoffen sind oft konstruktiv so ausgelegt, dass sie kleine Parkrempler oder Anstöße von ca. 4 - 6 km/h ohne größere Schäden verkraften. Hierzu sind die Stoßfänger so ausgelegt, dass sich punktuelle Eindellungen wieder zurückbilden, ohne unbedingt eine Reparatur zu erfordern. Sie werden deshalb auch als reversible Stoßfänger bezeichnet.
In der jüngeren Zeit neu konstruierte Stoßfänger sollen auch helfen, Verletzungen bei Fußgängern oder Radfahrern zu minimieren. Diese neuen Sicherheitssysteme werden aus energieabsorbierenden Schaumstoffen hergestellt. Diese halbharten Schaumstoffe dämpfen bereits in geringer Schichtdicke den Aufprall eines auftreffenden Körpers und erlauben, Stoßfängersysteme zu entwickeln, die strengen Sicherheitsanforderungen entsprechen.
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